Fräser für die Flugzeugindustrie
Diese Geschichte hat viele Facetten. Sie könnte von einer gelungenen Übergabe des Seniors an die nächste Generation handeln. Es könnte um die Entwicklung des Berufsbildes des Schneidwerkzeugmechanikers gehen oder der Gründung eines Bundesverbandes und dessen Aktivitäten in Europa und der Welt, die sich für die angeschlossenen Betriebe ganz konkret auszahlen. Aber wichtiger ist der Erfolg eines Handwerksbetriebes, der sich einen lukrativen Auftrag eines großen Flugzeugherstellers gesichert und dafür viel investiert hat, topmoderne CNC-Schleifmaschinen für 300.000 Euro pro Stück anschaffte, sich jetzt vergrößern muss, um die geforderte Ausstoßmenge zu schaffen und damit zu den fünf stärksten Betrieben in der Branche gehört. Die Rede ist von der Werkzeugservice Wulf OHG in der Wedemark.
"Wir müssen wachsen, um unsere Aufträge abarbeiten zu können", sagt Meik Forsten, der zusammen mit Karsten Wulf den Betrieb seit dem 1. Januar 2005 leitet. Schwiegervater und Vater Herbert Wulf hatte zuvor seine Geschäftsleitung aufgegeben und ist nur noch beratend tätig. Er kümmert sich nun verstärkt um sein zweites Steckenpferd, den Bundesverband der Werkzeugschleifer (FDPW), den er mit gegründet hat und dem er als Präsident vorsteht.
"Anfang der 90er Jahre mussten wir durch die Krise im Maschinenbau umdenken. Bis dahin waren wir als reiner Servicebetrieb in Wartung und Reparatur tätig", erzählt der ehemalige Seniorchef. So entwickelte Wulf nach und nach immer mehr Neuwerkzeuge für Auftraggeber wie Bosch oder Ford. Bis dann die Anfrage aus der Flugzeugindustrie über das hamburgische Handelshaus für Präzisionswerkzeuge Krollmann und Mittelstädt bei Wulf auf dem Tisch lag. Der Mittelständler mit seinen 14 Mitarbeitern hat sich bei der Angebotsabgabe gegen große deutsche Werkzeugmaschinenhersteller durchgesetzt und produziert heute an acht Schleifmaschinen, die rund um die Uhr laufen, 30 bis 50 verschiedene Hochleistungsfräser, von denen einige beim Bau des größten Passagierflugzeugs der Welt zum Einsatz kommen. Um dafür und für die anderen 300 Auftraggeber termingerecht liefern zu können, müssen demnächst noch mehr Schleifmaschinen in den Einsatz. Daher ziehen Wulf und Forsten im Oktober 2005 in eine 2000 Quadratmeter große Halle nach Mellendorf um.
"Was uns auszeichnet bei der Neuentwicklung von Werkzeugen ist, dass wir schnell und flexibel reagieren können. Wenn große Unternehmen ihre Entwicklungsmaschinerie anwerfen, haben wir das Werkzeug schon produktionsbereit", erläutert Forsten den Erfolg. Dafür lässt er sich aber auf keinen Preiskampf ein. "Wir haben feste Preislisten, an die wir uns halten. Die Kunden akzeptieren dass, weil wir zuverlässig und fachlich einwandfrei liefern", sagt Forsten. (see, 13.09.2005)
"Wir müssen wachsen, um unsere Aufträge abarbeiten zu können", sagt Meik Forsten, der zusammen mit Karsten Wulf den Betrieb seit dem 1. Januar 2005 leitet. Schwiegervater und Vater Herbert Wulf hatte zuvor seine Geschäftsleitung aufgegeben und ist nur noch beratend tätig. Er kümmert sich nun verstärkt um sein zweites Steckenpferd, den Bundesverband der Werkzeugschleifer (FDPW), den er mit gegründet hat und dem er als Präsident vorsteht.
"Anfang der 90er Jahre mussten wir durch die Krise im Maschinenbau umdenken. Bis dahin waren wir als reiner Servicebetrieb in Wartung und Reparatur tätig", erzählt der ehemalige Seniorchef. So entwickelte Wulf nach und nach immer mehr Neuwerkzeuge für Auftraggeber wie Bosch oder Ford. Bis dann die Anfrage aus der Flugzeugindustrie über das hamburgische Handelshaus für Präzisionswerkzeuge Krollmann und Mittelstädt bei Wulf auf dem Tisch lag. Der Mittelständler mit seinen 14 Mitarbeitern hat sich bei der Angebotsabgabe gegen große deutsche Werkzeugmaschinenhersteller durchgesetzt und produziert heute an acht Schleifmaschinen, die rund um die Uhr laufen, 30 bis 50 verschiedene Hochleistungsfräser, von denen einige beim Bau des größten Passagierflugzeugs der Welt zum Einsatz kommen. Um dafür und für die anderen 300 Auftraggeber termingerecht liefern zu können, müssen demnächst noch mehr Schleifmaschinen in den Einsatz. Daher ziehen Wulf und Forsten im Oktober 2005 in eine 2000 Quadratmeter große Halle nach Mellendorf um.
"Was uns auszeichnet bei der Neuentwicklung von Werkzeugen ist, dass wir schnell und flexibel reagieren können. Wenn große Unternehmen ihre Entwicklungsmaschinerie anwerfen, haben wir das Werkzeug schon produktionsbereit", erläutert Forsten den Erfolg. Dafür lässt er sich aber auf keinen Preiskampf ein. "Wir haben feste Preislisten, an die wir uns halten. Die Kunden akzeptieren dass, weil wir zuverlässig und fachlich einwandfrei liefern", sagt Forsten. (see, 13.09.2005)
online seit 07. Mrz 2006, aktualisiert am 07. Mrz 2006
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