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Azubi-Rekord bei den Schornsteinfegern

Der Beruf des Schornsteinfegers ist so beliebt wie nie!

Hannover.- (ak) "Das sind die höchsten Ausbildungszahlen, seit es darüber Aufzeichnungen gibt", freut sich Carsten Böttcher, stellvertretender Obermeister der Schornsteinfegerinnung Hannover. Insgesamt 25 junge Menschen haben im September dieses Jahres eine Ausbildung im Schornsteinfegerhandwerk begonnen. Zum Vergleich: 2018 waren es 15 Auszubildende.

Welches Geheimnis steckt hinter den Rekordzahlen?

"Wir sind gut miteinander vernetzt. 95 Prozent der Betriebe sind Innungsmitglieder. Jedes Jahr fragen wir, ob noch eine Auszubildende oder ein Auszubildender gesucht wird", erklärt Böttcher. Freie Ausbildungsplätze können so vermittelt werden. "Manchmal kommt es vor, dass ein Betrieb keine Zeit für einen Azubi hat, trotzdem gerne ausbilden möchte. Dann gibt es so etwas wie ein Ausbildungsverbund". Das heißt: Zwei Betriebe schließen sich zusammen und bilden eine Auszubildende oder einen Auszubildenden aus. Beide teilen sich somit sämtliche Aufgaben und der Lehrling bekommt noch mehr Einblicke in den Beruf.

Was macht das Handwerk so beliebt?

Schornsteinfeger tragen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz bei und minimieren zum Beispiel die Feinstaubbelastung bei Gebäudekontrollen. Auch in Sachen Digitalisierung sind sie Vorreiter: Viele Betriebe sind komplett papierlos, Rechnungen werden per Mail an Kunden verschickt und die Datenübertragung läuft über das IPad. Nennenswert ist auch: "Wir haben uns immer für Gleichberechtigung eingesetzt, der Frauenanteil in unserem Beruf steigt zunehmend", so der stellvertretende Obermeister. (09.09.2019)

 Weitere Informationen zum Schornsteinfegerberuf bekommen Sie hier auf der Webseite der Schornsteinfegerinnung.