Imagekampagne gefällt
Nach innen wirkt die Imagekampagne. Viele Handwerker sind von der Umsetzung begeistert, sind aber auch davon überzeugt, dass sie nur nachhaltig Früchte trägt, wenn sich die Basis vor Ort beteiligt.
Hier sind stellvertretend drei Meinungen aus dem Handwerk:
Sönke Wegner
Straßenbauermeister mit eigenem Betrieb seit 1993 in Neustadt a. Rgbe.
„Die Imagekampagne halte ich für sehr wichtig. Das Handwerk muss an einem Strang ziehen. Ich bin stolz darauf, ein Handwerksmeister zu sein. Im Ausland hat das deutsche Handwerk und die Ausbildung zum Handwerksmeister immer noch ein außerordentlich hohes Ansehen, nur in Deutschland sind wir, was die Akzeptanz in der Bevölkerung angeht, zweite Klasse. Das wird jetzt durch die Imagekampagne besser werden, davon bin ich überzeugt. Das Handwerk wird aufgewertet und positiv dargestellt - so wie es in Wirklichkeit auch ist. Auch Politiker haben uns kaputt geredet, dagegen haben wir uns lange nicht gewehrt. Jetzt wird dem etwas entgegengesetzt und das ist absolut notwendig. Imagekampagne ist super!
Carsten Böttcher
Schornsteinfegermeister aus Isernhagen
„Die Imagekampagne ist gut gemacht, der Film spektakulär, aber das reicht nicht aus, wenn wir Nachwuchskräfte für die Zukunft gewinnen wollen. Der Film ist nur ein einmaliger Impuls und wird nicht allein dazu führen, dass junge Leute nun plötzlich eine Ausbildung im Handwerk machen wollen. Das Handwerk in der Region, die Innungen müssen jetzt vor Ort aktiv werden, in die Schulen gehen und den Jugendlichen das notwendige Detailwissen über die verschiedenen Berufe vermitteln und ihnen die Aufstiegschancen im Handwerk deutlich vor Augen halten. Nur so können wir erreichen, dass von der Imagekampagne mehr übrig bleibt als coole Werbesprüche.“
Dirk Rühling
Seit 30 Jahren Elektroinstallateur, zurzeit bei der Seeland Elektrotechnik GmbH in Garbsen.
„Die Imagekampagne sorgt dafür, dass wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt wird, wieviel vom Handwerk abhängt. So wird der zum Teil schlechte Ruf des Handwerks auf jeden Fall aufgewertet. Das Handwerk braucht gesellschaftliche Anerkennung! Es muss in die Köpfe von Eltern und Schülern, dass Handwerk unersetzlich ist und eine Reihe an interessanten Berufen bietet. Darüber hinaus müssen sich die Kunden allerdings auch bewusst machen, dass gute Arbeit ihren Preis hat und daher entsprechend entlohnt werden muss. Denn nur mit höheren Löhnen für Auszubildende und Gesellen werden wir in Zukunft wieder mehr Jugendliche für das Handwerk gewinnen können.“
Uns interessiert auch Ihre Meinung! Was bringt die Imagekampagne des deutschen Handwerks? Einschätzungen, Kritik und Lob bitte an: E-Mail
online seit 16. Mrz 2010, aktualisiert am 16. Mrz 2010
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