Erfolgreiche Ausbildung unterstützen - Ausbildungsabbrüche vermeiden!
Hannover, 29. Mai 2008.- Nahezu jede vierte Berufsausbildung wird vor Ende der Ausbildung und damit ohne Abschluss abgebrochen. Um hier gegenzusteuern und erfolgreiche Ausbildung wirkungsvoll zu unterstützen, haben die Handwerkskammer Hannover, die Landeshauptstadt Hannover, die Region Hannover und die JobCenter in Hannover im Jahr 2005 das Projekt "Im Lot!" ins Leben gerufen.
¿Angesichts des demografischen Wandels, der sich immer deutlicher abzeichnet, kann es sich das Handwerk nicht leisten, junge Menschen, die zum Teil mühsam für eine Karriere im Handwerk gewonnen wurden, nach wenigen Monaten wieder zu verlieren, ohne dass die Lehre abgeschlossen wird," erklärte Handwerkskammerpräsident Walter Heitmüller jetzt in Nienburg, wo das Projekt seit Oktober 2007 ebenfalls durchgeführt wird. „Wir sind daher sehr froh, dass der Arbeitsmarktservice Nienburg dieses Projekt finanziell unterstützt und dass die Kreishandwerkerschaft Nienburg uns ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellt."
Auch Kreishandwerksmeister Thomas Gehre freut sich, dass das Projekt „Im Lot!" jetzt im Haus des Handwerks in Nienburg beheimatet ist. "Ausbildungsplatzabbrüche kosten die Wirtschaft viel Geld und demotivieren Auszubildende und Ausbilder gleichermaßen," stellte er fest. Daher sei es gut, wenn mit einem Projekt wie „Im Lot!" Ausbildungsplatzabbrüche so weit wie möglich minimiert werden können.
Das Projekt „Im Lot!", das von der Pädagogin und Tischlermeisterin Dr. Sonja König betreut wird, entwickelt präventive Methoden, Maßnahmen und Hilfsmittel, um Ausbildungsverhältnisse stabil und erfolgreich zu machen. Es richtet sich an Betriebe, Auszubildende, Eltern und Berufsbildende Schulen. Angeboten werden unter anderem Unterrichtseinheiten in berufsbildenden Schulen zur Vorbereitung auf den Ausbildungsalltag sowie Veranstaltungen für Ausbildungsbetriebe, zur Konflikterkennung und Konfliktlösung. Einmal pro Woche (dienstags von 13-16 Uhr) findet darüber hinaus eine Sprechstunde im Servicezentrum Nienburg der Kreishandwerkerschaft Diepholz/Nienburg statt.
Zu Schuljahresbeginn 2007 startete das Projekt „Im Lot!" an der Berufsbildenden Schule in Nienburg in vier Fachklassen des ersten Ausbildungsjahres der Friseur/innen, Fleischer/innen, Bäcker/innen, Fachverkäufer/innen im Lebensmittelhandwerk sowie der Maler und Lackierer/innen. Insgesamt 75 Schülerinnen und Schülern nahmen an den Unterrichtseinheiten zur Vorbereitung auf den beruflichen Alltag teil. Sie erhielten Informationen über die Erwartungen der Ausbildungsbetriebe und über die Rechtssituation in der Ausbildung und wurden in Gesprächsführung geschult. Zusätzlich wurden ca. 35 Schüler in den Klassen des BGJ Bau auf die Unterzeichnung ihres Ausbildungsvertrages vorbereitet und über die Rechte und Pflichten in der Ausbildung aufgeklärt.
Das Projekt „Im Lot!" richtet sich aber auch an Ausbildungsbetriebe. 25 Ausbildungsbetriebe des Landkreises Nienburg nahmen an einem halbtätigen Workshop teil und lernten, wie man die Ausbildung besser strukturiert, wie man besser mit seinen Auszubildenden kommunizieren kann, wie man Konflikte löst und welche Mittel und Wege es zur Motivation im Ausbildungsalltag gibt.
