Kurt-Alten-Stiftung übergibt Förderpreise des Handwerks

Feinwerkmechanikermeisterin Tanja Körber und Elektronikergeselle Daniel Bergmann jeweils mit 5.000 EUR Preisgeld ausgezeichnet

Daniel Bergmann, Babara Alten, Tabja KörberLupe
Hannover, 05. Dezember 2007.- Zum achten Mal in Folge hat die Kurt-Alten-Stiftung jetzt im Rahmen der Herbstvollversammlung der Handwerkskammer Hannover Mal zwei Förderpreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro für das Handwerk vergeben. Insgesamt wurden damit seit dem Jahr 2000 92.500 Euro an Preisgeldern ausgeschüttet.

Den Förderpreis des Handwerks 2007 der Kurt-Alten-Stiftung in der Gruppe „Junge Meister bzw. Meisterinnen" erhält in diesem Jahr die Feinwerkmechanikermeisterin Tanja Körber aus Garbsen. Tanja Körber wurde 1979 geboren. Nach dem Realschulabschluss begann sie im Sommer 1996 am Institut für Mechanik der Universität Hannover eine Ausbildung zur Maschinenbaumechanikerin, die sie mit der Note „gut" in der Gesellenprüfung abschloss. Danach konstruierte und baute sie weiterhin an der Universität Hannover tagsüber Versuchsstände für die Forschung. Aber das reichte ihr nicht. Also drückte sie abends und am Wochenende nochmals die Schulbank, um im Juli dieses Jahres die Meisterprüfung zu absolvieren. Als einzige Frau im Meisterkurs schloss sie mit einem hervorragendem Ergebnis ab: dreimal „gut" und einmal „sehr gut" steht auf dem Meisterbrief der 28-Jährigen.

Für die Zukunft möchte Tanja Körber mit dem Meistertitel in der Tasche gerne mehr Verantwortung übernehmen. Ihr Ziel ist es, eine Werkstatt zu leiten, in der sie nicht nur für die fachlichen Belange, sondern auch für die Personalführung und die Ausbildung der Lehrlinge zuständig ist. Dazu möchte sie sich noch weiterqualifizieren und strebt zunächst die Weiterbildung zur „Betriebswirtin (HWK)" an, so dass sie für die mögliche Übernahme eines Handwerksbetriebes gut gerüstet ist.

Der Preisträger in der Kategorie „Geselle/Gesellin" ist Elektronikergeselle Daniel Bergmann aus Burgwedel. Im Jahr 2003 machte er den erweiterten Realschulabschluss in Burgwedel und begann - ohne Zeit zu verlieren - eine Ausbildung zum Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik bei der Steinlen Elektromaschinenbau GmbH in Burgwedel.

Dass dieser Entschluss genau der richtige war, lässt sich nicht zuletzt an den ausgezeichneten Noten in der Gesellenprüfung ablesen. Mit der Gesamtnote „sehr gut" ließ er alle Elektroniker seiner Fachrichtung hinter sich und wurde Kammersieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2007.

Zurzeit arbeitet er noch in seinem Ausbildungsbetrieb, damit er die erforderliche Berufspraxis für die Technikerschule erfüllt. Anschließend möchte er seine Englisch-Sprachkenntnisse durch Arbeitspraktika im Ausland festigen und schließlich eine ganztägige Technikerschule besuchen, um seine Aufstiegschancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Damit auch neben der Arbeit nichts anbrennt, engagiert Daniel Bergmann sich seit Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr.

Die Jury der Kurt-Alten-Stiftung überzeugten an beiden Preisträgern nicht nur die sehr guten Leistungen in den abgelegten Prüfungen, sondern die große Begeisterung für ihren Beruf und das große Potential, das noch in ihnen steckt und das durch das Preisgeld finanziell unterstützt werden soll. Außerdem hob die Jury anerkennend hervor, dass beide für die Zukunft ein klares Ziel vor Augen haben und den ausgeprägten Willen, es durch Weiterbildung und Kraftanstrengung auch zu erreichen.

Bei seiner Würdigung der Preisträger betonte Handwerkskammerpräsident Walter Heitmüller, dass es keinen vergleichbaren Preis für die Förderung von besonderen Leistungen in technischen Berufen im Handwerk gebe. Umso mehr begrüße er den Förderpreis des Handwerks der Kurt-Alten-Stiftung, weil er ausgezeichnete Handwerkerinnen und Handwerker nicht nur finanziell unterstütze, sondern sie auch darin bestärke, die Karriereleiter im Handwerk weiter hinauf zu steigen.

Die Kurt-Alten-Stiftung ist eine private Stiftung, die 1996 von dem Wennigser Unternehmer Kurt Alten gegründet wurde. Seine Alten Gerätebau GmbH hatte sich zum europäischen Marktführer in der Verladetechnik an der Rampe entwickelt. Nachdem Kurt Alten sich vor einigen Jahren aus der Firma zurückgezogen hat, gilt sein Hauptinteresse jetzt der Förderung begabter und leistungsbereiter junger Menschen.

Ansprechpartner für die Medien: 

Prof. Dr. Berend Denkena
Mitglied des Vorstandes der
Kurt-Alten-Stiftung
Tel. 0511 7 62 25 53

Dr. Sabine Wilp
Handwerkskammer Hannover
Leiterin Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0511 3 48 59 - 36

online seit 05. Dez 2007, aktualisiert am 06. Dez 2007

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