Koalition will Solarförderung um acht Prozent senken
Hannover.- (see) Wer eine Photovoltaikanlage installiert und den gewonnenen Strom aus der Sonne ins öffentliche Netz einspeist, wird dabei auch künftig vom Staat unterstützt werden. Allerdings werden die Fördersätze ab 2009 im Zuge der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) reduziert.
Die Solarstromförderung für Photovoltaikanlagen auf Gebäuden soll in den Jahren 2009 und 2010 um jeweils acht Prozent gesenkt werden, ab 2011 um jährlich neun Prozent. Das bedeutet eine Vergütung von 43,01 Cent pro Kilowattstunde für die Jahre 2009 und 2010. Bislang wurde die Förderung lediglich um fünf Prozent jährlich verringert.
Damit ist die zunächst geplante, drastische Kürzung verhindert worden. Für die Betriebe des Elektrohandwerks ist das eine gute Nachricht, denn die angekündigte massive Reduzierung hätte dazu führen können, dass der Markt für Photovoltaikanlagen zusammenbricht.
Deutlich weniger werden künftig vor allem größere Solarstromanlagen gefördert, die auf Hallendächern oder Freiflächen errichtet werden. Die Förderung von Solarstrom aus neuen, ebenerdig errichteten Solarparks soll in den Jahren 2009 und 2010 um jeweils zehn Prozent gesenkt werden, statt um die bislang gültigen 6,5 Prozent. Ganz gestrichen werden soll nach dem Willen der Koalition auch der bislang gewährte Förderbonus für gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen. (20.06.2008)
Kontakt:
Frank-Peter Ahlers
online seit 20. Jun 2008, aktualisiert am 20. Jun 2008
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