Durch diese gezielte Schulung sollen Stolpersteine in der Ausbildung minimiert werden. So steigen die Chancen, dass die Ausbildung letztlich erfolgreich verläuft. Davon ist auch Carsten Benkel, leitender Mitarbeiter der Firma Bosold Haustechnik aus Nienburg überzeugt, in der 13 Mitarbeiter und vier Azubis sowie ein Fachoberschüler im Praktikum beschäftigt sind.
Benkel hat an der halbtägigen Blockveranstaltung für Ausbildungsbetriebe teilgenommen, weil er der festen Meinung ist, dass das Unternehmen, in dem er arbeitet, nur dann florieren kann, wenn es qualifizierte Fachkräfte beschäftigt. „Wir können uns Ausbildungsplatzabbrüche nicht leisten," betonte er. „Das Projekt „Im Lot!" ist eine gute Sache, denn es hat uns noch einmal deutlich gemacht, wo die Konfliktpotentiale liegen und wie man sie vermeiden kann."
Seit Projektbeginn in Nienburg wurden außerdem rund 70 Beratungsgespräche mit Auszubildenden und Betrieben geführt. Neben telefonischen Beratungen gewinnen dabei persönliche Gespräche, die in den Räumen der Kreishandwerkerschaft in Nienburg geführt werden können, an Bedeutung.
Alles in allem - davon ist Projektleiterin Dr. Sonja König überzeugt - kann man bereits heute sagen, dass „Im Lot!" im Landkreis Nienburg gut angenommen wird. Sowohl Auszubildende und Ausbilder aber auch Lehrkräfte und Sozialpädagogen an berufsbildenden Schulen haben in Veranstaltungsevaluationen die Notwendigkeit eines solchen Angebots, das sowohl präventive, vorbereitende als auch intervenierende und begleitende Aspekte der Konfliktberatung und Konfliktreduzierung berücksichtigt und vereint, immer wieder betont.
Auch Daniela Meyer, Teamleiterin im Jobcenter Nienburg, ist nach sieben Monaten mehr denn je davon überzeugt, dass das Projekt auf einem guten Weg ist und funktioniert. Das vordringliche Ziel des Arbeitsmarktservice im Landkreis Nienburg ist es, junge Menschen in Ausbildung zu bringen. „Derzeit werden im Bereich des Arbeitsmarktservice Nienburg (Gebiet des Landkreises Nienburg) insgesamt 1.718 Jugendliche (15- 24 Jahre) betreut, davon sind 267 Jugendliche arbeitslos, 229 Jugendliche suchen in 2008 einen Ausbildungsplatz," so Meyer. Sie ist sich sicher, dass über die konstruktive Netzwerkarbeit und die gute Zusammenarbeit mit den Betrieben wirklich Fortschritte erreicht werden können. Das Projekt „Im Lot!" sei vor allem auch für schwächere Bewerberinnen und Bewerber wichtig und natürlich für die Betriebe, die dringend Fachkräftenachwuchs suchen, sowie für die Gesellschaft, die diesen jungen Menschen eine Aufgabe durch Ausbildung ermöglicht - erklärte sie.
Insbesondere die Nachhaltigkeit sei bei den jungen Menschen immer wieder Thema. Hier gelte es, zwei Hürden zu überwinden: Zunächst müsse ein Ausbildungsplatz gefunden werden. Dann gehe es vor allem darum, diesen Ausbildungsplatz auch zu behalten und erfolgreich eine Ausbildung abschließen. „Hier setzt das Projekt an," so Meyer.„Daher sei es für den Arbeitsmarktservice von besonderem Interesse, denn ohne entsprechende Hilfestellungen wären die jungen Menschen nach einem Ausbildungsabbruch schnell wieder auf staatliche Leistungen angewiesen.
Im Projekt „Im Lot!" stehen daher vor allem auch die sogenannten Altbewerber und Altbewerberinnen im Fokus, junge Menschen, die teilweise über mehrere Jahre erfolglos eine Ausbildung suchen und dann natürlich eine Begleitung brauchen und einen Betrieb, der auf die besonderen Bedürfnisse dieser zum Teil mit besonderen Vermittlungshemmnissen behafteten Jugendlichen eingeht. Das Projekt „Im Lot" stellt hier ein Bindeglied zwischen dem Jugendlichen und dem Betrieb dar, das dabei unterstützen soll, die Jugendlichen in der zum Teil mühsam gewonnenen Ausbildungsstelle zu halten und somit die Chancen auf eine dauerhafte Integration in das Erwerbsleben zu ermöglichen.
