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Handwerk fordert ganzheitliches Verkehrskonzept für Hannover

Hannover, 06. Mai 2010.- Zuerst eine Umweltzone mit Einfahrverboten, deren Wirkung nach wie vor zweifelhaft ist. Dann Verkehrsberuhigungskonzepte für viele Straßen. Jetzt ein Lärmschutzaktionsplan mit Tempo 40 oder Tempo 30 für bestimmte Straßen während der Nacht oder auch während des ganzen Tages. Selbst Experten verlieren langsam den Überblick, wenn Sie gefragt werden, welche Einschränkungen bei einer Fahrt von A nach B in Hannover zu erwarten sind.

Für Handwerkskammerhauptgeschäftsführer Jans-Paul Ernsting verfestigt sich der Eindruck, dass es an der Abstimmung der zuständigen Fachbereiche in der Verwaltung mangelt und die Konzepte nicht ausreichend koordiniert sind. „Auf diese Weise wächst der Schilderwald in der Stadt immer weiter,“ so seine Einschätzung. „Ein vernünftiges ganzheitliches Verkehrskonzept für Hannover sieht meiner Meinung nach anders aus.“

Natürlich unterstützt auch das Handwerk die Forderung nach sauberer Luft und einer Verminderung der Lärmemissionen vor allem während der Nachtstunden, erklärt Ernsting. Selbst wenn das bedeutet, dass Fahrzeuge außer Betrieb genommen werden und sich bisherige (Fahr-)Gewohnheiten ändern müssen.

„Mit dem Lärmaktionsplan bringt die Stadtverwaltung aber erneut Anforderungen ein, deren Wirksamkeit umstritten sind.“ Besser wäre es nach Meinung des Handwerks, ein abgestimmtes Verkehrskonzept für Hannover zu entwickeln, das allen Beteiligten gerecht wird und das zukunftsfähig ist. „Damit würde allen, die beruflich in Hannover mit dem Auto unterwegs sind und künftig ein Erdgas-, Hybrid- oder Elektrofahrzeug anschaffen wollen, ein Stück Planungs – und Investitionssicherheit zurückgegeben“.

Die Handwerkskammer Hannover signalisiert in diesem Zusammenhang ihre Bereitschaft, an einem abgestimmten Verkehrskonzept konstruktiv mitzuwirken.

 

Ansprechpartnerin für die Medien:

Dr. Sabine Wilp

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