Ministerpräsident Wulff macht sich für Mittelstand und Handwerk stark

Hannover, 13. Oktober 2006.- Zu einem turnusmäßigen Gedankenaustausch kamen jetzt Ministerpräsident Christian Wulff und die Spitzenvertreter der Handwerkskammer Hannover, Kammerpräsident Walter Heitmüller und Hauptgeschäftsführer Jans-Paul Ernsting, zusammen. Zahlreiche Themen wurden angeschnitten; schwerpunktmäßig ging es aber insbesondere um zwei Themenblöcke: die Auftragslage und die Nachwuchssituation im Handwerk.

Die Vertreter der Handwerkskammer Hannover machten deutlich, dass sie es für wünschenswert halten, dass öffentliche Auftraggeber in Niedersachsen bei Vergaben unterhalb der EU-Schwellenwerte mehr Flexibilität erhalten, um den regional und lokal tätigen Handwerksbetrieben wieder eine reale Chance auf Auftragserteilung einräumen zu können. Hier sorgt der kürzlich vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium veröffentlichte Runderlass bereits für Abhilfe. Kammerpräsident Heitmüller plädierte in diesem Zusammenhang für die Einführung zusätzlicher Wertungskriterien, die im Wege einer Wertungspauschale in die Angebotswertung einfließen sollen. Ministerpräsident Christian Wulff zeigte Verständnis für die Forderung des Handwerks. Er sprach sich dafür aus, dass die öffentlichen Auftraggeber den eingeräumten Spielraum auch wirklich ausnutzten.

Kammerpräsident Heitmüller und Hauptgeschäftsführer Ernsting nutzten die Gelegenheit auch, um den Ministerpräsidenten über die aktuelle Lage auf dem Lehrstellenmarkt zu informieren. Die anziehende Konjunktur habe auch positive Effekte auf den Ausbildungsstellenmarkt gehabt. „Bis Ende September sind in die Lehrlingsrolle der Handwerkskammer Hannover 2.973 neue Ausbildungsverträge eingetragen worden“, erläuterte Jans-Paul Ernsting. „Das sind 116 Lehrstellen bzw. rd. 4 % mehr als zum Vergleichsdatum des vergangenen Jahres.“

Vor diesem Hintergrund sei zu erwarten – so Ernsting - dass das Jahr 2006 in Sachen Lehrstellen auf jeden Fall mit einem Plus abgeschlossen werden könne. Trotz dieses positiven Trends seien aber auch in diesem Jahr wieder etliche Lehrstellen im Kammerbezirk unbesetzt geblieben. So gebe es zurzeit noch 174 freie Lehrstellen und 314 Plätze für Einstiegsqualifizierungen (EQJ).

Ministerpräsident Wulff machte deutlich, dass ihm das Schicksal der jungen Menschen, die in Niedersachsen leben, besonders am Herzen liege. Es müsse alles dafür getan werden, Jungen und Mädchen eine fundierte Schulbildung und gute Chancen für eine qualifizierte Ausbildung zu bieten. Dabei gehe es auch darum, die Jugend von heute stärker als bislang für technische Berufe zu begeistern. Dies solle nicht zuletzt mit der künftig alle zwei Jahre stattfindenden Ideen-Expo erreicht werden. „Niedersachsen soll als Impulsgeber für eine innovative und nachhaltige Entwicklung in Deutschland bekannt werden,“ erklärte Wulff, dem die Vertreter der Handwerkskammer ihre Unterstützung bei der Realisierung des Projektes zusagten.


Ansprechpartner für die Medien: 
Dr. Sabine Wilp

online seit 16. Okt 2006

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