Junge Nachwuchstalente heben ab!
Handwerksform Hannover zeigt im März und April die Ausstellung „ready for take off“
Hannover, 25. März 2010.- Die Handwerksform Hannover bietet seit 1963 den Kunsthandwerkern und Designer aus Hannover, aus Niedersachsen, der Bundesrepublik und dem europäischen und außereuropäischen Ausland eine Plattform zur Präsentation ihrer Arbeit. In der fast 50jährigen Geschichte des Ausstellungszentrums hat die Förderung von Nachwuchstalenten immer einen breiten Raum eingenommen. In der Frühjahrsausstellung 2010 soll diese Tradition fortgesetzt werden. Junge Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker und handwerklich produzierende Designer waren eingeladen, sich für die Ausstellung „ready for take off“ zu bewerben.
„Unser Anliegen ist es, den jungen Kreativen, die gerade dabei sind ihre ersten Schritte als Profi im Bereich der angewandten Kunst zu gehen, eine qualitativ hochwertige Ausstellungsmöglichkeit zu bieten,“ erläutert Dr. Sabine Wilp, die Leiterin der Handwerksform Hannover das Konzept. „Daher haben wir diese Einladung zur Ausstellungsbeteiligung vor allem an die Gestaltungsakademien des Handwerks und die einschlägigen Fach- und Fachhochschulen weitergegeben.“
42 angewandte junge Künstlerinnen und Künstler wurden ausgewählt, um ihre Arbeiten in der Handwerksform Hannover, einem über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus bekannten Ausstellungszentrum, einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen. Besonders stark vertreten ist der Bereich Schmuck und Gerät mit zahlreichen Absolventen der Fachhochschule Hildesheim, der Zeichenakademie in Hanau und der Goldschmiedeschule Pforzheim. Aber auch die Bereiche Keramik, Holz, Textil und Fotografie werden in der Ausstellung „ready for take off“ zu sehen sein.
Bei den Schmuckgestaltern fallen ungewöhnliche Formgestaltungen wie beispielsweise beim „Stechmückenring“ von Patric Stampfli aus Arth (Schweiz) und die Verwendung von ungewöhnlichen Materialien auf. Silikon ist der Werkstoff, aus dem Harriet Bünning (Halle) ihren farbenfrohen Schmuck fertigt; Jette Loeper (Karlsruhe) bevorzugt bei ihren Broschen die Kombination von Corian, Silber und PVC; Lucia Nieves Cortes (Berlin) nutzt farbiges Acrylglas für ihren frühlingsfrischen Schmuck und Pia Sommerlad kombiniert Polyurethan mit geschwärztem Silber.
Farbenfroh und heiter ist auch das Möbelstück, das die Raumausstatterin und Gestalterin im Handwerk Vera Kerzel (Bremen) zur Ausstellung beisteuert. „Ibiza“ heißt der Entwurf, der von den Matroschka-Puppen inspiriert zeigt, wie aus einem Sofa drei Sessel werden können, und das ganz ohne langwierige „Umbauarbeiten“.
Frühlingshaft heiter sind auch die Keramiken von Stephanie Bierwirth aus Dresden. Die betont schlichten Formen der Gefäße aus Ton und Porzellan werden von der jungen Töpferin mit Glasurstiften farbenfroh bemalt. Das Ergebnis sind richtig Gute-Laune-Stücke.
Aus Hannover bzw. der Region Hannover nehmen Katja Hunold (Schmuck), Dorlis Meier (Schmuck), Kirsten Wittstruck (Silbergerät/Porzellan) und Anne Zorn (Textil) teil. Ihre Arbeiten könnten nicht unterschiedlicher sein. Die aus Lehrte stammende Metallgestalterin Katja Hunold zeigt ihren „echt süßen“ Schmuck. Ringe und Ketten, die wie Pralinen aussehen und zum Reinbeißen einladen. Aber Vorsicht ist geboten, denn dabei könnten die Zähne auf der Strecke bleiben.
Dorlis Meier, Absolventin der Hildesheimer Fachhochschule, arbeitet lieber mit kleinen Fund- und Erinnerungsstücken. Da werden Stickereien, kleine Puppenköpfe oder ganze Garnrollen zu Colliers verarbeitet und wecken bittersüße Erinnerungen.
Kirsten Wittstruck, deren Atelier in der Eisfabrik in Hannovers Südstadt zu finden ist, hat zwei Lieblingsmaterialien: Silber und Porzellan. Während sie in früheren Ausstellungen in der Handwerksform Hannover vor allem mit ihrem silbernen Tafelgerät zu sehen war, zeigt sie dieses Mal ihre keramischen Arbeiten. Ihre gegossenen und mit dunkleren Pigmenten partiell eingefärbten Gefäßobjekte wirken sehr puristisch und edel.
Anne Zorn, Jahrgang 1985, ist gebürtige Hannoveranerin und geprüfte Modedesignerin und Maßschneiderin. Das von ihr gegründete Label heißt rockxanne. Seit 2008 entstehen unter diesem Namen Accessoires sowie kleine, feine Sommer- und Winterkollektionen, die man im Internet oder bei Modenschauen bewundern kann. Und natürlich fertigt sie auch Kleidung nach individuellen Wünschen und Maßen.
Ort:
Handwerksform Hannover
Berliner Allee 17, 30175 Hannover
Ausstellungsdauer:
27.03.2010 bis 30.04.2010
Eröffnung:
Freitag, 26.03.2010, 20 Uhr
Mit einer Klangperformance von Tobias Horn (Hannover)
Ausstellungsführungen:
Donnerstag, 08. April 2010, 16.30 Uhr
Mittwoch, 28. April 2010, 16.30 Uhr
mit Friederike Otto, Werkakademie für Gestaltung und Design im Handwerk Niedersachsen e.V.
Öffnungszeiten:
Di – Fr 11-18, Sa 11-14
So, Mo und an gesetzlichen Feiertagen geschlossen
Kontakt:
Dr. Sabine Wilp