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Kleine Schäden schnell behoben: Innovative Fahrzeugaufbereitung als neues Standbein

„In diesem Jahr haben wir eine super Auslastung, aber bevor die Abwrackprämie 2009 kam, lief es schlecht“, erzählt Martin Häger, Geschäftsführer des Autohauses Bartels-Häger in Hannover-Misburg. „Da kommt man schon ins Grübeln und überlegt, wie es mit dem Betrieb weitergehen kann.“

Um in der krisenanfälligen Kfz-Branche die eigene Existenz und die seiner 16 Mitarbeiter zu sichern, hat Häger immer großen Wert darauf gelegt, dass seine Meister und Gesellen in der Werkstatt top qualifiziert sind. Das wissen seine Kunden zu schätzen. Nur für sich selber hat er keine Zeit gefunden, sich weiter zu bilden. „Als Chef für alles ist es schwierig, sich für längere Zeit aus dem Betrieb rauszuziehen.“

Bei der Weiterbildung zur Fachkraft für innovative Fahrzeugaufbereitung passte alles. Die Idee, ein neues Geschäftsfeld in den Betrieb zu integrieren, der Wille, sich endlich wieder mit neuen Inhalten zu beschäftigen und die Chance, die Fortbildung mit dem Betriebsalltag vereinbaren zu können.

„Die vier Module laufen über sieben Wochen und in zeitlichen Abständen. Daher ist es leichter für Betriebe, die Weiterbildung durchzuführen. Das sind Zeitspannen, in denen ich abkömmlich sein kann“, sagt der Kfz-Meister. Der Erfolg stellte sich bald ein. „Wir haben unseren gesamten Gebrauchtwagenpark aufgearbeitet, professionell gereinigt, Lackschäden und Dellen mit neuen Geräten beseitigt“, berichtet Häger. Danach kam in den Gebrauchtwagenverkauf Bewegung.

Außerdem informiert Häger seine Kunden praktisch bei jedem Kontakt über sein neues Angebot. Schon beim Neukauf bietet er eine hochwertige Versiegelung an, die dafür sorgt, dass Feuchtigkeit am Lack abperlt. Diese Strategie ist so erfolgreich, dass ein Mitarbeiter nur noch Fahrzeugaufbereitung macht und Häger einen weiteren Mitarbeiter für diesen Bereich einstellen will. „Zehn bis fünfzehn Kunden pro Monat haben wir jetzt, die Reinigung, Pflege, Versiegelung machen oder Lackschäden und kleinere Dellen entfernen lassen“, so der Kfz-Meister.

Es sei zwar keine geringe Investition, rund 15.000 Euro kosteten die Maschinen und Materialien, um professionell aufgestellt zu sein. Dafür spart Häger die Kosten für die Fremdvergabe und gewinnt mit dem neuen Angebot Neukunden für die Werkstatt. Insgesamt hat sich die Investition bereits jetzt gelohnt, stellt Häger fest. (28.07.2010) 

 

  • Die Weiterbildung zur Fachkraft für innovative Fahrzeugaufbereitung umfaßt vier Module. Starttermin für Modul I ist der 04. Oktober 2010.

  • Unter bestimmten Voraussetzungen können niedersächsische Betriebe finanziell gefördert werden. Sie zahlen dann nur noch 990,00 Euro anstatt 6.685,00 Euro für die gesamte Weiterbildungsmaßnahme.

 

Information und Beratung über Fördermöglichkeiten: 

Christoph Stein

 

 

 

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