Konjunktur im Herbst 2004: Handwerksbetriebe nicht mehr ganz so pessimistisch
Hannover, 26. Oktober 2004.- Die aktuellen Konjunkturdaten für den Handwerkskammerbezirk Hannover zeigen im dritten Quartal 2004 leicht nach oben. Allerdings mit deutlichen Unterschieden je nach Handwerksbranche. Das Stimmungsbarometer stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um drei Indexpunkte auf immerhin 37,5 Punkte. 13 % der befragten Betriebe bewerteten ihre Geschäftslage mit gut, 38 % meldeten schlechtere Geschäftsergebnisse. Die Betriebsauslastung hat sich gegenüber dem Vorquartal deutlich verbessert; die Beschäftigtenzahlen wurden dagegen merklich nach unten korrigiert. Die Investitionstätigkeit verlief abermals negativ.
Im Bauhandwerk präsentiert sich die konjunkturelle Lage mit einem Geschäftsklimaindex* von 32 Punkten deutlich unterkühlt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal aber hat sich die Lage um zwei Indexpunkten verbessert. Die Umsätze wie auch die Beschäftigtenzahlen gingen in geringerem Maße zurück als in den Vorjahresquartalen. Die Investitionstätigkeit verlief weiter negativ. Erheblich besser stellt sich die konjunkturelle Situation im Ausbauhandwerk dar.
Die höchste Kapazitätsauslastung erzielten die handwerklichen Zulieferer, allerdings bei abnehmenden Aufträgen. Das bedeutet, dass die Branche die Überkapazitäten der letzten Jahre erfolgreich zurückgeführt hat. So wurden bei den handwerklichen Zulieferern bei abnehmenden Umsätzen Mitarbeiter freigestellt.
Rückgänge bei den Beschäftigtenzahlen meldeten auch die Kraftfahrzeugwerkstätten. Auch das Auftragsvolumen in dieser Branche fiel im Herbst 2004 unzureichend aus. Während die Zulieferer verhalten optimistisch in den zukünftigen Geschäftsverlauf blicken, erwartet das Kfz-Handwerk eine leichte Verbesserung der konjunkturellen Entwicklung, allerdings auf erheblich niedrigerem Niveau als die Zulieferer.
Die noch immer gebremste private Nachfrage schlug sich im Berichtsquartal abermals in der Konjunkturentwicklung der verbrauchernahen Handwerksbranchen negativ nieder. Verglichen mit den Vorjahresquartalen ist die Stimmung dennoch leicht gestiegen, und die Umsatz- sowie Auftragsrückgänge fielen nicht mehr ganz so negativ aus. Etwas zuversichtlicher blicken diese Branchen denn auch in den kommenden Geschäftsverlauf.
Insgesamt sind angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung die Prognosen der in der aktuellen Umfrage der Handwerkskammer Hannover befragten Betriebe verhalten, aber nicht unbedingt pessimistisch. So erwarten im weiteren Geschäftsverlauf per saldo 37 % der befragten Betriebe im Kammerbezirk ein Auftragsminus, per saldo 41 % der Betriebe einen Umsatzrückgang. Nach den Plänen der Betriebe werden die Beschäftigtenzahlen weiter zurückgeführt. Die Investitionsneigung ist nur gering ausgeprägt. Diese Konjunkturparameter waren in vorangegangenen Umfragen erheblich schlechter.
Die regelmäßig durchgeführte Regionalanalyse zeigt eine wirtschaftliche Belebung im Vergleich zum Herbst letzten Jahres. Allerdings mit Ausnahme der Landeshauptstadt Hannover (35 Punkte), die aber immer noch besser abschneidet als die Landkreise Schaumburg (33 Punkte) und Hameln-Pyrmont (31 Punkte). Der Landkreis Nienburg weist mit 39 Indexpunkten eine überdurchschnittliche Konjunktur auf, ebenso der Landkreis Diepholz (39,5) und die Region Hannover (42,5), die damit den ersten Platz auf der Skala der Regionalkonjunkturen einnimmt.
