Natürlich Lehm

Hannoversche AltstadtLupe
Denkmalgeschützte Fassaden mit dem ursprünglichen Material Lehm neu verputzen und gleichzeitig energetisch sanieren, das ist die Spezialität von Georgios Schade. Damit bietet er mit seinem Betrieb, der SMB Baugestaltungs GmbH, bei der Altbausanierung eine kostengünstige Alternative auf hohem ökologischen und ästhetischen Niveau.

Georgios Schade arbeitet zurzeit an einem anspruchsvollen Projekt. Mit seinen Mitarbeitern saniert er drei historische Fachwerkhäuser in der hannoverschen Altstadt. Bei den Gebäuden aus dem 17. Jahrhundert sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen vonnöten, die mit einer energetischen Wärmedämmung kombiniert werden. Und genau das ist die Spezialität der SMB Baugestaltungs GmbH in Seelze.

"Seit Jahren verarbeiten wir immer mehr Lehmputze bei der Sanierung historischer Gebäude. Wenn der Altbau auch wärmegedämmt werden soll, haben wir gute Erfahrungen mit der Kombination von Lehmputz und Mineraldämmplatten gemacht", erläutert Schade, der den Baubetrieb seit 1994 mit Christian Miete-Borghart leitet.

Lehm ist ein völlig natürliches Produkt und wird in der heutigen Zeit wieder entdeckt - aus gutem Grund, denn er bietet viele Vorteile. „Der größte Vorteil liegt im perfekten Raumklima. Lehm kann Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben und sogar Schadstoffe binden. Außerdem entzieht Lehm dem Fachwerkholz Feuchtigkeit, so dass das Holz quasi auf natürlichem Wege konserviert wird", erläutert Schade.
In der hannoverschen Altstadt haben er und sein Team die alte tragfähige Lehmschicht freigelegt und eine, mit Schilfplatten, acht Zentimeter dicken Mineraldämmplatten und zwei Schichten Lehmputz zweite Wand aufgebaut.

"Diese Methode ist zwar teurer als andere Innendämmungen, aber nur so wird der Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes erhalten und langfristig holt der Eigentümer durch die Energieeinsparung einen Großteil der Kosten wieder rein", weiß Schade.

Wenn der Unternehmer nicht selbst Hand anlegt oder Aufträge für seine 20 Mitarbeiter akquiriert, berät er Architekten und Denkmalschützer oder hält Vorträge zum Thema Lehmbau, denn bauphysikalisch gilt es auf diesem Gebiet einige Besonderheiten zu beachten. Auch auf Messen und Märkten wirbt er für das Material Lehm, um das Image des Lehmbaus langsam zu verbessern. Seine über 20-jähige Erfahrung mit diesem zugleich alten und neuen Baustoff beschert ihm erhebliche Wettbewerbsvorteile, denn „die Praxis zeigt zum Teil ganz andere Phänomene als in der Theorie beschrieben werden." (see, 11.06.2008)

online seit 11. Jun 2008, aktualisiert am 11. Jun 2008

Seite empfehlen

Um diese Seite jemandem weiter zu empfehlen, füllen Sie bitte dieses Formular aus:

 
 

* Pflichtfeld

Kundenlogin

Das Handwerk - Original Logo