Handwerksform Hannover

Formvollendet, kreativ und originell!

Wer das besondere Geschenk sucht, sollte die 64. Weihnachtsschau auf keinen Fall verpassen.

Hannover, 22. November 2013.- Norddeutschlands größte vorweihnachtliche Kunsthandwerksausstellung hat Tradition. Bereits zum 64. Mal findet sie in diesem Jahr in der Handwerksform Hannover statt. Fast 130 angewandte Künstler und Designer aus der gesamten Bundesrepublik präsentieren vom 23. November 2013 an drei Wochen lang in den Ausstellungsräumen an der Berliner Allee ihre schönsten Objekte.

Rund 10.000 Objekte aus allen Werkbereichen warten auf Schau- und Kauflustige: Becher, Schalen, Teller, Taschen, Figuren, Tischdecken, Handytaschen, Mäntel, Hüte, Tücher, Teppiche, Schmuck, Puppen und vieles, vieles mehr. Alle Werkbereiche sind mit exklusiven Unikaten oder Kleinserien vertreten.

Wer ungewöhnliche Dinge für den Alltag aus Glas, Gold und Silber, Holz, Keramik, Leder, Metall, Papier, Stein oder Textil sucht, der findet hier eine Vielfalt und Qualität, die ihresgleichen sucht. Kreative, originelle, formvollendete und vor allem handwerklich produzierte Produkte geprägt von der Handschrift des jeweiligen Kunsthandwerkers oder Designers. Und natürlich bietet auch die 64. Weihnachtsschau wieder eine spannende Mischung von „alten“ und „neuen“ Ausstellern.

Glas

Glaskünstler Michael Schwarzmüller aus Karlsruhe ist in diesem Jahr zum ersten Mal bei der Weihnachtsschau vertreten. Seine Objekte sind mundgeblasen und frei geformt. Die ungleichmäßigen, organischen Konturen machen jeden Becher oder jede Vase zum Einzelstück. Dabei nutzt Michael Schwarzmüller das hitzebeständige Borosilikatglas, das sich hervorragend für kalte und heiße Getränke, für Fingerfood, raffinierte Nachspeisen und nicht zuletzt für die Spülmaschine eignet.

Gold und Silber

Im Schmuckbereich gibt es zahlreiche neue Ausstellerinnen. Zum Beispiel die Goldschmiedemeisterin Jutta Ulland aus Arhaus. Ihr Schmuck hat einen ganz eigenen Dreh, eine besondere Wicklung. Verschlungene Schlichtheit, die sich zu einem edlen und eleganten Ganzen verbindet. Eher verspielt ist dagegen die Pralinen-Schmuckserie von Katja Hunold (Lehrte). Martina Tornow (Rodenbach) stellt erstmals ihren Knotenschmuck vor, und Vera Rhodius (Burgbrohl) zeigt delikate Armbänder, Ketten und Ringe, bei denen sie antike Glasperlen, Silber und Feingold kombiniert.

Holz

Es ist uns eine ganz besondere Freude, dass wir im Holzbereich in diesem Jahr erstmals die hauchdünnen Schalen von Friedemann Bühler aus Langenburg zeigen können. In seiner Werkstatt entstehen in einem langwierigen und aufwändigen Fertigungsprozess einzigartige, gedrechselte Holzobjekte. Die passenden Baumstämme zumeist Esche, Eiche oder Bergahorn sucht der Künstler sorgfältig aus. Die Rohlinge werden in Wasser eingelegt und in nassem Zustand gedrechselt. Beim Trocken entstehen schlichte, asymmetrische Formen, die Bühler in puristischem Schwarz und kraftvollem Rot einfärbt. Oder er bleicht das Holz, so dass es elfenbeinfarben erscheint. Bühler wurde 2010 mit dem Grassipreis ausgezeichnet.

