Erfolgskurs Expansion

Harry Lieber, LIKA MaschinenbauLupe
Hochtechnologie, Investitionen in Millionenhöhe, weitere Expansion - Harry Lieber hat mit seiner LIKA Maschinenbau GmbH noch viel vor. Die LIKA GmbH baut Sondermaschinen und Teile für alle Industriezweige mit Groß- und Schwermaschinen in Deutschland und der Welt. Zurzeit knüpft Lieber neue Kontakte zur Off-Shore-Industrie und den Herstellern von Biogasanlagen, um sich neue Geschäftsfelder zu eröffnen. Dafür sind schon die nächsten Investitionen von 5 Millionen Euro bis 2012 geplant.

1986 ist er als mobiler Ein-Mann-Betrieb in die Selbständigkeit gestartet und hat in der ganzen Welt Großanlagen, z.B. Pressenstraßen für Automobilzulieferer, montiert. 1991 wurde der Maschinenbauer sesshaft und beschäftigt heute am Standort Langenhagen 50 Mitarbeiter. Gerade hat er in eine neue Halle inklusive zweier hochmoderner Bearbeitungszentren 3,5 Millionen Euro investiert: Eine erstaunliche Entwicklung, aber wer mit Harry Lieber spricht und seine Entschiedenheit und absolute Konzentration auf den Betrieb kennenlernt, der nimmt ihm ab, dass er auch die nächsten, bis 2012 geplanten Investition in Höhe von 5 Millionen ohne Probleme in die Tat umsetzt.

Harry Lieber fertigt auf seinem 5.000 qm großen Firmengelände Sondermaschinen, schweißt, dreht und fräst Teile für alle Großmaschinenbausparten. 70 Prozent seiner Produkte gehen in den Export, nach Europa, Brasilien, Afrika und Indonesien. „Ich könnte noch viel mehr Aufträge annehmen, wenn ich die dafür notwendigen Investitionen tätigen könnte", ist der Maschinenbauer Lieber sicher. Und hat damit das größte Problem in Deutschland benannt: Die restriktive Finanzierungspolitik der Banken und fehlende private Risikokapitalgeber.

Ins Ausland abzuwandern, hat Lieber nie überlegt. „Die Personalkosten haben einen so geringen Anteil, dass sich das in unserem Gewerbe überhaupt nicht lohnt. Im Übrigen habe ich den Eindruck, dass viele Unternehmen, die vor Jahren ihre Produktion ins Ausland verlegt haben, bereits wieder auf dem Weg nach Hause sind", sagt Lieber.

Die neueste Anschaffung, ein CNC-Dreh- und Fräs-Bearbeitungszentrum, ist in der Lage, riesige Teile in der kompletten Zerspanungstiefe zu bearbeiten. 10 Meter lang, 3,10 Meter breit, 1,6 Meter tief und bis zu 40 Tonnen schwer können z. B. Schleusentore sein, die bei LIKA Maschinenbau im Zweischichtbetrieb von jeweils zwei Personen an der hochtechnologischen Bearbeitungsmaschine gefertigt werden.

Wie kommt es, dass die Banken bei seinen Investitionen eine Ausnahme machen und immer wieder hohe Kredite bewilligen? „Ich formuliere eindeutige Ziel und erreiche sie auch, so habe ich mich Stück für Stück hochgearbeitet", sagt der Unternehmer, der dem Wohlergehen seines Betriebes und seiner Mitarbeiter alles andere unterordnet. (see, 21.08.2008)

online seit 21. Aug 2008, aktualisiert am 21. Aug 2008

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