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Exponate 2007: Keramik aus Höhr-Grenzhausen in der Handwerksform Hannover

Hannover, 20. September 2007.- Keramikliebhaber können sich freuen. Nach der Sommerpause hat die Handwerksform Hannover im September acht junge Keramikgestalter zu Gast, die in diesem Jahr ihre Ausbildung an der Staatlichen Fachschule für Keramikgestaltung in Höhr-Grenzhausen beendet haben. Sie stellen in Hannover ihre Abschlussarbeiten vor, und die haben es wirklich in sich. Von der Rauminstallation bis zur Gefäßkeramik reicht der Bogen der Exponate, die die Experimentierfreude und innovative Kreativität der frischgebackenen Keramikgestalter widerspiegeln.

Das gilt in besonderem Maße für die Rauminstallation aus eingeformtem Steinzeug, mit der die 1977 in Angarsk (Russland) geborene Julia Hartmann auf sich aufmerksam macht. Auch die Arbeit von Damian Peltner, Jahrgang 1979, braucht Platz. „Erdansichten" hat er seine zweimal drei Meter große Wandgestaltung betitelt. Verschiedene Tone und farbige Gläser wurden miteinander verschmolzen. Auf diese Weise entstand ein keramisches Bild, das von der Sicht auf die Welt von oben inspiriert wurde.
Raumgreifend auf ganz andere Weise sind die großen mobilen Pflanzgefäße mit dem ungewöhnlichen Namen „Troikafleur" von Christel Hoff. 80 Zentimeter hoch, 90 Zentimeter breit und 80 Zentimeter tief fassen die Pflanzgeräte 170 Liter. Wenn sie voll befüllt sind, müssen die Gefäße ein Gewicht von ca. 150 Kilogramm befördern. Die notwendige Stabilität erreicht Christel Hoff durch die Verwendung einer mobilen Unterkonstruktion aus Stahl mit industriell gefertigten Rädern. Die Keramik selbst ist gebaut, engobiert und glasiert.

Pia Wulhorst steuert zur Ausstellung eine Arbeit unter dem Titel „Fuge" bei. Es handelt sich um Wandbilder und wandbezogene Rauminstallationen aus Fliesenbruch und Gips. Die unscheinbare Mosaikfuge gab die Anregung für ihre Arbeiten, die darauf abzielen, die glatte Mosaikoberfläche zu durchbrechen. Im Kontrast zwischen Mosaikflächen, Fugen, Licht und Schatten entstehen ungewöhnliche Bilder, die zu neuen Sehweisen anregen.

Neben den freien Arbeiten hat aber auch die Gefäßkeramik in der Ausstellung „Exponate 2007" ihren Platz. Die 1971 in Südkorea geborene Kyoungah Kim hat sich bei ihrer Abschlussarbeit von der Teekultur ihres Heimatlandes inspirieren lassen und Teekeramik aus Porzellan und Steinzeug entwickelt, das auf der Töpferscheibe gedreht und im Gas- und im Holzofen gebrannt wurde.

Dekoriertes Gebrauchsgeschirr aus Steinzeug hat Julia Bieber entwickelt. Unter dem Titel „Patchwork-Keramik" möchte sie ihren künftigen Kunden die Möglichkeit bieten, Dekore und Farben individuell zusammenzustellen und so zu einem ganz persönlichen Geschirr zu gelangen. Silke Göbel, Jahrgang 1974, lotet mit ihren Examensarbeiten die Grenzen zwischen Gefäß und Objekt aus. Während bei ihr die Verformung der Gefäße im Zentrum der Arbeiten steht, sind die Keramiken von Carlos-Filipe Seeschaaf dem Thema „Schwünge und Gegenschwünge" gewidmet.

Die Ausstellung „Exponate 2007: Keramik aus Höhr-Grenzhausen" ist vom 22. September 2007 bis zum 20. Oktober 2007 in der Handwerksform Hannover, Berliner Allee 17, 30175 Hannover, zu sehen. Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, dem 21. September 2007, um 20 Uhr statt.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 11-18 Uhr
Samstag 11-14 Uhr
Sonntag, Montag und an
gesetzlichen Feiertagen geschlossen



Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Dr. Sabine Wilp

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