Arbeit mit Maske Corona
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Die neue Corona-Verordnung

Um die Infektionsdynamik in Niedersachsen wieder unter Kontrolle zu bekommen, treten neue Regelungen in Kraft.

Die Inhalte des Bund-Länder-Beschlusses vom 28.10.2020 sind in die Niedersächsische Corona-Verordnung eingearbeitet. Die Regelungen treten im November 2020 in Kraft. Grundsätzlich gilt: Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, den Abstand einzuhalten und wo die Abstandeinhaltung nicht möglich ist, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.



Die wichtigsten Punkte in Bezug auf das Handwerk haben wir hier für Sie zusammengefasst



  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie zum Beispiel Kosmetikstudios müssen ab dem 02.11.2020 schließen.

  • Laut dem FAQ der Landesregierung heißt es in Bezug auf Fußpflege und Podologie: "Weiterhin zulässig sind medizinisch notwendige Behandlungen in der Fußpflege und Podologie. Dies umfasst nicht nur die medizinisch verordnete Fußpflege sondern auch Fußpflege für Menschen, die sich nicht mehr allein in diesem Bereich pflegen können. Diese Dienstleistungen können von Podologinnen/Podologen wie auch Fußpflegerinnen/Fußpfleger unter Beachtung der Hygienestandards durchgeführt werden. Rein kosmetische Fußpflege zur Verschönerung der Nägel zählt allerdings hier nicht zu und ist somit nicht zulässig."
    Das vollständige FAQ der Niedersächsischen Landesregierung finden Sie hier.

  • Friseursalons bleiben unter den bestehenden Hygieneauflagen geöffnet.

  • Der Groß- und Einzelhandel, Optiker und Hörakustiker bleiben unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche aufhält.

Generell gilt: Jedes Unternehmen ist angehalten ein Hygienekonzept umzusetzen und angesichts der Infektionszahlen ggf. anzupassen. Weitere Informationen hierzu bieten die zuständigen Berufsgenossenschaften.



Unterstützung für Unternehmen

Novemberhilfe

Seit dem 26.11.2020 können Unternehmen, Soloselbständige und freiberuflich Tätige ihre Anträge für die Novemberhilfen stellen. Direkt nach erfolgreicher Antragstellung wird automatisch ein Abschlag an die Betroffenen ausgezahlt.

Die Novemberhilfe mit einem Umfang von mehr als 10 Milliarden Euro bietet eine zentrale Unterstützung für Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die von den aktuellen Corona-Einschränkungen besonders betroffen sind. Das Verfahren der Abschlagszahlung umfasst folgende Punkte:

  • Soloselbständige erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro; andere Unternehmen erhalten bis zu 10.000 Euro
  • Die Antragstellung und Auszahlung erfolgt voll elektronisch über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de
  • Die ersten Auszahlungen der Abschlagszahlungen erfolgen ab Ende November 2020
  • Um Missbrauch vorzubeugen werden Maßnahmen zur Sicherstellung der Identität des Antragstellers vorgesehen.

Weitere Infos dazu hier



Überbrückungshilfe II

Die sogenannte Überbrückungshilfe II knüpft an die Überbrückungshilfe I (Juni-August 2020) an. Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für diesen Zeitraum können ab sofort gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2020.

Weitere Infos dazu hier



Weitere informative Links

Infos zur Kurzarbeit finden Sie hier

Infos zur Beantragung von Krediten der NBank und der KfW-Bank finden Sie hier



Bitte beachten Sie: Die Landkreise und kreisfreien Städte legen in bestimmten Fällen durch öffentlich bekannt zu gebende Allgemeinverfügung weiterführende und ggfs. einschränkende Regelungen fest.

Alle von hier gegebenen Auskünfte erfolgten auf der Grundlage der bis zum 30.11.2020 geltenden Coronaverordnung. Wie sich die Rechtslage dann darstellen wird, ist nicht absehbar, da dies maßgeblich von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens abhängen wird.



Nützliche Links:

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat zu Mundschutz und Handhygiene Informationen bereitgestellt. Besonderer Wert ist auf eine angemessene Handhygiene und Husten- und Nies-Etikette sowie einen entsprechenden Abstand zu legen (www.infektionsschutz.de).

Das Robert-Koch-Institut (RKI) liefert Daten und Fallzahlen, Krankheitsdefinition und Umgang mit möglicherweise infizierten Personen unter www.rki.de.

Eine Beurteilung der aktuellen Situation in Deutschland findet sich auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit www.bundesgesundheitsministerium.de.

Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu den arbeitsrechtlichen Auswirkungen des Coronavirus finden Sie unter www.bmas.de > Presse > Meldungen.   Informationen zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft finden Sie unter www.bmwi.de > Weiterführende Informationen und FAQ. 

Für Fragen kontaktieren Sie unsere Berater – bitte ausschließlich telefonisch!

Dr. Matthias Lankau
Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik und Unternehmensberatung

Tel. (05 11) 3 48 59 - 64
Fax (05 11) 3 48 59 - 32
lankau--at--hwk-hannover.de

Dipl.-Ing. Dipl.-Oec. Dietmar Rokahr
Geschäftsführer

Tel. (05 11) 3 48 59 - 71
Fax (05 11) 3 48 59 - 32
rokahr--at--hwk-hannover.de

Fragen zu den Regelungen können Sie auch über die Telefon-Hotline des Landes Niedersachsen unter 0511/120-6000 klären. Die Berater:innen sind dort montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 15 Uhr erreichbar.