Fotolia

Ausweitung der Fremdenverkehrsabgabe beschlossen

Handwerkskammer Hannover kritisiert den Beschluss, mit dem Gemeinden eine neue Abgabe zu Lasten der heimischen Wirtschaft einführen können.

Hannover, 01. März 2017.-  Am Aschermittwoch kommt manchmal das böse Erwachen am Ende der närrischen Zeit. Der diesjährige Aschermittwoch ist ein solcher Tag. Die Rot-Grüne-Landtagsmehrheit hat die Möglichkeit der Ausweitung der Fremdenverkehrsabgabe auf alle Gemeinden in Niedersachsen beschlossen, die herausgehobene Sehenswürdigkeiten und besondere Sport- und oder Freizeitangebote vorhalten. Damit wurde für Gemeinden die Grundlage geschaffen, eine neue Abgabe zu Lasten der heimischen Wirtschaft einzuführen.

Zusammen mit anderen Wirtschaftsverbänden hatte die Handwerkskammer Hannover ebenso wie die Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen in den vergangenen Jahren vor diesem Schritt gewarnt und auf die negativen Folgen für die standortgebundene Wirtschaft hingewiesen.

„Diese Abgabe trifft dieselben Betriebe, die sich mit der Gewerbesteuer bereits am finanziellen Wohlergehen ihrer Gemeinde beteiligen. Durch den Tourismus bei Handwerksbetrieben anfallende Einnahmen könne also künftig doppelt besteuert werden“, kommentiert der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, Jans-Paul Ernsting, den Beschluss der Mehrheit des Landtages.

Besonders bedenklich sei es, so Ernsting, dass dieser Landtagsbeschluss nach der Ausweitung der wirtschaftlichen Betätigungsmöglichkeiten der Kommunen zu Lasten der heimischen Wirtschaft in kurzer Zeit eine zweite politische Weichenstellung darstellt, die dem Handwerk unmittelbar schadet. (01.03.2017)



Kontakt:

Dipl.-Ing. Dipl.-Oec. Dietmar Rokahr
Geschäftsführer

Tel. (05 11) 3 48 59 - 71
Fax (05 11) 3 48 59 - 32
rokahr--at--hwk-hannover.de