Lehrlinge, auf nach Europa!

Christoph NiggemeierLupe
Lehrjahre sollen wieder mehr zu Wanderjahren werden. Mobilitätsberater Christoph Niggemeier wird das Engagement der Handwerkskammer Hannover auf dem Gebiet der Auslandsaustausche verstärken. Er informiert Betriebe und berät Auszubildende, die durch Auslandspraktika grenzüberschreitende berufliche Erfahrungen sammeln möchten.

¿Auch Handwerksbetriebe bewegen sich auf internationalen Märkten oder kooperieren mit global tätigen Unternehmen. Daher brauchen die Betriebsinhaber zunehmend Mitarbeiter mit Fremdsprachenkenntnissen, die mobil, flexibel und international handlungsfähig sind", erläutert Carl-Michael Vogt, Leiter der Abteilung Berufliche Bildung in der Handwerkskammer Hannover. „Aber auch für die Auszubildenden sind Auslandspraktika während der Ausbildung eine sehr gute Möglichkeit, um ihre Persönlichkeit insgesamt weiter zu entwickeln. Sie sammeln früh interkulturelle Erfahrungen, verbessern ihre Fremdsprachenkenntnisse und lernen Arbeitsabläufe in anderen Ländern kennen", betont Vogt.

Um auf diesem Gebiet Überzeugungsarbeit bei den Unternehmen zu leisten und Auszubildende und junge Handwerker bei der Suche nach Praktikaplätzen im europäischen Ausland und bei der Durchführung von Auslandsaufenthalten zu unterstützen, ist seit dem 1. März 2009 Christoph Niggemeier als Mobilitätsberater bei der Handwerkskammer tätig. „Wir wollen jeden interessierten Auszubildenden individuell beraten, weitere Austauschprogramme initiieren und vor allem die Vorbereitung so verbessern, dass die Lehrlinge noch mehr von ihren Aufenthalten in anderen Ländern profitieren. Dazu gehört auch, dass die Praktika mindestens vier, besser noch sechs Wochen dauern sollten", erläutert Niggemeier. Am Ende bescheinigt ein Zertifikat die im Ausland erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten, was den Betreffenden bei Bewerbungen einen bedeutenden Pluspunkt verschafft.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert die grenzüberschreitende berufliche Mobilität aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds bis 2012. Mobilitätsberater Christoph Niggemeier, der Europäische Studien an der Universität Groningen studiert und zwei Jahre lang grenzüberschreitende Bildungsprojekte an der deutsch-niederländischen Grenze betreut hat, will zunächst einmal die Betriebe ansprechen und für die Vorteile werben, die es mit sich bringt, wenn sie einen Auszubildenden für ein paar Wochen zum Arbeiten ins Ausland schicken. „Das ist kein Urlaub, sondern eine besondere Weiterqualifizierung, die den jungen Handwerker persönlich weiterbringt und dem Betrieb neue fachliche und überfachliche Kompetenzen sichert", ist Niggemeier überzeugt.

Bei der individuellen Beratung profitiert Niggemeier von der guten Zusammenarbeit mit vielen Netzwerkpartnern. So kann er Auslandsaufenthalte in Finnland, Norwegen, die Niederlande, Spanien, Italien, Frankreich und Polen vermitteln. Aber auch die regelmäßig laufenden Austausche, wie z. B. von Metalllehrlingen in die Region Haute-Normandie in Frankreich, sollen ausgebaut werden. (see, 06.07.2009)

Kontakt:
Christoph Niggemeier


online seit 06. Jul 2009, aktualisiert am 06. Jul 2009

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