Die 59. Weihnachtsschau zeigt exquisites Kunsthandwerk und modernes Design
Hannover, 28. November 2008.- Ende November ist es wieder soweit. Dann öffnet in der Handwerksform Hannover die 59. Weihnachtsschau Kunst - Handwerk - Design ihre Tore. Drei Wochen lang wird hier eine Ausstellung der besonderen Art zu bestaunen sein mit kreativen und pfiffigen, handwerklich produzierten Objekten, die sich besonders gut für den Gabentisch eignen. Alle Werkbereiche sind mit exklusiven Unikaten und Kleinserien vertreten: Schmuck, Glas, Keramik, Holz, Metall, Stein, Textil, Papier und Leder.
Wer Wert auf Individuelles und Exklusives legt und zu Weihnachten keine Massenware verschenken möchte, der wird in der Weihnachtsschau, die sich in den letzten Jahren zu einer der umfassendsten Gesamtschauen des gestaltenden Handwerks in Norddeutschland entwickelt hat, bestimmt fündig. Mehr als 100 Kunsthandwerker und Designer präsentieren in der Handwerksform Hannover erlesenes Kunsthandwerk und modernes Design. Rund 10.000 Objekte aus allen Werkbereichen warten auf Schau- und Kauflustige.
Wie in jedem Jahr, so bietet auch die 59. Weihnachtsschau Kunst - Handwerk - Design wieder eine spannende Mischung von „alten" und „neuen" Ausstellern. Zu den Newcomern im Schmuckbereich gehören Marion Heilig aus Berlin, Yasunori Watanuki aus Ulm und Kirsten Wittstruck aus Hannover.
Die Goldschmiedin Marion Heilig, die 2008 mit dem 1. Landespreis für ihre Spiralarmbänder ausgezeichnet wurde, verzichtet bewusst auf kostspielige Materialien und fertigt ihren Schmuck aus Kunststoff, der mit Feingold und Schutzlack überzogen wird. Ihr Schmuck zeichnet sich durch seine Transparenz und die Modernität seiner Gestaltung aus. Der japanische Schmuckkünstler Yasunori Watanuki lebt und arbeitet seit 2001 in Deutschland. Er verleugnet seine japanischen Wurzeln nicht. Unglaublich aufwändig gearbeitet sind seine feinen, zarten Schmuckgebilde, die man wirklich erlebt haben muss. Kühles Metall, das zum lebendigen Handschmeichler wird. Silbergefäße, die zum Berühren einladen, zeigt Kirsten Wittstruck aus Hannover. Die 1973 in München geborene Goldschmiedin arbeitet seit 2004 selbständig in einer Ateliergemeinschaft auf dem Gelände des Kulturvereins Eisfabrik e.V. in Hannover.
Auch im Bereich Keramik gibt es Neues zu sehen. Nicht nur die „schweinischen" Porzellanteller aus der Kollektion „country life" von Belinda Berger (Westerstede) und die mit Gold dekorierten Keramik-Vasen von Ulrike Struck aus Dörentrup, sondern auch beeindruckend große Gefäße mit einer ganz eigenen Formensprache und raffiniert gestalteten Dekors des mehrfach ausgezeichneten Berliner Künstlers Ulrich Schumann.
Wer denkt, dass Leder ein Material ist, aus dem sich vor allem Handtaschen herstellen lassen, der wird von Petra Warneke aus Hannover eines Besseren belehrt. Sie verarbeitet Leder, Pelz, Loden und Filz nicht nur zu Rucksäcken und Wickeltaschen mit dem sprechenden Namen „Leibwächter", sondern auch zu Stulpen und zu „Weibchen-Leibchen" (Nierenwärmer) oder Leder-Leibchen. Schön anzuschauen und gut zu tragen!
Erstmalig in der Weihnachtsschau mit von der Partie sind Ralf Hoffmann und Sabine Piper (Hamburg), die seit 2001 zusammen arbeiten. Ralf Hoffmann hat Goldschmied gelernt, Sabine Piper ist Designerin. Seit den 80er Jahren beschäftigt sich Ralf Hoffmann mit japanischen Metallarbeiten und Netsuke Schnitzen. 1995 erlernte er die Grundtechniken des Damastschmiedens. Die Messer von Hoffmann und Piper sind reine Einzelstücke. Alle Techniken werden selbst ausgeführt, ausgenommen großformatige Silbergüsse. Für jedes Messer wird ein Damast entwickelt, der mit dem jeweiligen Thema oder Motiv korrespondiert.
Beim Papier gibt es ebenfalls Neues zu entdecken. Simone Hemkentokrax aus Bielefeld benutzt die unterschiedlichsten Papiere als Ausgangsbasis für großformatigen Halsschmuck. Dabei kombiniert sie beispielsweise Kaugummipapier oder japanisches Papier mit Halbedelsteinen.
Der Winter kann kommen, zumindest wenn es nach den Textildesignerinnen Antje Grüneberg (Hannover), Gila Lubig (Bonn) und Christel Seyfarth (Fano, DK), die bei der Weihnachtsschau erstmalig vertreten sind. Ihre Strickkollektionen - Schals, Pullover, Kleider - sind nicht nur wunderschön anzuschauen, sondern hervorragend geeignet, der Kälte zu trotzen. Wer sich an den bevorstehenden Festtagen besonders schön machen möchte, der wird vielleicht Gefallen an den geschnürten Corsagen von Kerstin Joshi (Hannover) oder den farbenfrohen, handgewebten Seidenschals von Birgit Wortmann (Lüneburg) finden. Textilien für den Wohnbereich und gewebte Handtücher steuern Silke Janssen (Hamburg) und Rosemarie Wendy-Riso (Bielefeld) zur Weihnachtsschau bei.
Farbenfrohe Filzfiguren aus reiner, ungesponnener Wolle von Hand gefertigt, die wie ein Mobile frei im Raum aufgehängt werden können, zeigt Petra Klischat aus Hamburg. Und von Jana Weichelt aus Dresden werden Perlhühner, Giraffen, Elefanten und Kissentiere zu sehen sein.
Die Weihnachtsschau beginnt am 29. November 2008 und dauert bis zum 21. Dezember 2008. Sie ist täglich - also auch an den Wochenenden - in der Zeit von 10-18 Uhr geöffnet.
Ausstellung: 29. November bis 21. Dezember 2008
Ort:
Handwerksform Hannover, Berliner Allee 17, 30175 Hannover
Öffnungszeiten: täglich auch an den Wochenenden von 10-18 Uhr
Ansprechpartnerinnen für die Medien:
Dr. Sabine Wilp