Keramik

Unter den Keramikerinnen möchten wir die mit vielen renommierten Preisen ausgezeichneten Arbeiten von Karin Bablok aus Hamburg hervorheben. Ihre Gefäße sind auf der Scheibe gedreht und bei ca. 1.300 Grad in der offenen Flamme gebrannt. Bei der Gestaltung spielen Formgebung und Malerei eine ebenbürtige Rolle. Bablok lässt sich von Intuition und Ration gleichermaßen leiten. Dies spiegelt sich auch in der farblichen Reduktion wieder: weiße Gefäßkörper aus Porzellan bilden den Untergrund für schwarze Glasurmalerei. Vornehmlich schlichte Zylinder werden auf der Scheibe achsensymmetrisch rund gedreht, im lederharten Zustand dann durch Klopfen verformt oder zerschnitten, um sie dann wieder neu zusammenzusetzen.

Ebenfalls zum ersten Mal mit dabei ist die Keramikerin Susan Heise aus Leipzig. Ihre schlichten und zeitlos schönen Einzelstücke und Kleinserien aus Porzellan sind der klassischen Formensprache verpflichtet und lassen europäische und asiatische Vorbilder gleichermaßen erkennen. Die Gefäße von Susan Heise bestechen durch ihre zartfarbigen Glasuren, die das Grau des Alltags durchbrechen. Bei aller Fragilität sind Becher, Vasen und Schalen aber allen Anforderungen des modernen Haushalts gewachsen. Sie sind lebensmittelsecht und spülmaschinenfest.

Textil

Passend zur kalten Jahreszeit gibt es in der Weihnachtsschau 2013 selbstverständlich auch wieder ein umfangreiches Angebot im Textilbereich. Hier findet man Handgewebtes für Tisch und Tafel, schmückende Accessoires, wärmende Schals und modische Jacken, Mäntel und Kleider.

Zum ersten Mal mit von der Partie ist die Hildesheimer Modedesigner Juliana Rodica Circa, mit ihrer Modelinie, die mal puristisch und mal verspielt daher kommt. Ganz neu im Portfolio der Weihnachtsschau ist auch Maria Stieger (Berlin) mit ihrem jungen, nachhaltigen Stricklabel. Die Inspiration für ihre Modelle, die in liebevoller Handarbeit, 100% Made in Berlin entstehen, findet Maria Stieger größtenteils in der Natur. So inspirieren sie zum Beispiel Früchte zu interessanten Farbgebungen und zu mehrfarbig strukturierten Flächen. Alle Produkte werden aus hochwertigen biologischen und recycelten Materialien gefertigt.

Großen Wert auf Nachhaltigkeit legt auch die Textildesignerin Ute Ketelhake aus Springe, die Teppiche entwickelt, die aus hochwertigen Produktionsüberschüssen der Textilindustrie gefertigt werden. Second Life Rugs heißen die handgeknüpften Teppiche, für die die Diplomdesignerin Zuschnittreste aus kontrolliert biologischer Schurwollen verarbeitet. Dafür wurde Ute Ketelhake am 11. November 2013 in Berlin mit dem Bundespreis Ecodesign 2013 ausgezeichnet.

Auch Stefanie Deitert aus Bremen setzt auf Upcycling. Ihre Taschen und Täschchen sind samt und sonders Einzelstücke, die aus recycelten Theaterkostümen deutscher Bühnen gefertigt werden. Die Kollektion „Ich war ein Theaterkostüm“ gibt es seit 2011. Sie wird jetzt erstmalig in Hannover gezeigt. Zu jedem Produkt gibt es ein Heftchen, mit einer Geschichte zu den verwendeten Kostümteilen. Die Handlung beliebter Theaterstücke und Opern wird beschrieben und die Rolle, die der Tasche zugedacht wurde, wird erläutert.

Die Weihnachtsschau beginnt am 23. November 2013 und dauert bis zum 15. Dezember 2013. Sie ist täglich – auch an den Wochenenden – in der Zeit von 10-18 Uhr geöffnet.

 

Ansprechpartnerin für die Medien:
Dr. Sabine Wilp