Erfreulich: Zahl der Lehrstellen im Handwerkskammerbezirk Hannover gestiegen

Hannover, 22. Januar 2007.- Die Lehrstellenbilanz 2006 für den Handwerkskammerbezirk Hannover fiel erfreulich aus. Die Zahl der Ausbildungsplätze konnte im vergangenen Jahr gesteigert werden. 3.423 neue Verträge wurden bis zum 31. Dezember 2006 in die Lehrlingsrolle eingetragen. Das sind 225 bzw. 7,0 Prozent mehr als zum Vergleichsdatum 2005.

Zulegen konnten im Vergleich zum Vorjahr vor allem folgende Berufe: Anlagenmechaniker (+29,6 Prozent), Elektroniker (+ 12 Prozent), Kfz-Mechatroniker (+ 5 %) und die Friseure (+ 7 Prozent).

Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, wertete die Zahlen als positiv. „Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben die Handwerksbetriebe in den letzten Jahren alles getan, um Jugendlichen eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen,“ meinte er und zeigte sich zuversichtlich, dass es auch Jahr 2007 gelingen werde, genügend freie Ausbildungsplätze im Handwerk bereitzustellen.

Nach wie vor rekrutiert das Handwerk den größten Teil seiner Auszubildenden aus den Hauptschulen. 1.237 Hauptschulabsolventen begannen 2006 eine Lehre im Handwerk (= 36,1 Prozent). Fast genau so viele Realschüler (1.166) schlossen 2006 einen neuen Ausbildungsvertrag mit einem Handwerksbetrieb. Das entspricht 34,0 Prozent. Deutlich geringer ist nach wie vor der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Abitur, die sich für das Handwerk interessieren. 231 neue Lehrverträge wurden mit jungen Menschen abgeschlossen, die die Hochschulreife vorzuweisen haben. Das entspricht einem Anteil von 6,7 Prozent.

Auch die Gesamtzahl aller Auszubildenden stieg zum 31. Dezember 2006 um 0,2 % und betrug zum Jahresende 9.853. Das sind 19 Lehrlinge mehr als im Dezember 2005. Sie werden in rund 60 unterschiedlichen Handwerksberufen ausgebildet, von A wie Augenoptiker bis Z wie Zweiradmechaniker. Der Anteil der jungen Frauen beträgt 23 Prozent (2.266), der Anteil der Jugendlichen mit ausländischem Pass 5,2 Prozent (517). Diese Zahlen sind im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben.

Daneben wurden bei der Handwerkskammer Hannover in der Zeit vom 01. August bis 31. Dezember 2006 99 Verträge über die Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ) eingetragen (2005: 78). Das Sonderprogramm zur Einstiegsqualifizierung Jugendlicher ist Teil des Paktes für Ausbildung. Bundesregierung und Wirtschaft wollen mit diesem Programm Jugendlichen bis 25 Jahren, die auch nach den Nachvermittlungsaktionen ohne Ausbildungsplatz geblieben sind, eine Perspektive bieten. Im Vorjahr wurden mehr als 60 Prozent der EQJ-Praktikanten im Anschluss in reguläre Ausbildungsverhältnisse übernommen.


Ansprechpartner für die Medien:
Dr. Sabine Wilp

online seit 22. Jan 2007, aktualisiert am 22. Jan 2007

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