In Stein gehauen
Die Begeisterung für ihren Beruf spricht aus jedem ihrer Sätze. Eher zufällig ist Ricarda Skibbe auf den Beruf des Steinmetz gestoßen und eher zufällig hat sie sich mit dem richtigen Betrieb zur richtigen Zeit selbständig gemacht. Und dennoch ist es rückblickend genau ihr Weg. Als Unternehmerin verwirklicht sie mit ihren Mitarbeitern gewöhnliche und ungewöhnliche Natursteinprojekte, ganz nach Kundenwunsch und kann ab und zu ihre künstlerische Ader ausleben.
Eigentlich wollte Ricarda Skibbe Dolmetscherin werden. Bis sie in Brüssel einen Steinbildhauermeister kennenlernte und sich von Material und Arbeiten begeistern ließ. Vier Wochen wollte sie in seiner Werkstatt zur Probe arbeiten, um ihre Begabung zu testen. Aber schon nach drei Wochen hatte sie ihren Ausbildungsvertrag zur Steinmetzin/Steinbildhauerin unterschrieben. „Ich habe nie Angst gehabt, mich zu entscheiden. Ich bin meinem Bauchgefühl gefolgt, und wusste schnell, das ist genau das Richtige, auch wenn meine Eltern anfangs fassungslos waren", lacht Ricarda Skibbe.
Ebenso kurz entschlossen kam die heute 40-jährige Handwerkerin zu ihrem Betrieb in Hannover. Als die 1874 gegründete renommierte Firma Heinrich Mensing 1995 verkauft werden sollte, hatte sie nach einem Tag den Bankkredit in der Tasche und nach zwei Tagen den Kaufvertrag unterschrieben. „Es war eine einmalige Chance und ich wollte sie nutzen, obwohl ich nicht wusste, wie man ein Unternehmen führt", erinnert sich die Steinbildhauermeisterin.
Dass sie sich alles schnell und hart erkämpft hat, liegt in ihrer Natur. Mit nur einer Bürokraft angefangen, stellte sie die fünf Mitarbeiter der Firma Mensing rasch wieder ein. „Ich habe zuerst alles selber gemacht. Böden aufgestemmt, Mörtel geschleppt und Treppen verfugt, bis meine männlichen Mitarbeiter wussten: `Die kann das´", erinnert sich Ricarda Skibbe. Nachdem das klargestellt war, trugen alle Mitarbeiter motiviert die Anfangsschwierigkeiten einer Betriebsübernahme mit. Die Aufträge, Küchen, Bäder, Treppen und Grabmale aus Naturstein, kamen quasi von allein. „Erst 2002 kam ein Einbruch aufgrund der schwachen Konjunktur. Ich musste mir als Unternehmerin neue Nischen suchen, um genügend Umsatz zu machen", sagt die einzige weibliche Inhaberin eines Steinmetzbetriebes in der Region Hannover.
"Wir bieten allerhöchste handwerkliche Qualität, für jeden Bereich individuelle Einzelanfertigungen aus jedem Naturstein, den der Kunde will. Auch für die ausgefallendsten und schwierigsten Aufträge finden wir eine Lösung. Das spricht sich herum", sagt Skibbe stolz. So hat sie sich Stück für Stück auch im Bereich der Bildhauerei einen Namen gemacht hat. 2002 war sie zum internationalen Bildhauersymposium in Obernkirchen angenommen worden - eine große Auszeichnung in der Steinmetzszene. Portraitskulpturen und Skulpturen für den Garten- und Landschaftsbau werden seitdem immer öfter nachgefragt. Aber auch im nichtkünstlerischen Bereich hält die Unternehmerin nach neuen Auftragschancen die Augen offen. So haben sie und ein Mitarbeiter sich in der Mauerwerkstrockenlegung weitergebildet und erwarten daher bei Restaurierungsaufträgen in den nächsten Jahren ein Umsatzplus.
