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Ein sattes Plus bei den Lehrverträgen

Hannover, 20. Januar 2015.- Gute Nachrichten gleich zu Jahresanfang hat die Handwerkskammer Hannover zu vermelden. Bei den neu eingetragenen Ausbildungsverträgen gab es einen deutlichen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Bis zum 31. Dezember 2014 wurden im Handwerkskammerbezirk Hannover 3.087 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. „Das ist eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, mit der wir sehr zufrieden sind“, erläutert Carl-Michael Vogt, der für den Bereich Bildung zuständige Geschäftsführer der Handwerkskammer Hannover. Das Plus von 2,49 Prozent (75 Verträge) im Vergleich zum 31. Dezember 2013 zeige, dass die Handwerksbetriebe wissen, dass die Ausbildung von jungen Menschen das beste Mittel sei, um zukünftigem Fachkräftemangel vorzubeugen. „Wir wissen aber auch, dass es viele Betrieben große Anstrengungen gekostet hat, ausbildungsfähige und –willige Bewerber zu finden“, so Vogt.

Speziell in den Landkreisen Diepholz und Schaumburg wurden positive Zahlen geschrieben. In Schaumburg stieg die Zahl der neu eingetragenen Verträge um 21,4 Prozent auf jetzt 250 Verträge. Im Landkreis Diepholz stehen 480 Verträge in 2014 438 Verträgen aus 2013 gegenüber. Das entspricht einem Zuwachs von 9,6 Prozent. Nicht ganz so erfreulich ist die Entwicklung in der Region Hannover verlaufen. Hier gab es ein leichtes Minus von 0,8 Prozent. Die neu eingetragenen Ausbildungsverträge gingen von 1.833 in 2013 auf 1.818 in 2014 zurück.

„Besonders erfreulich finden wir, dass eine wachsende Zahl von Abiturienten das Handwerk für sich entdeckt“, betont Vogt. Der Anteil an Lehrlingen mit (Fach-)Hochschulreife ist 2014 um fast 1,5 auf 11,5 Prozent gestiegen.

„Wir haben diese Zielgruppe in den vergangenen Jahren verstärkt in den Blick genommen und können jetzt erste Erfolge verzeichnen“, so Vogt und er ist sich sicher, dass nicht zuletzt das neue Angebot eines trialen Studiums dazu beigetragen hat, junge Menschen mit Abitur für das Handwerk zu begeistern. „In viereinhalb Jahren drei Abschlüsse erwerben zu können – den Gesellenbrief, den Meisterbrief und den Bachelor of Arts Handwerksmanagement – das verlangt den Studentinnen und Studenten zwar eine Menge ab. Auf der anderen Seite können sie hier in idealer Weise praktisches und theoretisches Wissen miteinander kombinieren und sich in kürzester Zeit für Führungsaufgaben im Handwerk qualifizieren.“

Und noch eine positive Botschaft hält das Handwerk im Handwerkskammerbezirk Hannover bereit: Für das neue Ausbildungsjahr sind bereits rund 800 offene Lehrstellen verzeichnet. Wer sich also für eine Ausbildung im Handwerk interessiert, findet unter www.hwk-hannover.de/lehrstellenboerse bereits jetzt ein große Auswahl an spannenden Berufen.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Dr. Sabine Wilp