Kurt-Alten-Stiftung übergibt Förderpreise des Handwerks

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Hannover, 03. Dezember 2008.- Zum neunten Mal in Folge hat die Kurt-Alten-Stiftung jetzt im Rahmen der Herbstvollversammlung der Handwerkskammer Hannover zwei Förderpreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro für das Handwerk vergeben. Insgesamt wurden damit seit dem Jahr 2000 102.500 Euro an Preisgeldern ausgeschüttet.

Den Förderpreis des Handwerks 2008 der Kurt-Alten-Stiftung in der Gruppe „Junge Meister bzw. Meisterinnen" erhält in diesem Jahr der Elektrotechnikermeister Patrick Gaier aus Springe.

Patrick Gaier wurde 1981 geboren. Nach dem Realschulabschluss begann er im Sommer 1998 bei den Kvaerner Panel Sytems eine Ausbildung zum Energieelektroniker Fachrichtung Anlagentechnik, die er im Winter 2002 bei den Stadtwerken Hannover abschloss. Danach arbeitete er auf verschiedenen Positionen bei den Stadtwerken weiter. Aber das reichte ihm nicht. Also drückte er abends und am Wochenende nochmals die Schulbank, um im Mai dieses Jahres die Prüfung zum Elektrotechnikermeister - Energie- und Gebäudetechnik vor der Handwerkskammer Hannover abzulegen. Und das mit einem hervorragenden Ergebnis: dreimal „gut" und einmal „sehr gut" steht auf dem Meisterbrief des 27-Jährigen.

Für die Zukunft möchte Patrick Gaier mit dem Meistertitel in der Tasche gerne mehr berufliche Verantwortung übernehmen und die Karriereleiter bei den Stadtwerken weiter hochklettern. Sein Ziel ist es, ein Fernstudium - Elektrotechnik oder Versorgungstechnik - aufzunehmen und abzuschließen und sich neben Beruf und Studium kontinuierlich persönlich weiterzuqualifizieren, um später Führungsaufgaben bei seinem jetzigen Arbeitgeber übernehmen zu können.

Der Preisträger in der Kategorie „Geselle/Gesellin" ist der Gerüstbauergeselle Florian Schiltmeier aus Uchte. Im Jahr 2003 machte er den Realschulabschluss und absolvierte das Berufsgrundbildungsjahr und die Fachoberschule Technik bevor er im Sommer 2006 eine Ausbildung als Gerüstbauer bei der Firma Wilhelm Kunkel GmbH in Bad Nenndorf begann.

Dass dieser Entschluss genau der richtige war, lässt sich nicht zuletzt an den ausgezeichneten Noten in der Gesellenprüfung ablesen. Mit der Gesamtnote „sehr gut" ließ er alle Gerüstbauer hinter sich und wurde in diesem Jahr nicht nur Kammersieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks, sondern auch noch bester Geselle in Niedersachsen und nahm damit am Bundeswettkampf teil.

Zurzeit arbeitet er noch in seinem Ausbildungsbetrieb, möchte aber in den nächsten Jahren in verschiedenen Betrieben Berufserfahrung sammeln, damit er in vier Jahren - so sein Ziel - den Familienbetrieb mit der erforderliche Berufspraxis übernehmen kann. Vorher will er noch die Weiterbildung zum Staatlich geprüften Kolonnenführer erfolgreich abschließen und den höchsten Titel im Handwerk, den Meistertitel, erwerben. Neben diesen hohen Zielen, die er für seine berufliche Zukunft zielstrebig verfolgt, trägt er auch schon privat für seine kleine Familie große Verantwortung.

Die Jury der Kurt-Alten-Stiftung überzeugten an beiden Preisträgern nicht nur die sehr guten Leistungen in den abgelegten Prüfungen, sondern die, für das jeweilige Alter, sehr ausgeprägten und überzeugenden Persönlichkeiten. Beide Handwerker hätten eindeutige Ziele vor Augen und verfolgten den Weg dorthin durch kontinuierliche berufliche Weiterbildung ohne ihre Familie bzw. ihr soziales Engagement zu vernachlässigen. Diese überdurchschnittliche Motivation und den ausgeprägten Willen, die gesteckten Ziele auch zu erreichen, wolle die Stiftung mit ihrem Preisgeld finanziell unterstützen.

Bei seiner Würdigung der Preisträger betonte Handwerkskammerpräsident Walter Heitmüller, dass es keinen vergleichbaren Preis für die Förderung von besonderen Leistungen in technischen Berufen im Handwerk gebe. Umso mehr begrüße er den Förderpreis des Handwerks der Kurt-Alten-Stiftung, weil er ausgezeichnete Handwerkerinnen und Handwerker nicht nur finanziell unterstütze, sondern sie auch darin bestärke, die Karriereleiter im Handwerk weiter hinauf zu steigen.

Die Kurt-Alten-Stiftung ist eine private Stiftung, die 1996 von dem Wennigser Unternehmer Kurt Alten gegründet wurde. Seine Alten Gerätebau GmbH hatte sich zum europäischen Marktführer in der Verladetechnik an der Rampe entwickelt. Nachdem Kurt Alten sich vor einigen Jahren aus der Firma zurückgezogen hat, gilt sein Hauptinteresse jetzt der Förderung begabter und leistungsbereiter junger Menschen.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Dr. Sabine Wilp

online seit 03. Dez 2008, aktualisiert am 10. Dez 2009

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