HWK Hannover

Das Handwerk: Offizieller Ausrüster der Energiewende

Hannover, 20. Mai 2012.- Am 20. Mai 2012 findet in Hannover der fünfte autofreie Sonntag statt. In diesem Jahr sind erstmals auch die Handwerkskammer Hannover und die Innung des Kfz-Technikerhandwerks Niedersachsen-Mitte mit von der Partie. Auf einem etwa 5 x 15 Meter großen Areal neben der Markthalle an der Ecke Leinstraße/Karmarschstraße ist der Gemeinschaftstand des Handwerks zu finden. Leicht erkennbar an zwei großen Bannern mit der Aufschrift:

Offizieller Ausrüster der Energiewende.
Wir sind Handwerker. Wir können das.

"Autos beim autofreien Sonntag? Das hört sich zunächst vielleicht widersprüchlich an,“ erklärte Walter Heitmüller beim Pressetermin auf dem Gemeinschaftsstand. "Ist es aber nicht wirklich. Denn im Rahmen des autofreien Sonntags nutzen wir die Möglichkeit, Fahrzeuge mit rein elektrischen Antrieben vorzustellen, um zu zeigen, wie umweltfreundlicher Individualverkehr gelingen kann.“

Elektrofahrzeuge sind momentan auf Deutschlands Straßen noch  Exoten. Zum Jahresbeginn 2011 waren bundesweit 37.000 Hybridfahrzeuge und 2.300 reine Elektrofahrzeuge zugelassen. Aber das kann sich in absehbarer Zukunft ändern, denn die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straßen zu bringen.

"Wir wollen Schwellenängste abbauen,“ erklärt Fritz Henze, Obermeister der Innung des Kfz-Technikerhandwerks Niedersachsen-Mitte. "Ich selbst bin in Hannovers Innenstadt jetzt schon verschiedene Male mit dem Renault Twizy unterwegs gewesen und kann nur sagen, das macht richtig Spaß. Aber es ist schon ein etwas anderes Fahrgefühl, denn Elektroautos sind wirklich sehr leise. Das bedeutet: man muss beispielsweise aufpassen und damit rechnen, dass man nicht gehört wird.“

Neben dem witzigen Funcar Renault Twizy konnten Elektrofahrzeuginteressierte beim autofreien Sonntag auch in einem Eco-Carrier, Renault Kangoo, Mitsubishi iMiev, E-Smart oder Mercedes Benz E-Cell probesitzen. Darüber hinaus wurden stündlich Testfahrten im Renault Twizy, im Tazzari, im Renault Kangoo Z.E. und im Renault Fluence Z.E. verlost. 

Mehr Elektromobilität auf Deutschlands Straßen kann nur mit dem Handwerk erreicht werden. Da waren sich die Organisatoren des handwerklichen Gemeinschaftsstandes einig. Das ist auch der Grund, warum sich das Handwerk am Projekt "Schaufenster Elektromobilität“ beteiligt.

"Eine ganze Reihe von Betrieben können schon Elektromobilität,“ erklärten Handwerkskammerpräsident Walter Heitmüller und Obermeister Fritz Henze denn auch übereinstimmend. Schließlich seien im Kompetenzzentrum Kfz des Förderungs- und Bildungszentrum der Kammer in Garbsen bereits mehr als 100 Kfz-Mechaniker im Bereich Hochvolt-Technik geschult worden.

Im Rahmen des Schaufensters Elektromobilität soll diese Zahl jetzt in relativ kurzer Zeit noch erheblich gesteigert werden. Das Qualifizierungskonzept setzt daher auf eine enge Zusammenarbeit der drei Handwerkskammern Hannover, Hildesheim-Südniedersachsen und Braunschweig-Lüneburg-Stade mit den Innungen, Berufsschulen und Herstellern in der Metropolregion.

 

Ansprechpartnerin für die Medien:
Dr. Sabine Wilp