Ausbildung
Franz Fender

Ausbildung weiter forcieren

Dr. Carl-Michael Vogt, stellvertrender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, über die aktuelle Ausbildungsplatzsituation im Handwerkskammerbezirk Hannover.

  • Ausbildungsprämie aus Konjunkturpaket II geht für Handwerksbetriebe ins Leere
  • Noch knapp über 600 Lehrstellen für das Ausbildungsjahr 2020 im Kammerbezirk zu besetzen
  • Berufsauswahl noch vielfältig möglich

Hannover, 3. August 2020. Mit zahlreichen Kampagnen macht die Handwerkskammer Hannover auf die Ausbildungs- und Karrierechancen im Handwerk aufmerksam. Die Nachfrage steigt verzögert, aber stetig. Über www.hwk-hannover.de/lehrstellenboerse gibt es aktuell noch zahlreiche Berufschancen in handwerklichen Lehrberufen.

"Seit Mai dieses Jahres war klar, dass wir mehr für die Mitgliedsunternehmen in Sachen Auszubildenden-Akquise tun müssen als in den Vorjahren", so Dr. Carl-Michael Vogt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover und unter anderem zuständig für AusbiIdungsrecruiting für die Betriebe im Kammerbezirk. Daher sei man weit über das Kampagnenengagement der vergangenen Jahre hinausgegangen. "Wir appellieren insbesondere an Eltern und Lehrer: Machen Sie die jungen Leute neugierig und informieren Sie sie!", betont Vogt. Durch die Home-Schooling-Situation vor den niedersächsischen Sommerferien sei es umso wichtiger, dass gerade auch Eltern ihre Kinder aktiv bei der Berufsorientierung unterstützen. "Die Angebote sind in Hannover und der Region enorm. Einen hervorragenden Überblick bietet unsere Lehrstellenbörse auf www.hwk-hannover.de/lehrstellenboerse," hebt Vogt hervor.

Darüber hinaus hätten die erwarteten Maßnahmen aus dem zweiten Konjunkturpaket der Bundesregierung manche Betriebe bereits geschlossene Ausbildungsverträge zur Eintragung in die Lehrlingsrolle zurück gehalten. "Solange unklar war, wie die Ausbildungsprämie konkret ausgestaltet ist, bestand seitens der Handwerksunternehmen noch die Hoffnung, eine Förderung zu erhalten", so Vogt. "Zwischenzeitlich aber ist durch die überwiegend positive Auftragslage klar: Nur wenige Betriebe im Handwerk werden von der Ausbildungsprämie profitieren. Die relevanten Bemessungs-Zeiträume und Umsatzkennzahlen liegen in der Vergangenheit. Hier hab es aber außer in den unmittelbar betroffenen Gesundheitsgewerken wenn nur geringe Auftrags- und damit Umsatzrückgänge." Daher gehe die Förderung für die meisten Handwerksbetriebe ins Leere, sagt Vogt auch unter Verweis auf die seit heute möglichen Förderanträge über die jeweils lokal zuständigen Agenturen für Arbeit.

Pressekontakt:

Nina Lemmerz-Sickert
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