20 Jahre Zentrum für Umweltschutz: Werkstattgespräch statt Festakt

Hannover, 26. September 2013.- Die Handwerkskammer Hannover feierte heute das zwanzigjährige Bestehen des Zentrum für Umweltschutz. Statt zu einem Festakt einzuladen, nahm die Handwerkskammer dies zum Anlass, Gäste aus Handwerk, Politik, Verwaltung und Hochschulen zu einem Werkstattgespräch zu bitten, um einen intensiveren Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Handwerk und Forschung anzustoßen.

„Das Zentrum für Umweltschutz wurde vor zwanzig Jahren mit zwei Zielen gegründet: Es soll im Bereich des Umweltschutz die Informationen für das Handwerk zusammenzutragen und vermitteln, die von den Betrieben benötigt werden. Und es soll die Netzwerkarbeit leisten, die notwendig ist, damit das Knowhow und das Engagement der Handwerksbetriebe in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird,“ erklärte Walter Heitmüller, Präsident der Handwerkskammer Hannover, bei der Begrüßung der rund 100 geladenen Gäste. „Die Form des Werkstattgesprächs erschien uns besonders geeignet, um beiden Zielen des Zentrums für Umweltschutz gerecht zu werden.“

In der Startphase wurde das Zentrum für Umweltschutz von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Die inhaltlichen Fragestellungen der Arbeit haben sich in den letzten zwanzig Jahren gewandelt. Standen in der Anfangszeit des Zentrums vor allem die Umsetzung der abfallrechtlichen Regelungen im Fokus der Arbeit für die Betriebe, so sind es heute insbesondere die Themen Klimaschutz und Energieeffizienz die die Arbeit des Zentrums prägen.

„In den vergangenen Jahren haben mehr als 10.000 Teilnehmer an den Seminaren, Lehrgängen und Informationsveranstaltungen des Zentrum für Umweltschutz teilgenommen.“ so Frank-Peter Ahlers Leiter des Zentrums für Umweltschutz. „Bis heute haben alleine 2.400 Fach- und Führungskräfte aus dem Handwerk die Prüfung zum/zur Gebäudeenergieberater/in (HWK) abgelegt.“

Zu den vielfältigen Projekten, die im Laufe der vergangenen Jahre umgesetzt wurden, gehören unter anderem:
• Die Erstellung von Leitfäden zur Abfallorganisation, zum Umgang mit Gefahrstoffen, Liegenschaftsmanagement und Contracting.
• Die Begleitung des Baus des Niedrigenergiehausstadtteils Kronsberg mit Handwerkerschulungen auf den Baustellen.
• Die Tätigkeit als Umweltschutzbeauftragte für die BIEGE beim Bau des Themenparks zur EXPO 2000.
• Die Vorbereitung für die Entwicklung von Lehr- und Lerninfrastruktur für Elektromobilität im Förderungs- und Bildungszentrum der Handwerkskammer Hannover im Rahmen des Schaufenster Elektromobilität der Metropolregion.

Während in der Anfangszeit des Zentrums des Öfteren die Frage gestellt wurde, ob sich das Handwerk Umweltschutz eigentlich leisten kann, so ist dies heute eigentlich kein Thema mehr. Im Gegenteil. Handwerkskammerpräsident Walter Heitmüller stellte daher beim Werkstattgespräch fest: „Ohne das Zentrum für Umweltschutz, das Engagement und die Kreativität seiner Mitarbeiter würde das Handwerk in der Region mit Sicherheit schlechter positioniert sein als heute. Der Respekt, den man heute dem Handwerk als kompetenten Partner für Umwelt- und Klimaschutz entgegenbringt, ist mit Sicherheit auch ein Verdienst des Zentrums und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Ansprechpartnerinnen für die Medien:
Dr. Sabine Wilp
Christine Seeger