Wissensmanagement hilft Schätze im Unternehmen heben
Hannover.- (see) Wer möchte die Stellschrauben des unternehmerischen Erfolges nicht genau lokalisieren können? Um hier Transparenz zu schaffen und die Ursachen des Erfolges für jeden Mitarbeiter nachvollziehbar zu machen, ist es wichtig, die immateriellen Erfolgsfaktoren des jeweiligen Unternehmens aufzudecken und zu bewerten.
Welche Fachkenntnisse haben die Mitarbeiter? Welche Prozesse laufen im Unternehmen ab? Welche Geschäftsbeziehungen und Kontakte bestehen? Solche und andere Fragen stehen auf der Agenda, wenn es darum geht, eine „Wissensbilanz“ aufzustellen. Ein Schatz, der in vielen Unternehmen noch nicht gehoben ist.
Was sich hinter der Idee der Wissensbilanz verbirgt und welchen Nutzen kleine und mittelständische Unternehmen daraus ziehen, vermittelte die Veranstaltung „Wissensbilanz – Made in Germany“, die Station im Haus der Region Hannover machte und in Kooperation mit der Handwerkskammer Hannover und der Industrie- und Handelskammer Hannover stattfand. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat die Reihe auf Reisen geschickt.
Zwei Betriebsinhaber präsentierten anschaulich erfolgreiche Beispiele aus der Praxis. Jochen Carls, Geschäftsführer der TRIO hair & company, beschrieb beispielsweise die langfristigen Erfolge, die sein Friseurbetrieb durch die Anstöße der Wissensbilanz erzielen konnte. „Wir kommunizieren jetzt viel gezielter mit unseren MitarbeiterInnen. Beispielsweise sorgen wir dafür, dass die internen Karrieremöglichkeiten bekannt sind und fördern die Weiterbildungsbereitschaft. Dazu gehört auch der systematische Nachweis regelmäßiger Weiterbildung, die sich im Weihnachtsgeld niederschlägt. Auf diese Weise heben wir stetig das Niveau der Arbeit und gleichzeitig die Motivation des Teams.“ Beraten wurde Jochen Carls vom Wissensbilanzmoderator Walter Pirk vom Heinz-Piest-Instituts für Handwerkstechnik.
In Hannover bietet die Technologie-Transfer-Stelle der Handwerkskammer Hannover im Rahmen des aktuellen Wissensmanagement-Projektes „ZEUPRO“ Unterstützung an, um die in der Veranstaltung gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Handwerksbetriebe können sich in spezifischen Workshops, Diskussionsrunden oder direkt in ihrem Betrieb beraten lassen.
Aufbauend auf die Informationsveranstaltung gibt es zum Beispiel ab dem 16./17. März 2010 das Angebot, an einer „Wissenswerkstatt“ teilzunehmen, in der Unternehmer fachlich begleitet das Thema Wissensmanagement in ihrem Betrieb voran bringen können.
Nähere Informationen über einzelne Veranstaltungen und das Projekt ZEUPRO, das ebenso wie die handwerkliche Innovations- und Technologieberatung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert wird, finden Sie in den unten angehängten Flyern. Gerne beantwortet Ihnen Benita v. Steinaecker von der Technologie-Transfer-Stelle der Handwerkskammer Hannover alle Fragen rund um das Thema „Wissensbilanz“. (16.02.2010)
Kontakt:
Benita v. Steinaecker