Das letzte Geschenk
Grabzeichen und Objekte der Bestattungskultur
01.10.2005 bis 29.10.2005
Der Tod gehört zum Leben! Was auf den ersten Blick wie eine Binsenwahrheit aussieht, erweist sich beim näheren Hinsehen als ein Thema, das von den allermeisten Menschen nach Kräften verdrängt wird. Wer denkt schon gern ans Sterben? Wer den Gedanken überhaupt zulässt, der geht mehr oder weniger unreflektiert davon aus, dass das Lebensende noch in weiter Ferne liegt und damit „später“ noch Zeit genug ist, sich damit zu beschäftigen. Der Tod ist nach wie vor ein Tabuthema, über das offen zu kommunizieren, nahezu unmöglich ist. Und auch das Sterben selbst findet quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. In Pflegeheimen, Krankenhäusern, Hospizen. Professionalisierung einerseits und Entfremdung und Entpersönlichung andererseits kennzeichnen daher in der heutigen Gesellschaft den Umgang mit dem Tod.
Rahmenprogramm
01.10.2005 bis 29.10.2005
Der Tod gehört zum Leben! Was auf den ersten Blick wie eine Binsenwahrheit aussieht, erweist sich beim näheren Hinsehen als ein Thema, das von den allermeisten Menschen nach Kräften verdrängt wird. Wer denkt schon gern ans Sterben? Wer den Gedanken überhaupt zulässt, der geht mehr oder weniger unreflektiert davon aus, dass das Lebensende noch in weiter Ferne liegt und damit „später“ noch Zeit genug ist, sich damit zu beschäftigen. Der Tod ist nach wie vor ein Tabuthema, über das offen zu kommunizieren, nahezu unmöglich ist. Und auch das Sterben selbst findet quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. In Pflegeheimen, Krankenhäusern, Hospizen. Professionalisierung einerseits und Entfremdung und Entpersönlichung andererseits kennzeichnen daher in der heutigen Gesellschaft den Umgang mit dem Tod.
Die Zeiten, in denen der Übergang vom Leben in den Tod bis ins Detail rituell geregelt war, sind längst passé. Und doch gibt es auch heute immer noch das Bedürfnis, dem Andenken an den Verstorbenen und der Trauer sichtbaren Ausdruck zu verleihen. Grabmale sind solche besonderen Zeichen der Erinnerung. Sie sind das letzte Geschenk, das Hinterbliebene den Toten machen können.
Dass es durchaus spannend sein kann, sich mit der Gestaltung dieses letzten Geschenks frühzeitig zu beschäftigen, und dass diese Beschäftigung zu überraschenden und ganz besonderen Ergebnissen führen kann, das zeigt seit einigen Jahren die Gruppe „Herbstzeitlose“, ein lockerer Zusammenschluss von Steinmetzen und Holzbildhauern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die etwas anderen Grabsteine zu kreieren. Grabmale, die genauso einzigartig sind, wie das Leben des Menschen, zu dessen Erinnerung sie geschaffen werden.
Mit der Ausstellung „Das letzte Geschenk“ sollen Grabzeichen und Objekte der Bestattungskultur, die sich durch eine hohe persönliche Note und gestalterische Qualität auszeichnen, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, und dies an einem Ort, an dem solche Exponate normalerweise nicht zu finden sind. In Verbindung mit einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe soll das Tabuthema „Tod“ in den öffentlichen Raum geholt und damit auch die Möglichkeit zu einem Diskurs geboten werden.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Ausstellungseröffnung
Freitag, 30. September 2005, 20 Uhr
Freitag, 30. September 2005, 20 Uhr
Begrüßung
Walter Heitmüller
Präsident der Handwerkskammer Hannover
Walter Heitmüller
Präsident der Handwerkskammer Hannover
Zur Ausstellung spricht
Gerold Eppler
Stellvertretender Direktor des Museums für Sepulkralkultur, Kassel
Gerold Eppler
Stellvertretender Direktor des Museums für Sepulkralkultur, Kassel
Lieder vom Leben und vom Tod
Unmada Manfred Kindel und Ensemble
Liedermacher, Hannover
Unmada Manfred Kindel und Ensemble
Liedermacher, Hannover
Rahmenprogramm
Gestaltung von hannöverschen Friedhöfen im Wandel der Zeit
Cordula Wächtler
Bereichsleiterin Städtische Friedhöfe Hannover
Samstag, 08. Oktober 2005, 14-15 Uhr
Cordula Wächtler
Bereichsleiterin Städtische Friedhöfe Hannover
Samstag, 08. Oktober 2005, 14-15 Uhr
Sterben - Trauern - Erinnern: Rituale und Symbole in den Phasen des Abschieds
Prof. Dr. Karl-Fritz Daiber
Theologe und Religionssoziologe, Universität Marburg und Universität Hannover
Samstag, 15. Oktober 2005, 14-15 Uhr
Prof. Dr. Karl-Fritz Daiber
Theologe und Religionssoziologe, Universität Marburg und Universität Hannover
Samstag, 15. Oktober 2005, 14-15 Uhr
Das Grabmal zwischen Kunst, Kult und Kommerz
Gerold Eppler
Stellvertretender Direktor des Museums für Sepulkralkultur, Kassel
Samstag, 22. Oktober 2005, 14-15 Uhr
Gerold Eppler
Stellvertretender Direktor des Museums für Sepulkralkultur, Kassel
Samstag, 22. Oktober 2005, 14-15 Uhr
Ansprechpartner:
Dr. Sabine Wilp
Dr. Sabine Wilp
Downloads
- Katalog: Das letzte Geschenk (
2852 kB)
online seit 03. Mrz 2006, aktualisiert am 03. Mrz 2006
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