Handwerkskammer Hannover plädiert für eine Partnerschaft für Luftgüte und schadstoffarme Mobilität als Alternative zur Umweltzone

Hannover, 19. Juni 2010.- Der Niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander ist mit seinem Erlass, die Fahrverbote in der hannoverschen Umweltzone zu lockern, gescheitert. Damit ist nach Ansicht der Handwerkskammer Hannover der Zeitpunkt gekommen, sich endlich mit allen Beteiligten an einen Tisch zu setzen und das Thema Luftreinhaltung in Hannover gemeinsam anzugehen.

"Wir haben alle ein gemeinsames Interesse: die Verbesserung der Luftqualität,“ erklärt Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover. "Das sture Festhalten an einseitigen Maßnahmen hilft in der Sache nicht weiter. Bürger und Betriebe sind durch die politischen Reibereien mehr als verunsichert.  Die Fronten dürfen nicht noch weiter verhärten.“

Daher appelliert das Handwerk an alle Akteure, sich zu einer "Partnerschaft für Luftgüte und schadstoffarme Mobilität“ unter Beteiligung aller Interessengruppen zusammenzuschließen. Die Stadt Aachen ist hier Vorreiter und in Hamburg wird dieses Modell gerade intensiv diskutiert.

Dabei geht es um mehr als nur das Einrichten von Umweltzonen mit Fahrverboten. In die umfassende Diskussion müssen nach Ernstings Ansicht andere Themen einbezogen werden, z.B. die Infrastruktur für Elektro- und Wasserstoffmobilität – Modellregion Hannover, die Unterstützung der Betriebe beim Fuhrparkmanagement und Fahrertraining mit dem Ziel Schadstoffe zu vermeiden, eine freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft zur Umsetzung eines Mindeststandards Euro 5 im Fuhrpark unterstützt durch Förderprogramme, stärkere Nutzung des ÖPNV durch Berufspendler beispielsweise durch Schaffung von Pool-Lösungen für kleine Unternehmen, eine Verbesserung der Verkehrslenkung in .

In einer "Partnerschaft für Luftgüte und schadstoffarme Mobilität“  müsse es darum gehen, einen umfassenden Maßnahmeplan zur Luftreinhaltung zu entwerfen, der nicht auf  das Für und Wider von Fahrverboten in einer Umweltzone reduziert ist. „Lassen Sie uns die unterschiedlichen Interessengruppen jetzt an einen Tisch holen,“ so Ernsting. "Das Handwerk jedenfalls ist bereit mitzuwirken!“

 

 

Ansprechpartnerin für die Medien:

Dr. Sabine Wilp

online seit 19. Feb 2010, aktualisiert am 19. Feb 2010

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