¿Angesichts des demografischen Wandels, der sich immer deutlicher abzeichnet, kann es sich das Handwerk nicht leisten, junge Menschen, die zum Teil mühsam für eine Karriere im Handwerk gewonnen wurden, nach wenigen Monaten wieder zu verlieren, ohne dass die Lehre abgeschlossen wird," erklärte Handwerkskammerpräsident Walter Heitmüller jetzt in Nienburg, wo das Projekt seit Oktober 2007 ebenfalls durchgeführt wird. „Wir sind daher sehr froh, dass der Arbeitsmarktservice Nienburg dieses Projekt finanziell unterstützt und dass die Kreishandwerkerschaft Nienburg uns ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellt."
Auch Kreishandwerksmeister Thomas Gehre freut sich, dass das Projekt „Im Lot!" jetzt im Haus des Handwerks in Nienburg beheimatet ist. "Ausbildungsplatzabbrüche kosten die Wirtschaft viel Geld und demotivieren Auszubildende und Ausbilder gleichermaßen," stellte er fest. Daher sei es gut, wenn mit einem Projekt wie „Im Lot!" Ausbildungsplatzabbrüche so weit wie möglich minimiert werden können.
Das Projekt „Im Lot!", das von der Pädagogin und Tischlermeisterin Dr. Sonja König betreut wird, entwickelt präventive Methoden, Maßnahmen und Hilfsmittel, um Ausbildungsverhältnisse stabil und erfolgreich zu machen. Es richtet sich an Betriebe, Auszubildende, Eltern und Berufsbildende Schulen. Angeboten werden unter anderem Unterrichtseinheiten in berufsbildenden Schulen zur Vorbereitung auf den Ausbildungsalltag sowie Veranstaltungen für Ausbildungsbetriebe, zur Konflikterkennung und Konfliktlösung. Einmal pro Woche (dienstags von 13-16 Uhr) findet darüber hinaus eine Sprechstunde im Servicezentrum Nienburg der Kreishandwerkerschaft Diepholz/Nienburg statt.
Zu Schuljahresbeginn 2007 startete das Projekt „Im Lot!" an der Berufsbildenden Schule in Nienburg in vier Fachklassen des ersten Ausbildungsjahres der Friseur/innen, Fleischer/innen, Bäcker/innen, Fachverkäufer/innen im Lebensmittelhandwerk sowie der Maler und Lackierer/innen. Insgesamt 75 Schülerinnen und Schülern nahmen an den Unterrichtseinheiten zur Vorbereitung auf den beruflichen Alltag teil. Sie erhielten Informationen über die Erwartungen der Ausbildungsbetriebe und über die Rechtssituation in der Ausbildung und wurden in Gesprächsführung geschult. Zusätzlich wurden ca. 35 Schüler in den Klassen des BGJ Bau auf die Unterzeichnung ihres Ausbildungsvertrages vorbereitet und über die Rechte und Pflichten in der Ausbildung aufgeklärt.
Das Projekt „Im Lot!" richtet sich aber auch an Ausbildungsbetriebe. 25 Ausbildungsbetriebe des Landkreises Nienburg nahmen an einem halbtätigen Workshop teil und lernten, wie man die Ausbildung besser strukturiert, wie man besser mit seinen Auszubildenden kommunizieren kann, wie man Konflikte löst und welche Mittel und Wege es zur Motivation im Ausbildungsalltag gibt.
Durch diese gezielte Schulung sollen Stolpersteine in der Ausbildung minimiert werden. So steigen die Chancen, dass die Ausbildung letztlich erfolgreich verläuft. Davon ist auch Carsten Benkel, leitender Mitarbeiter der Firma Bosold Haustechnik aus Nienburg überzeugt, in der 13 Mitarbeiter und vier Azubis sowie ein Fachoberschüler im Praktikum beschäftigt sind.
