Wir sorgen für das richtige Klima
Optimale und individuelle Lösungen für seine Kunden zu suchen, das ist ganz nach dem Geschmack von Volker Girschner. Der 58 Jahre alte Elektrotechniker- und Kälteanlagenmeister entwickelt z.B. die richtige Technik, wie bei der Chip-Produktion die Temperatur schrittweise und kondensatfrei heruntergekühlt werden kann. „Wir sorgen bei der Produktion von vielen Produkten einfach für das richtige Klima“, schmunzelt der Seniorchef des Handwerksbetriebes aus Stuhr.
Aber weil Obermeister Volker Girschner ein sehr rühriger Mensch ist, der sich auf vielen Feldern engagiert, ist vor ca. 15 Jahren ein neuer Geschäftsbereich dazu gekommen, der Girschner in ganz Europa und sogar weltweit herumkommen lässt. Der erste Auftrag entstand per Zufall. Bei einem Kunden hat er eine „Traumkälteanlage“ für die Küche eingebaut, und zwar im französischen Antibes an der Cote d´ Azur. Daraus ergaben sich Anschlussaufträge in Millionenhöhe. Ganze Villen und Landhäuser in Südeuropa sind mit Girschners Klimatechnik ausgestattet. Danach - „gute Arbeit spricht sich herum“ - erfolgten Spezialaufträge für teure Yachten vom arabischen Scheich bis zum russischen Unternehmer.
„Die große Herausforderung bei diesen Aufträgen ist, dass die Wünsche meiner Kunden nur durch Sonderanfertigungen befriedigt werden können“, erläutert Volker Girschner. Jede Yacht ist ein Unikat, ist meistens in südlichen Gefilden unterwegs und braucht Kühlung vom Turbinenantrieb über den Serverraum bis zum Fernseher an Deck. „Dazu soll die Technik so gut wie unsichtbar, leise und dennoch leistungsstark sein“, so der Handwerksmeister, der mit der Yachtenklimatisierung mittlerweile 30 Prozent seines Gesamtumsatzes erzielt.
Seit über 25 Jahren besteht die Firma Volker Girschner jetzt. Zu ihrem Erfolg trägt maßgeblich bei, dass der Chef ständig „das Ohr am Markt“ hat und sich auch an technische Neuheiten herantraut. So entwickelt er vor einigen Jahren eine eigene hochwertige Wärmepumpe, für die es allerdings zunächst nicht genügend Abnehmer gab. Doch auch auf diesem Gebiet gibt Girschner nicht auf, zukunftsweisend ist für ihn die Solartechnik als Energiequelle für Wärmepumpen.
„Für uns ist es wichtig, weiterhin breit aufgestellt zu sein und gute Fachkräfte zu finden“, betont der Unternehmer. Außerdem denkt er schon heute an die Nachfolge, die für das Jahr 2015/2016 geplant ist. Sohn Thomas wird dann die kaufmännische Leitung übernehmen, und hat bereits jetzt einige Ideen, wie der mittelständische Familienbetrieb seine Marktposition langfristig behaupten kann. (see, 06.02.2012)
online seit 06. Feb 2012, aktualisiert am 06. Feb 2012
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