* Der Geschäftsklimaindex ist die Summe der prozentualen Anteile der befragten Betriebe, die eine gute (Gewichtung = 1) bzw. eine befriedigende Geschäftslage (Gewichtung = 0,5) meldeten.
Ansprechnpartner für die Presse:
Dr. Sabine Wilp
Im Bauhandwerk präsentiert sich die konjunkturelle Lage mit einem Geschäftsklimaindex* von 32 Punkten deutlich unterkühlt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal aber hat sich die Lage um zwei Indexpunkten verbessert. Die Umsätze wie auch die Beschäftigtenzahlen gingen in geringerem Maße zurück als in den Vorjahresquartalen. Die Investitionstätigkeit verlief weiter negativ. Erheblich besser stellt sich die konjunkturelle Situation im Ausbauhandwerk dar.
Die höchste Kapazitätsauslastung erzielten die handwerklichen Zulieferer, allerdings bei abnehmenden Aufträgen. Das bedeutet, dass die Branche die Überkapazitäten der letzten Jahre erfolgreich zurückgeführt hat. So wurden bei den handwerklichen Zulieferern bei abnehmenden Umsätzen Mitarbeiter freigestellt.
Rückgänge bei den Beschäftigtenzahlen meldeten auch die Kraftfahrzeugwerkstätten. Auch das Auftragsvolumen in dieser Branche fiel im Herbst 2004 unzureichend aus. Während die Zulieferer verhalten optimistisch in den zukünftigen Geschäftsverlauf blicken, erwartet das Kfz-Handwerk eine leichte Verbesserung der konjunkturellen Entwicklung, allerdings auf erheblich niedrigerem Niveau als die Zulieferer.
Die noch immer gebremste private Nachfrage schlug sich im Berichtsquartal abermals in der Konjunkturentwicklung der verbrauchernahen Handwerksbranchen negativ nieder. Verglichen mit den Vorjahresquartalen ist die Stimmung dennoch leicht gestiegen, und die Umsatz- sowie Auftragsrückgänge fielen nicht mehr ganz so negativ aus. Etwas zuversichtlicher blicken diese Branchen denn auch in den kommenden Geschäftsverlauf.
Insgesamt sind angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung die Prognosen der in der aktuellen Umfrage der Handwerkskammer Hannover befragten Betriebe verhalten, aber nicht unbedingt pessimistisch. So erwarten im weiteren Geschäftsverlauf per saldo 37 % der befragten Betriebe im Kammerbezirk ein Auftragsminus, per saldo 41 % der Betriebe einen Umsatzrückgang. Nach den Plänen der Betriebe werden die Beschäftigtenzahlen weiter zurückgeführt. Die Investitionsneigung ist nur gering ausgeprägt. Diese Konjunkturparameter waren in vorangegangenen Umfragen erheblich schlechter.
Die regelmäßig durchgeführte Regionalanalyse zeigt eine wirtschaftliche Belebung im Vergleich zum Herbst letzten Jahres. Allerdings mit Ausnahme der Landeshauptstadt Hannover (35 Punkte), die aber immer noch besser abschneidet als die Landkreise Schaumburg (33 Punkte) und Hameln-Pyrmont (31 Punkte). Der Landkreis Nienburg weist mit 39 Indexpunkten eine überdurchschnittliche Konjunktur auf, ebenso der Landkreis Diepholz (39,5) und die Region Hannover (42,5), die damit den ersten Platz auf der Skala der Regionalkonjunkturen einnimmt.
* Der Geschäftsklimaindex ist die Summe der prozentualen Anteile der befragten Betriebe, die eine gute (Gewichtung = 1) bzw. eine befriedigende Geschäftslage (Gewichtung = 0,5) meldeten.
Ansprechnpartner für die Presse:
Dr. Sabine Wilp
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- Konjunkturbericht 3. Quartal 2004 (
405 kB)
online seit 02. Mrz 2006, aktualisiert am 02. Mrz 2006
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