Markt mit Zukunft

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Seit 12 Jahren hat das Zentrum für Umweltschutz der Handwerkskammer Hannover mehr als 500 Gebäudeenergieberater ausgebildet. Sie erstellen Energieausweise und beraten Kunden, welche energetischen Baumaßnahmen wirtschaftlich, technisch und ökologisch sinnvoll sind. Gebäudeenergieberater Bernd Wulfestieg erwartet für die nächsten Jahre erhebliche Einkünfte durch die Ausstellung von Energieausweisen.

Einsatzort: Einsatzort: Grundschule Am Kirchhofe 10. Bernd Wulfestieg ist im Auftrag der Stadt Ronnenberg vor Ort, um einen Energieausweis für das Gebäude auszustellen. Es ist einer von 25 Energieausweisen, die die Stadt Ronnenberg für ihre öffentlichen Gebäude an insgesamt vier Gebäudeenergieberater in Auftrag gegeben hat. „Für diese Grundschule erstelle ich einen Verbrauchsausweis für Nichtwohngebäude. Das ist eine Kurzbewertung über den Energieverbrauch eines Gebäudes, die nur rund zwei Stunden in Anspruch nimmt", erläutert Wulfestieg, der einen kleinen SHK-Betrieb in Hannover leitet. Bei anderen Gebäuden, beispielsweise dem Rathaus, hat Wulfestieg, der auch vereidigter Sachverständiger der Handwerkskammer Hannover ist, einen Bedarfsausweis erstellt. „Das dauert bei Nicht-Wohngebäuden schon einmal eine ganze Woche und kostet zwischen 3.000 und 4.000 Euro", erläutert der Heizungsbauermeister, der 2001 den Lehrgang zum Gebäudeenergieberater in der Handwerkskammer Hannover absolviert hat. Dafür bekommt der Auftraggeber eine genaue Bestandsaufnahme der Dämmung, der Baumaterialien und des Heizungssystems und ein paar Empfehlungen für sinnvolle energetische Baumaßnahmen.

Seit Anfang des Jahres hat Wulfestieg bereits 20 Energieausweise ausgestellt und erwartet bis Ende des Jahres noch eine Steigerung der Auftragszahl, auch weil die Kommunen durch das Konjunkturpaket II jetzt verstärkt Sanierungsmaßnahmen durchführen lassen. Außerdem werden die gesetzlichen Vorschriften durch die Energieeinsparverordnung und die Sensibilisierung der Bevölkerung durch die hohen Energiepreise im letzten Winter dafür sorgen, dass Wulfestieg durch das Erstellen von Energieausweise ein Zusatzeinkommen erzielen kann. Dann wäre es möglich, sich Stück für Stück aus seiner Firma zurückzuziehen und sich auf Gebäudeenergieberatungen und auf die Arbeit als Sachverständiger zu konzentrieren.

Zurück zur Grundschule in Ronnenberg. Ansatzpunkte für Energiesparmaßnahmen wären hier vor allem die einfachverglasten Fenster. An der Heiztechnik, durch die allein durch die richtige Einstellung sehr viel Energie gespart werden kann, ist in diesem Fall nicht viel auszusetzen. Schon ist der Rundgang beendet und die Rechenarbeit am Schreibtisch kann beginnen. (see, 30.07.2009)

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online seit 30. Jul 2009, aktualisiert am 30. Jul 2009

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