Nachfragepotenziale und Absatzchancen
Göttingen.- (sg) Eine Reihe von Handwerksbranchen wird mit Nachfragezuwächsen rechnen können, anderen wird die Entwicklung jedoch Einbußen bescheren. Das ist das Fazit einer aktuellen Untersuchung des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh).
Die Wissenschaftler analysierten die Ergebnisse zahlreicher Einzelstudien und -statistiken zur demografischen Entwicklung und prüften die Auswirkungen für das Handwerk. Die wirtschaftlichen Folgen des demografischen Wandels werden demnach das Handwerk nicht bundesweit einheitlich treffen, sondern wegen des in Ost- und Westdeutschland sehr unterschiedlich ausgeprägten Bevölkerungsrückgangs auch regional verschieden stark spürbar sein.
Der ifh-Studie zufolge werden sich die demografischen Veränderungen auf drei Handwerksgruppen wirtschaftlich positiv auswirken: das Bauhauptgewerbe, die Ausbau- und die Gesundheitshandwerke.
Das Kfz-Handwerk wird mittelfristig von gravierenden demografischen Effekten unbeeinflusst bleiben. Eindeutig negativ wird es dagegen die Bekleidungshandwerke treffen. Für sie werden deutliche Anteilsverluste prognostiziert. Auch die Lebensmittelhandwerke werden von der demografischen Entwicklung kaum profitieren können. (02.02.2012)
- Die ifh-Studie „Nachfragepotentiale und Absatzchancen des Handwerks im demografischen Wandel“ erscheint als Arbeitsheft 69 in der Schriftenreihe „Göttinger Handwerkswirtschaftliche Arbeitshefte“.
online seit 02. Feb 2012, aktualisiert am 02. Feb 2012
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