Umweltzone in Hannover belastet das Handwerk
Hannover, 20. Oktober 2008.- Am 01. Januar 2009 wurde in der niedersächsischen Landeshauptstadt eine Umweltzone mit den deutschlandweit restriktivsten Fahrverboten eingerichtet. Dies hat erhebliche Konsequenzen für den gewerblichen Verkehr. Das zeigen die Ergebnisse einer Online-Umfrage, die die Handwerkskammer Hannover im Juli und August 2008 durchgeführt hat.
"Der Bürger wird massiv belastet, Fahrzeuge werden entwertet und der Nutzen für die Umwelt ist äußerst fragwürdig," so lautet das vernichtende Urteil eines Handwerkers, der sich an der Online-Umfrage beteiligt hat. Damit steht er nicht allein. Fast alle Teilnehmer der Umfrage sehen die Umweltzone äußerst kritisch. Viele sind gezwungen, neue Fahrzeuge zu kaufen oder ihre alten umrüsten zu lassen - sofern das überhaupt möglich ist. Die dafür notwendigen Investitionen sind nach Angaben der Betriebsinhaber häufig Existenz bedrohend.
Die Handwerkskammer Hannover fordert daher, die Auswirkungen der Umweltzone spätestens Anfang 2009 zu untersuchen. Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, stellt dabei unmissverständlich klar: „Sollte sich dabei herausstellen, dass sich die Feinstaubbelastung nicht entscheidend reduziert hat, dann sollten die im Luftreinhalte-Aktionsplan festgeschriebenen Fahrverbote aufgehoben und nach effektiveren Mitteln gesucht werden."
Insgesamt beteiligten sich 380 Betriebe mit einem Fuhrpark von 1.332 Fahrzeugen an der Umfrage. 84 % der Betriebe gaben an, von der Umweltzone betroffen zu sein. 43 % der gemeldeten Fahrzeuge fallen in die Kategorie PKW. Rund die Hälfte (51 %) zählen zu den leichten Nutzfahrzeugen bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Nur 6 % fallen in die Kategorie Nutzfahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.
Erschreckendes Ergebnis der Online-Umfrage: 30 % der PKW, die in den Betrieben eingesetzt werden, dürfen ab 2010 nicht mehr in der Umweltzone fahren, weil sie die Voraussetzungen nicht erfüllen. Noch schlechter sieht es bei den leichten Nutzfahrzeugen aus. Hier haben fast 70 % der Fahrzeuge keine grüne Plakette erhalten und werden ab 2010 vom Fahrverbot betroffen sein. Bei den Nutzfahrzeugen mit mehr als 3,5 Tonnen sind es sogar 88 %, die die ab 2010 geltenden Euro-Normen nicht erfüllen.
Insgesamt haben weniger als die Hälfte der Fahrzeuge (47,2 %) eine grüne Plakette erhalten und dürfen damit auch 2010 noch in der Umweltzone fahren. 17,4 % verfügen über eine rote Plakette. Für sie tritt Ende 2008 das Fahrverbot in Kraft. 24,2 % sind mit einer gelben Plakette gekennzeichnet und haben damit freie Fahrt bis Ende 2009. Für 11,2 % der Fahrzeuge war mit der Einführung der Umweltzone bereits in diesem Jahr Schluss. Sie erfüllten nicht einmal die Abgasnorm für die rote Plakette.
Hochgerechnet auf alle Mitgliedsbetriebe erwartet die Handwerkskammer Hannover, dass ab 2010 rund 6500 Handwerksfahrzeuge in Hannover stillstehen müssen. Dies ist umso ärgerlicher, weil ein Gutachten des Gewerbeaufsichtsamtes Hildesheim festgestellt hat, dass die Feinstaubbelastung durch Fahrverbote so gut wie gar nicht verringert wird und die Belastung nach Einführung der Fahrverbote um weniger als ein Prozent zurückgegangen ist.
"Der Bürger wird massiv belastet, Fahrzeuge werden entwertet und der Nutzen für die Umwelt ist äußerst fragwürdig," so lautet das vernichtende Urteil eines Handwerkers, der sich an der Online-Umfrage beteiligt hat. Damit steht er nicht allein. Fast alle Teilnehmer der Umfrage sehen die Umweltzone äußerst kritisch. Viele sind gezwungen, neue Fahrzeuge zu kaufen oder ihre alten umrüsten zu lassen - sofern das überhaupt möglich ist. Die dafür notwendigen Investitionen sind nach Angaben der Betriebsinhaber häufig Existenz bedrohend.
Die Handwerkskammer Hannover fordert daher, die Auswirkungen der Umweltzone spätestens Anfang 2009 zu untersuchen. Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, stellt dabei unmissverständlich klar: „Sollte sich dabei herausstellen, dass sich die Feinstaubbelastung nicht entscheidend reduziert hat, dann sollten die im Luftreinhalte-Aktionsplan festgeschriebenen Fahrverbote aufgehoben und nach effektiveren Mitteln gesucht werden."
Insgesamt beteiligten sich 380 Betriebe mit einem Fuhrpark von 1.332 Fahrzeugen an der Umfrage. 84 % der Betriebe gaben an, von der Umweltzone betroffen zu sein. 43 % der gemeldeten Fahrzeuge fallen in die Kategorie PKW. Rund die Hälfte (51 %) zählen zu den leichten Nutzfahrzeugen bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Nur 6 % fallen in die Kategorie Nutzfahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.
Erschreckendes Ergebnis der Online-Umfrage: 30 % der PKW, die in den Betrieben eingesetzt werden, dürfen ab 2010 nicht mehr in der Umweltzone fahren, weil sie die Voraussetzungen nicht erfüllen. Noch schlechter sieht es bei den leichten Nutzfahrzeugen aus. Hier haben fast 70 % der Fahrzeuge keine grüne Plakette erhalten und werden ab 2010 vom Fahrverbot betroffen sein. Bei den Nutzfahrzeugen mit mehr als 3,5 Tonnen sind es sogar 88 %, die die ab 2010 geltenden Euro-Normen nicht erfüllen.
Insgesamt haben weniger als die Hälfte der Fahrzeuge (47,2 %) eine grüne Plakette erhalten und dürfen damit auch 2010 noch in der Umweltzone fahren. 17,4 % verfügen über eine rote Plakette. Für sie tritt Ende 2008 das Fahrverbot in Kraft. 24,2 % sind mit einer gelben Plakette gekennzeichnet und haben damit freie Fahrt bis Ende 2009. Für 11,2 % der Fahrzeuge war mit der Einführung der Umweltzone bereits in diesem Jahr Schluss. Sie erfüllten nicht einmal die Abgasnorm für die rote Plakette.
Hochgerechnet auf alle Mitgliedsbetriebe erwartet die Handwerkskammer Hannover, dass ab 2010 rund 6500 Handwerksfahrzeuge in Hannover stillstehen müssen. Dies ist umso ärgerlicher, weil ein Gutachten des Gewerbeaufsichtsamtes Hildesheim festgestellt hat, dass die Feinstaubbelastung durch Fahrverbote so gut wie gar nicht verringert wird und die Belastung nach Einführung der Fahrverbote um weniger als ein Prozent zurückgegangen ist.
Ansprechpartnerin für die Medien
Dr. Sabine Wilp
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online seit 20. Okt 2008, aktualisiert am 10. Dez 2009
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