Große Investition sichert Aufträge
Autosattler Boris Bielkine in Hannover investiert 500.000 Euro in ein größeres Grundstück und eine neue Halle. Die Vergrößerung des Betriebes hat viele Vorteile: Es können mehr Aufträge angenommen werden, Mitarbeiter haben ausreichend Platz, Kunden können besser betreut und neue Aufgabengebiete hinzugenommen werden. Außerdem will er mit der neuen Halle ein positives Zeichen für die Branche und das Handwerk insgesamt setzen.
Vor sechs Jahren bereits begannen die Überlegungen, den Betrieb zu vergrößern. Doch erst musste das Grundstück von den Stadtwerken gekauft werden. Danach folgten lange und unerfreuliche Verhandlungen mit dem Bauamt der Stadt Hannover. "Ich habe leider nicht die Erfahrung gemacht, dass das Bauamt alles dafür tut, dass Gewerbetreibenden schnell bei der Umsetzung ihrer Planungen geholfen wird. Das ist nicht Gewerbeförderung, wie ich es mir vorstelle, schließlich haben wir erheblich investiert, um den Betrieb wettbewerbsfähig zu erhalten und damit auch Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen", klagt Sattlermeister Boris Bielkine.
Von der Idee zur Umsetzung hat es also einen langen Vorlauf gegeben, der die Frage aufkommen lässt: Passt das Unterfangen noch in die Zeit? Viele Handwerksbetriebe müssen eher zurückfahren, sogar Mitarbeiter entlassen und die Autosattlerei Bielkine investiert eine halbe Million Euro. "Für uns ging es gar nicht anders, wir mussten erheblich vergrößern, weil ein Arbeiten in der alten Werkstatt nicht mehr möglich war. In der neuen, 450 Quadratmeter großen Halle ist jetzt Platz für die unterschiedlichen Arbeiten, die in unserer Branche anfallen: Meine sechs Mitarbeiter verarbeiten Metall für die Stahlgerüste in den Sitzen, für alte Cabrios beispielsweise stellen wir Holzverkleidungen her, außerdem färben wir Leder ein und brauchen einen Arbeitsplatz für Elektroarbeiten, denn im Sitz des Phaeton sind zum Beispiel so viele Elektromotoren und Kabel verbaut wie im gesamten alten Käfer", erläutert Bielkine. Außerdem bekommen die Autositze, die der Sattlermeister vertreibt, einen großen Ausstellungsraum und müssen nicht mehr im Container von den Kunden begutachtet werden.
In der heißen Phase des Bauens klingelt ununterbrochen das Telefon. Für Boris Bielkine ist das positiver Stress, denn es geht voran, aber das muss es auch, denn Ende August will er mit seinen Mitarbeitern umziehen. Mit der neuen Halle sollen weitere Aufgabengebiete, die sich bisher nicht so entwickeln konnten, verstärkt bearbeitet werden. Dann soll mehr Laden- und Messebau dazu kommen, um unabhängiger vom Kerngeschäft werden zu können. Auch im Bereich der Reparatur und Lederarbeiten mussten bisher einige Aufträge schlichtweg abgelehnt werden, weil nicht genügend Platz vorhanden war, um die zum Teil exklusiven Oldtimer unterzubringen. Das soll jetzt anders werden. Mit der neuen Halle verspricht sich Bielkine auch neuen Schwung für seinen 1989 gegründeten Betrieb und will mit dem Neubau für die ganze Branche ein positives Signal setzen.
Jedenfalls steht den nächsten Aufgaben dann nichts mehr im Wege: In die neuen Polizeiautos in Niedersachsen müssen nach und nach 400 Notsitze eingebaut werden und für den Multivan T5 von VW rüstet der 46-jährige Sattlermeister den Himmel beim Hochdach nach. (see, 04.08.2005)
Vor sechs Jahren bereits begannen die Überlegungen, den Betrieb zu vergrößern. Doch erst musste das Grundstück von den Stadtwerken gekauft werden. Danach folgten lange und unerfreuliche Verhandlungen mit dem Bauamt der Stadt Hannover. "Ich habe leider nicht die Erfahrung gemacht, dass das Bauamt alles dafür tut, dass Gewerbetreibenden schnell bei der Umsetzung ihrer Planungen geholfen wird. Das ist nicht Gewerbeförderung, wie ich es mir vorstelle, schließlich haben wir erheblich investiert, um den Betrieb wettbewerbsfähig zu erhalten und damit auch Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen", klagt Sattlermeister Boris Bielkine.
Von der Idee zur Umsetzung hat es also einen langen Vorlauf gegeben, der die Frage aufkommen lässt: Passt das Unterfangen noch in die Zeit? Viele Handwerksbetriebe müssen eher zurückfahren, sogar Mitarbeiter entlassen und die Autosattlerei Bielkine investiert eine halbe Million Euro. "Für uns ging es gar nicht anders, wir mussten erheblich vergrößern, weil ein Arbeiten in der alten Werkstatt nicht mehr möglich war. In der neuen, 450 Quadratmeter großen Halle ist jetzt Platz für die unterschiedlichen Arbeiten, die in unserer Branche anfallen: Meine sechs Mitarbeiter verarbeiten Metall für die Stahlgerüste in den Sitzen, für alte Cabrios beispielsweise stellen wir Holzverkleidungen her, außerdem färben wir Leder ein und brauchen einen Arbeitsplatz für Elektroarbeiten, denn im Sitz des Phaeton sind zum Beispiel so viele Elektromotoren und Kabel verbaut wie im gesamten alten Käfer", erläutert Bielkine. Außerdem bekommen die Autositze, die der Sattlermeister vertreibt, einen großen Ausstellungsraum und müssen nicht mehr im Container von den Kunden begutachtet werden.
In der heißen Phase des Bauens klingelt ununterbrochen das Telefon. Für Boris Bielkine ist das positiver Stress, denn es geht voran, aber das muss es auch, denn Ende August will er mit seinen Mitarbeitern umziehen. Mit der neuen Halle sollen weitere Aufgabengebiete, die sich bisher nicht so entwickeln konnten, verstärkt bearbeitet werden. Dann soll mehr Laden- und Messebau dazu kommen, um unabhängiger vom Kerngeschäft werden zu können. Auch im Bereich der Reparatur und Lederarbeiten mussten bisher einige Aufträge schlichtweg abgelehnt werden, weil nicht genügend Platz vorhanden war, um die zum Teil exklusiven Oldtimer unterzubringen. Das soll jetzt anders werden. Mit der neuen Halle verspricht sich Bielkine auch neuen Schwung für seinen 1989 gegründeten Betrieb und will mit dem Neubau für die ganze Branche ein positives Signal setzen.
Jedenfalls steht den nächsten Aufgaben dann nichts mehr im Wege: In die neuen Polizeiautos in Niedersachsen müssen nach und nach 400 Notsitze eingebaut werden und für den Multivan T5 von VW rüstet der 46-jährige Sattlermeister den Himmel beim Hochdach nach. (see, 04.08.2005)
online seit 07. Mrz 2006, aktualisiert am 07. Mrz 2006
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