Energiekonzept: Beschlossene Sache

Belrin/Hannover.- (sw) Das Kabinett hat gestern das Energiekonzept der Bundesregierung beschlossen. Darin ist unter anderem vorgesehen, dass Hausbesitzer ihre Gebäude besser dämmen, um den Energieverbrauch zu senken und damit das Klima zu schützen. Allerdings: was die nächsten praktischen Schritte angeht, enthält das Energiekonzept bislang nur wenig Konkretes. Grundsätzlich positiv sieht das Handwerk, dass das Energiekonzept primär auf Anreize setzt, um den veralteten Gebäudebestand schneller zu sanieren, auch wenn bislang nicht wirklich klar ist, wie das geschehen soll.

"Das Handwerk in der Region profitiert davon, wenn der Gebäudebestand saniert wird," da ist sich Dr. Frank-Peter Ahlers, Energieberater der Handwerkskammer Hannover, sicher. "Das zeigen uns die Erfahrungen der letzten Jahre in Hannover, wo ohnehin schon mehr gemacht wird, als der Gesetzgeber vorschreibt." Denn die Region hat Vorbildcharakter mit ihren speziellen Beratungs- und Förderprojekten von Einrichtungen wie der Klimaschutzagentur Region Hannover oder dem ProKlima-Förderfonds der Stadtwerke. Durchschnittlich 30.000 Euro haben Immobilienbesitzer in der Region Hannover nach entsprechender Beratung in die energetische Sanierung gesteckt, weiß Ahlers zu berichten. Umsätze, die für das Handwerk nicht unerheblich sind.

Mit einem echten Durchbruch für die Gebäudesanierung und einer Sonderkonjunktur im Zusammenhang mit Merkels Energiekonzept rechnet Ahlers allerdings nicht. "Es wird nicht mehr oder weniger investiert, nur weil es eine neue gesetzliche Regelung gibt," erklärt er.  "Wir bräuchten starke Anreize, und die sind bislang im Energiekonzept nicht erkennbar." (30.09.2010)

 

Kontakt:
Dr. Frank-Peter Ahlers

 

online seit 30. Sep 2010, aktualisiert am 30. Sep 2010

Seite empfehlen

Um diese Seite jemandem weiter zu empfehlen, füllen Sie bitte dieses Formular aus:

 
 

* Pflichtfeld

Kundenlogin

Das Handwerk - Original Logo