Mit Spezialwissen neue Märkte erschließen

Hannover/Wagenfeld, 10. Dezember 2004.- „Eigentlich muss man bei Heizölpreisen von mehr als 40 EUR pro 100 Litern für Energiesparmaßnahmen nicht werben,“ konstatierte Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover anlässlich der Urkundenübergabe an die frischgebackenen Gebäudeenergieberater (HWK) Andreas Dietzmann (Wagenfeld), Hans-Jürgen Henning (Wagenfeld) und Herbert Schorling (Bassum). Dabei gab er seiner Überzeugung Ausdruck, dass die drei Handwerksmeister aus dem Landkreis Diepholz mit dem Erwerb des Zertifikats den richtigen Schritt für ihre berufliche Zukunft getan haben.

Denn eines steht fest: Bei einem normalen Einfamilienhaus lässt sich der Energieverbrauch mit den geeigneten Maßnahmen oft um mehr als 50 Prozent senken. Dazu ist es nicht notwendig hypermoderne Technik oder Superdämmstoffe einzubauen. Diese Einsparungen lassen sich durchaus auch mit konventionellen Techniken und Materialien erreichen, wenn das ganze Maßnahmenpaket gut geplant und aufeinander angestimmt wird.

Wie das funktioniert, haben Zimmerermeister Andreas Dietzmann und Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister Hans-Jürgen Henning in ihren Prüfungsarbeiten unter Beweis gestellt. Dabei konnten sie nicht nur nachweisen, dass sich durch die richtige Auswahl und Planung von Haustechnik und Verbesserung der Wärmedämmung Häuser auf einen Energiebedarf von ca. 120 kWh oder 12 l Heizöl pro Quadratmeter und Jahr verringern lassen, sondern auch deutlich machen, dass die Mehraufwendungen für Technik sich durch Brennstoffeinsparung in einer überschaubaren Zeit bezahlt machen. Gleichzeitig steigt der Wert der Häuser, die Behaglichkeit wird verbessert und so ganz nebenbei wird auch noch etwas für den Klimaschutz insgesamt getan, denn Einsparungen von 10 bis 15 t CO2 pro Jahr sind möglich. Um dieselbe Menge CO2 einzusparen müsste man sonst 60.000 bis 90.000 km pro Jahr weniger Auto fahren.

„Wir haben zehn Monate lang mit Architekten, Planern und Handwerkern aus anderen Gewerken intensiv zusammengearbeitet,“ erläutert Zimmerermeister Andreas Dietzmann. „Dabei lernt man ganz automatisch, dass nur eine neutrale Beratung, die weder Produkte noch Gewerke in den Vordergrund stellt, eine wirklich sinnvolle Gesamtlösung für den Modernisierungskunden liefern kann,“ ergänzt der diplomierte Bauingenieur Herbert Schorling. Und Heizungs- und Lüftungsbauermeister Hans-Jürgen Hennig hebt hervor: „Weder die verwendeten Computerprogramme noch die Kollegen lassen einem dabei einen Spielraum für einseitige Empfehlungen.“ 

Nach der Teilnahme am Weiterbildungslehrgang zum Gebäudeenergieberater bei der Handwerkskammer Hannover wollen die drei Handwerksunternehmer ihre Kunden nicht nur umfassend beraten und ihnen geeignete Energiesparmaßnahmen anbieten. Zusammen mit renommierten Partnerunternehmen bieten sie auch die Umsetzung von Modernisierungssparmaßnahmen aus einer Hand an – Energieeinsparung, Qualitätssicherung und Nachbetreuung inklusive.

Ansprechpartner für die Presse:
Dr. Sabine Wilp

online seit 02. Mrz 2006, aktualisiert am 02. Mrz 2006

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