Vollversammlung der Handwerkskammer Hannover beschließt Resolution zur Umweltzone in Hannover

Hannover, 03. Dezember 2008.- Die Mitglieder der Vollversammlung der Handwerkskammer Hannover haben am 03. Dezember 2008 eine Resolution zur Umweltzone in Hannover verabschiedet. Darin wird die Wirksamkeit der Umweltzone zur Reduzierung der Feinstaubbelastung bezweifelt und gefordert, die Evaluation der Umweltzone auf den Jahresbeginn 2009 vorzuziehen.

Die Resolution stellt unmissverständlich klar, dass das Handwerk bereit ist, für saubere Luft in Hannover zu sorgen. Denn auch Handwerker und ihre Familien leben und arbeiten in der Landeshauptstadt. Viele Betriebe haben in der Vergangenheit bereits in Klimaschutzmaßnahmen investiert und werden dies auch weiterhin tun. Das Handwerk unterstützt darüber hinaus nachdrücklich die Entwicklung umfassender Strategien zur Minderung der Luftschadstoffbelastung, wenn sie verursachergerecht, verhältnismäßig und wirksam sind.

Das Handwerk wehrt sich jedoch entschieden gegen untaugliche Mittel zur Bekämpfung der Feinstaubbelastung, die gerade in schwierigen Zeiten nur dazu angetan sind, den handwerklichen Mittelstand über die Gebühr wirtschaftlich zu belasten. Die Vollversammlung der Handwerkskammer Hannover weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass verschiedene aktuelle Gutachten bestätigt haben, dass die Umweltzone mit ihren Fahrverboten kein probates Mittel ist, um die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Die am 01. Januar 2009 in Kraft tretende nächste Fahrverbotsstufe auch für Handwerkerfahrzeuge wird daher als unzumutbar angesehen.

Das Handwerk ist von Fahrverboten besonders hart betroffen. Allein bei Betrieben, die ihren Firmensitz in Hannover haben, sind rund 6.500 Fahrzeuge im Einsatz, die nach den heute geltenden Vorschriften ab 2010 nicht mehr in die Umweltzone einfahren dürfen. Das gilt insbesondere für leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht. Die Fahrzeuge des Handwerks sind oftmals mit speziellen und kostenintensiven Innenausbauten oder Aufbauten versehen. Sie werden in der Regel als Service und Werkstattwagen eingesetzt und legen meist nur kurze Wegstrecken zwischen Betrieb, der Baustelle und den Kunden zurück. Ihre Kilometerleistung ist daher nur gering, und sie tragen nur mit einen verhältnismäßig geringen Anteil zum gesamten Schadstoffausstoß bei.

Vor diesem Hintergrund fordert das Handwerk eine fundierte Überprüfung der Umweltzone bereits zum Jahresanfang 2009. Auf der Basis der dann vorliegenden Ergebnisse sollten die Maßnahmen des Luftreinhalte- und Aktionsplanes für Hannover neu bewertet werden.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Dr. Sabine Wilp

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online seit 03. Dez 2008, aktualisiert am 10. Dez 2009

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