Für die Zukunft hat die gewiefte Unternehmerin noch eine weitere Idee entwickelt, um das umsatzschwache Winterhalbjahr zu beleben. Sie will Seminare und Workshops in Bildhauerei anbieten, in denen sie neben der Weitergabe ihres fachlichen Wissens vor allem die Faszination des Werkstoffs Stein vermitteln will. (see, 19.05.2008)
Eigentlich wollte Ricarda Skibbe Dolmetscherin werden. Bis sie in Brüssel einen Steinbildhauermeister kennenlernte und sich von Material und Arbeiten begeistern ließ. Vier Wochen wollte sie in seiner Werkstatt zur Probe arbeiten, um ihre Begabung zu testen. Aber schon nach drei Wochen hatte sie ihren Ausbildungsvertrag zur Steinmetzin/Steinbildhauerin unterschrieben. „Ich habe nie Angst gehabt, mich zu entscheiden. Ich bin meinem Bauchgefühl gefolgt, und wusste schnell, das ist genau das Richtige, auch wenn meine Eltern anfangs fassungslos waren", lacht Ricarda Skibbe.
Ebenso kurz entschlossen kam die heute 40-jährige Handwerkerin zu ihrem Betrieb in Hannover. Als die 1874 gegründete renommierte Firma Heinrich Mensing 1995 verkauft werden sollte, hatte sie nach einem Tag den Bankkredit in der Tasche und nach zwei Tagen den Kaufvertrag unterschrieben. „Es war eine einmalige Chance und ich wollte sie nutzen, obwohl ich nicht wusste, wie man ein Unternehmen führt", erinnert sich die Steinbildhauermeisterin.
Dass sie sich alles schnell und hart erkämpft hat, liegt in ihrer Natur. Mit nur einer Bürokraft angefangen, stellte sie die fünf Mitarbeiter der Firma Mensing rasch wieder ein. „Ich habe zuerst alles selber gemacht. Böden aufgestemmt, Mörtel geschleppt und Treppen verfugt, bis meine männlichen Mitarbeiter wussten: `Die kann das´", erinnert sich Ricarda Skibbe. Nachdem das klargestellt war, trugen alle Mitarbeiter motiviert die Anfangsschwierigkeiten einer Betriebsübernahme mit. Die Aufträge, Küchen, Bäder, Treppen und Grabmale aus Naturstein, kamen quasi von allein. „Erst 2002 kam ein Einbruch aufgrund der schwachen Konjunktur. Ich musste mir als Unternehmerin neue Nischen suchen, um genügend Umsatz zu machen", sagt die einzige weibliche Inhaberin eines Steinmetzbetriebes in der Region Hannover.
"Wir bieten allerhöchste handwerkliche Qualität, für jeden Bereich individuelle Einzelanfertigungen aus jedem Naturstein, den der Kunde will. Auch für die ausgefallendsten und schwierigsten Aufträge finden wir eine Lösung. Das spricht sich herum", sagt Skibbe stolz. So hat sie sich Stück für Stück auch im Bereich der Bildhauerei einen Namen gemacht hat. 2002 war sie zum internationalen Bildhauersymposium in Obernkirchen angenommen worden - eine große Auszeichnung in der Steinmetzszene. Portraitskulpturen und Skulpturen für den Garten- und Landschaftsbau werden seitdem immer öfter nachgefragt. Aber auch im nichtkünstlerischen Bereich hält die Unternehmerin nach neuen Auftragschancen die Augen offen. So haben sie und ein Mitarbeiter sich in der Mauerwerkstrockenlegung weitergebildet und erwarten daher bei Restaurierungsaufträgen in den nächsten Jahren ein Umsatzplus.
Für die Zukunft hat die gewiefte Unternehmerin noch eine weitere Idee entwickelt, um das umsatzschwache Winterhalbjahr zu beleben. Sie will Seminare und Workshops in Bildhauerei anbieten, in denen sie neben der Weitergabe ihres fachlichen Wissens vor allem die Faszination des Werkstoffs Stein vermitteln will. (see, 19.05.2008)
online seit 19. Mai 2008, aktualisiert am 19. Mai 2008
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