Bilanz 2004: Trotz steigender Betriebszahlen gingen Umsätze und Erträge weiter zurück
Hannover, 11. Mai 2005.- Die Bilanz 2004 fällt für das Handwerk im Kammerbezirk Hannover nicht positiv aus. Zwar ist die Zahl der Betriebe um 3,3 % auf 16.384 angestiegen. Allerdings: auch 2004 gingen Umsätze und Erträge weiter zurück. Der Umsatz des Handwerks im Kammerbezirk Hannover betrug im vergangenen Jahr 6,79 Mrd. Euro. Das bedeutet eine Umsatzeinbuße von 2,1% im Vergleich zum Vorjahr (6,94 Mrd. Euro).
Darüber hinaus hat das Handwerk 2004 erneut Fachkräfte verloren. Bei der letzten Handwerkszählung in den 90er Jahren waren es bundesweit noch sieben Millionen Beschäftigte. Zum Jahresende 2004 sank diese Zahl auf knapp fünf Millionen. Im Kammerbezirk Hannover ging die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 % auf derzeit rd. 108.800 Beschäftigte zurück.
„Die Zahlen machen eines ganz deutlich: der Wettbewerbsdruck hat weiter zugenommen, und längst nicht alle Handwerksunternehmen waren dieser Entwicklung gewachsen,“ stellte der Präsident der Handwerkskammer Hannover, Walter Heitmüller, bei der Frühjahrsvollversammlung der Kammer fest. Dabei wies er darauf hin, dass die Ursache für diese Entwicklungen nicht nur in der unverändert schlechten konjunkturellen Lage zu suchen sei. Auch die Novelle der Handwerksordnung, die EU-Osterweiterung und die Neuregelungen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik hätten die Rahmenbedingungen für die kleinen und mittelständischen Handwerksbetriebe nicht verbessert, sondern zur Verschärfung des Wettbewerbs beigetragen.
Das mache der Blick in die Betriebsstatistik mehr als deutlich. Rein statistisch gesehen habe das Handwerk im Betriebsbestand zugelegt. Vordergründig könnte man das als eine positive Entwicklung ansehen. Aber wenn man genauer hinschaue, dann werde deutlich, dass viele traditionsreiche Familienunternehmen vom Markt verschwunden und dafür nur kleine Betriebe und Kleinstunternehmen neu hinzugekommen seien. Heitmüller wies darauf hin, dass der Zuwachs bei den Betriebszahlen aus einem starken Zulauf in den zulassungsfreien Handwerken resultiere und sich vor allem auf einige wenige Gewerke der baunahen Handwerke und des Dienstleistungsgewerbes konzentriere.
Der mit Abstand stärkste Anstieg der Betriebszahlen sei bei den Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern sowie bei den Gebäudereinigern zu beobachten. Verschärfend komme hinzu, dass seit der EU-Osterweiterung am 01. Mai 2004 polnische Staatsbürger verstärkt die Möglichkeit genutzt hätten, sich in Deutschland in einem zulassungsfreien Handwerk eintragen zu lassen und zu Dumpingpreisen auf dem deutschen Markt weitgehend unkontrolliert und unkontrollierbar ihre Dienstleistungen anzubieten. Damit werden nach Ansicht des Kammerpräsidenten die Übergangsbestimmungen bei der Arbeitnehmerfreizügigkeit und in bei der Dienstleistungsfreiheit massiv unterlaufen. Mit negativen Konsequenzen für den deutschen Arbeitsmarkt. Aus Sicht des Handwerks sei es daher allerhöchste Zeit, dass die Bundesregierung hier nachbessere und den Handwerkskammern unverzüglich ein gesetzliches Instrumentarium zur Verfügung stelle, das eine effektive Bekämpfung dieser negativen Tendenzen ermögliche.
Auch der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, Dipl.-Kfm. Jans-Paul Ernsting, machte in seinem Bericht deutlich, dass das Jahr 2004 für das Handwerk besonders schwierig gewesen sei. Umso wichtiger sei es, dass die Handwerkskammer Hannover als Selbstverwaltungseinrichtung der Wirtschaft die Herausforderungen rechtzeitig angenommen und begonnen habe, ihre Strukturen anzupassen und zu modernisieren, um ihre Flexibilität, die Wirtschaftlichkeit und die Kundenorientierung weiter zu verbessern. Ausdruck dieser Restrukturierungen sei unter anderem die Einführung neuer Dienstleistungen wie HWK Personalserivce und HWK Ausbildungsplatzvermittlung, mit denen die Kammer ihre Mitgliedsbetriebe bei der Beschaffung qualifizierter Nachwuchs- und Fachkräfte unterstützen wolle. Darüber hinaus werde die Kammer verstärkt in Projekten aktiv, um neue aussichtsreiche Marktfelder für ihre Mitglieder zu entdecken und zu erschließen.
