Kfz-Auszubildende in der Werkstatt
FRANZ FENDER
Kfz-Auszubildende in der Werkstatt

Bereitschaft auszubilden ist trotz Corona hoch

Bereits mehr als 300 Neuverträge per 28. Februar im Kammerbezirk+++Steigerung von 2,33 Prozent gegenüber Vorjahr+++Nachfrage im ländlichen Raum überproportional hoch.

Hannover, 2. März 2021. Im Rahmen der monatlich durch die Handwerkskammer Hannover erhobenen Lehrlingsrollen-Statistik konnte eine im Vergleich zum Vorjahr gute Entwicklung festgestellt werden: Die Zahl der Ausbildungsverträge ist trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auf stabilem Niveau.

„Das Plus von 2,33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum stimmt uns sehr optimistisch für das Ausbildungsjahr 2021“, so Dr. Carl-Michael Vogt, der als stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover unter anderem für Unterstützung von Nachwuchsrekrutierung der Mitgliedsunternehmen verantwortlich ist. „Insbesondere in Gewerken, wie beispielsweise Kfz, freuen wir uns über die Bereitschaft, trotz hoher Umsatzeinbußen im vergangenen Jahr und unklarer Zukunftsprognose, weiterhin auszubilden.“ Konkret in Zahlen: Während bis Ende Februar des vergangenen Jahres 41 Ausbildungsverträge mit dem Berufsbild Kfz-Mechatroniker*in abgeschlossen waren, sind es in diesem Jahr bereits 47 per 28. Februar. Das entspricht einem Plus von 14,63 Prozent. „Das Handwerk bietet Ausbildungsplätze mit vielen Karrieremöglichkeiten und vor allem auch Sicherheit“, beurteilt Vogt die Perspektive für junge Menschen.

Regionale Verteilung

In den Landkreisen Diepholz (73 Neuverträge, plus 46 Prozent) und Hameln-Pyrmont (37 Verträge, plus 48 Prozent) entwickelt sich die Nachfrage zu Ausbildungsplätzen im Handwerk in den ersten beiden Monaten überproportional gut. „Eine Erklärung hierfür könnte sein, dass die alternativen Maßnahmen zur Berufsorientierung besser gegriffen haben, als in städtischen Regionen“, so Vogt. „Durch die Schulschließungen fällt eine wesentliche Säule der Begleitung Jugendlicher weg: die pädagogisch begleitete Berufsorientierung. Wir haben zahlreiche Formate auch in Kooperationen mit Schulen entwickelt. Aber Eltern und Großeltern bleiben weiterhin gefordert, jungen Menschen bei der Entwicklung eines Berufswunsches zu unterstützen.“ Dies werde auch für 2021 gelten.

Wie sich die Ausbildungsbereitschaft in Gewerken, die von Schließungen betroffen waren oder sind, bleibt abzuwarten. Hierüber werden weitere, aktuell laufende Umfragen zur Konjunktur näheren Aufschluss geben. Die Ergebnisse der Frühjahrskonjunkturumfrage werden für Anfang April erwartet.

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