Benkel hat an der halbtägigen Blockveranstaltung für Ausbildungsbetriebe teilgenommen, weil er der festen Meinung ist, dass das Unternehmen, in dem er arbeitet, nur dann florieren kann, wenn es qualifizierte Fachkräfte beschäftigt. „Wir können uns Ausbildungsplatzabbrüche nicht leisten," betonte er. „Das Projekt „Im Lot!" ist eine gute Sache, denn es hat uns noch einmal deutlich gemacht, wo die Konfliktpotentiale liegen und wie man sie vermeiden kann."
Seit Projektbeginn in Nienburg wurden außerdem rund 70 Beratungsgespräche mit Auszubildenden und Betrieben geführt. Neben telefonischen Beratungen gewinnen dabei persönliche Gespräche, die in den Räumen der Kreishandwerkerschaft in Nienburg geführt werden können, an Bedeutung.
Alles in allem - davon ist Projektleiterin Dr. Sonja König überzeugt - kann man bereits heute sagen, dass „Im Lot!" im Landkreis Nienburg gut angenommen wird. Sowohl Auszubildende und Ausbilder aber auch Lehrkräfte und Sozialpädagogen an berufsbildenden Schulen haben in Veranstaltungsevaluationen die Notwendigkeit eines solchen Angebots, das sowohl präventive, vorbereitende als auch intervenierende und begleitende Aspekte der Konfliktberatung und Konfliktreduzierung berücksichtigt und vereint, immer wieder betont.
Auch Daniela Meyer, Teamleiterin im Jobcenter Nienburg, ist nach sieben Monaten mehr denn je davon überzeugt, dass das Projekt auf einem guten Weg ist und funktioniert. Das vordringliche Ziel des Arbeitsmarktservice im Landkreis Nienburg ist es, junge Menschen in Ausbildung zu bringen. „Derzeit werden im Bereich des Arbeitsmarktservice Nienburg (Gebiet des Landkreises Nienburg) insgesamt 1.718 Jugendliche (15- 24 Jahre) betreut, davon sind 267 Jugendliche arbeitslos, 229 Jugendliche suchen in 2008 einen Ausbildungsplatz," so Meyer. Sie ist sich sicher, dass über die konstruktive Netzwerkarbeit und die gute Zusammenarbeit mit den Betrieben wirklich Fortschritte erreicht werden können. Das Projekt „Im Lot!" sei vor allem auch für schwächere Bewerberinnen und Bewerber wichtig und natürlich für die Betriebe, die dringend Fachkräftenachwuchs suchen, sowie für die Gesellschaft, die diesen jungen Menschen eine Aufgabe durch Ausbildung ermöglicht - erklärte sie.
Insbesondere die Nachhaltigkeit sei bei den jungen Menschen immer wieder Thema. Hier gelte es, zwei Hürden zu überwinden: Zunächst müsse ein Ausbildungsplatz gefunden werden. Dann gehe es vor allem darum, diesen Ausbildungsplatz auch zu behalten und erfolgreich eine Ausbildung abschließen. „Hier setzt das Projekt an," so Meyer.„Daher sei es für den Arbeitsmarktservice von besonderem Interesse, denn ohne entsprechende Hilfestellungen wären die jungen Menschen nach einem Ausbildungsabbruch schnell wieder auf staatliche Leistungen angewiesen.
Im Projekt „Im Lot!" stehen daher vor allem auch die sogenannten Altbewerber und Altbewerberinnen im Fokus, junge Menschen, die teilweise über mehrere Jahre erfolglos eine Ausbildung suchen und dann natürlich eine Begleitung brauchen und einen Betrieb, der auf die besonderen Bedürfnisse dieser zum Teil mit besonderen Vermittlungshemmnissen behafteten Jugendlichen eingeht. Das Projekt „Im Lot" stellt hier ein Bindeglied zwischen dem Jugendlichen und dem Betrieb dar, das dabei unterstützen soll, die Jugendlichen in der zum Teil mühsam gewonnenen Ausbildungsstelle zu halten und somit die Chancen auf eine dauerhafte Integration in das Erwerbsleben zu ermöglichen.
Ansprechpartnerin für die Medien:
Dr. Sabine Wilp
online seit 29. Mai 2008, aktualisiert am 30. Mai 2008
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