In seinem Jahresbericht wies Ernsting abschließend darauf hin, dass es seit 1991 gelungen sei, die Beitragssituation im Bereich der Handwerkskammer Hannover stabil zu halten. Mit einem Grundbeitrag von 80 Euro erhebe die Handwerkskammer Hannover einen der niedrigsten Kammerbeiträge bundesweit. Der Anteil des Beitrages am Budget betrage lediglich 29 %. Auch für 2005 seien keine Beitragserhöhungen geplant.
Darüber hinaus hat das Handwerk 2004 erneut Fachkräfte verloren. Bei der letzten Handwerkszählung in den 90er Jahren waren es bundesweit noch sieben Millionen Beschäftigte. Zum Jahresende 2004 sank diese Zahl auf knapp fünf Millionen. Im Kammerbezirk Hannover ging die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 % auf derzeit rd. 108.800 Beschäftigte zurück.
„Die Zahlen machen eines ganz deutlich: der Wettbewerbsdruck hat weiter zugenommen, und längst nicht alle Handwerksunternehmen waren dieser Entwicklung gewachsen,“ stellte der Präsident der Handwerkskammer Hannover, Walter Heitmüller, bei der Frühjahrsvollversammlung der Kammer fest. Dabei wies er darauf hin, dass die Ursache für diese Entwicklungen nicht nur in der unverändert schlechten konjunkturellen Lage zu suchen sei. Auch die Novelle der Handwerksordnung, die EU-Osterweiterung und die Neuregelungen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik hätten die Rahmenbedingungen für die kleinen und mittelständischen Handwerksbetriebe nicht verbessert, sondern zur Verschärfung des Wettbewerbs beigetragen.
Das mache der Blick in die Betriebsstatistik mehr als deutlich. Rein statistisch gesehen habe das Handwerk im Betriebsbestand zugelegt. Vordergründig könnte man das als eine positive Entwicklung ansehen. Aber wenn man genauer hinschaue, dann werde deutlich, dass viele traditionsreiche Familienunternehmen vom Markt verschwunden und dafür nur kleine Betriebe und Kleinstunternehmen neu hinzugekommen seien. Heitmüller wies darauf hin, dass der Zuwachs bei den Betriebszahlen aus einem starken Zulauf in den zulassungsfreien Handwerken resultiere und sich vor allem auf einige wenige Gewerke der baunahen Handwerke und des Dienstleistungsgewerbes konzentriere.
Der mit Abstand stärkste Anstieg der Betriebszahlen sei bei den Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern sowie bei den Gebäudereinigern zu beobachten. Verschärfend komme hinzu, dass seit der EU-Osterweiterung am 01. Mai 2004 polnische Staatsbürger verstärkt die Möglichkeit genutzt hätten, sich in Deutschland in einem zulassungsfreien Handwerk eintragen zu lassen und zu Dumpingpreisen auf dem deutschen Markt weitgehend unkontrolliert und unkontrollierbar ihre Dienstleistungen anzubieten. Damit werden nach Ansicht des Kammerpräsidenten die Übergangsbestimmungen bei der Arbeitnehmerfreizügigkeit und in bei der Dienstleistungsfreiheit massiv unterlaufen. Mit negativen Konsequenzen für den deutschen Arbeitsmarkt. Aus Sicht des Handwerks sei es daher allerhöchste Zeit, dass die Bundesregierung hier nachbessere und den Handwerkskammern unverzüglich ein gesetzliches Instrumentarium zur Verfügung stelle, das eine effektive Bekämpfung dieser negativen Tendenzen ermögliche.
Auch der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, Dipl.-Kfm. Jans-Paul Ernsting, machte in seinem Bericht deutlich, dass das Jahr 2004 für das Handwerk besonders schwierig gewesen sei. Umso wichtiger sei es, dass die Handwerkskammer Hannover als Selbstverwaltungseinrichtung der Wirtschaft die Herausforderungen rechtzeitig angenommen und begonnen habe, ihre Strukturen anzupassen und zu modernisieren, um ihre Flexibilität, die Wirtschaftlichkeit und die Kundenorientierung weiter zu verbessern. Ausdruck dieser Restrukturierungen sei unter anderem die Einführung neuer Dienstleistungen wie HWK Personalserivce und HWK Ausbildungsplatzvermittlung, mit denen die Kammer ihre Mitgliedsbetriebe bei der Beschaffung qualifizierter Nachwuchs- und Fachkräfte unterstützen wolle. Darüber hinaus werde die Kammer verstärkt in Projekten aktiv, um neue aussichtsreiche Marktfelder für ihre Mitglieder zu entdecken und zu erschließen.
In seinem Jahresbericht wies Ernsting abschließend darauf hin, dass es seit 1991 gelungen sei, die Beitragssituation im Bereich der Handwerkskammer Hannover stabil zu halten. Mit einem Grundbeitrag von 80 Euro erhebe die Handwerkskammer Hannover einen der niedrigsten Kammerbeiträge bundesweit. Der Anteil des Beitrages am Budget betrage lediglich 29 %. Auch für 2005 seien keine Beitragserhöhungen geplant.
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online seit 27. Feb 2006, aktualisiert am 27. Feb 2006
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