Kammerpräsident Karl-Wilhelm Steinmann
Edelmann
Kammerpräsident Karl-Wilhelm Steinmann

Fortschritte bei der politischen Interessenvertretung

In der Herbstvollversammlung zog Kammerpräsident Karl-Wilhelm Steinmann eine erste Bilanz für das Jahr 2017.

Hannover, 07. Dezember 2017.- In der Herbstvollversammlung der Handwerkskammer Hannover konnte Kammerpräsident Karl-Wilhelm Steinmann erneut am Ende des Jahres vermelden: dem  Handwerk geht es gut. Alle Konjunkturindikatoren zeigen nach oben.

Steinmann wies darauf hin, dass auch die Beschäftigung deutlich zugelegt habe. Die Auslastung der betrieblichen Kapazitäten sei im Vergleich zu den Vorquartalen weiter gestiegen, so dass man in einen Bereichen bereits an Kapazitätsgrenzen stoße, zumal es immer schwerer werde, die notwendigen Fachkräfte zu finden. Die stabile Konjunkturlage habe darüber hinaus dazu geführt, dass sich die Investitionstätigkeit im Gesamthandwerk verbessert habe. Zwar hätten sich die Einkaufspreise für nahezu alle Betriebe erhöht. Aufgrund der guten Nachfrage gelinge es den Betrieben aber, die Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben.

Auch für die kommenden Monate gehen die befragten Betriebe von einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung auf hohem Niveau aus. Allerdings werde sich die Konjunktur in den einzelnen Handwerksbranchen sehr unterschiedlich darstellen. Während das Bauhandwerk, das Ausbauhandwerk und das Nahrungsmittelhandwerk weiterhin zuversichtlich wirken, ist dies in den übrigen Handwerksbranchen nicht in gleichem Ausmaß der Fall.

Kammerpräsident Steinmann nutzte die Herbstvollversammlung, um eine erste Bilanz der politischen Interessenvertretung für 2017 zu ziehen. Er wertete es als positiv, dass die vorgezogene Landtagswahl in Niedersachsen anders als im Bund sehr schnell zu einer Regierungsbildung geführt habe und damit wieder stabile Verhältnisse eingekehrt seien.

Positiv sei auch, dass mit dem Kultusministerium eine Übereinkunft zum Berufsabitur verabredet wurde, ein Angebot, bei dem die Hochschulreife und die duale Ausbildung bis zur Gesellenprüfung miteinander verknüpft werden.

Als großen Erfolgt wertete Steinmann darüber hinaus, dass die Einführung einer Meisterprämie mit dem ehemaligen Wirtschaftsminister Olaf Lies fest verabredet worden sei. Im Koalitionsvertrag findet sich diese Prämie als Bestandteil der sog. Meisteroffensive wieder, die neben der Prämie für erfolgreiche Absolventen und Absolventinnen von Meisterprüfungen in Niedersachsen, auch eine Gründungsprämie umfasst. „Wir werden uns jetzt möglichst schnell mit den zuständigen Ministerien zusammensetzen, um die Ausgestaltung der Meisteroffensive voranzutreiben“, so der Kammerpräsident.

Karl-Wilhelm Steinmann wies aber auch darauf hin, dass längst nicht alle Wünsche und Forderungen des Handwerks 2017 erfüllt bzw. in den Koalitionsvertrag aufgenommen worden seien. Insbesondere vermisse er eine konkrete Aussage zur Förderung der Berufsbildungszentren des Handwerks.

Die Handwerkskammer Hannover sei Jahr für Jahr gefordert, den Campus Handwerk in Garbsen-Berenbostel auf dem neuesten Stand zu halten. Das erfordere ganz erhebliche Investitionen. Der Eigenanteil der Kammer für die derzeit laufende energetische Modernisierung liege inzwischen bei rd. 35 Prozent. Der Förderanteil des Landes Niedersachsen sei hingegen auf 20 Prozent zurückgefahren worden. Dies sei angesichts der notwendigen Investitionen deutlich zu wenig. Hier werde man mit der Politik ins Gespräch gehen, um eine Nachbesserung zu erreichen, kündigte Steinmann an.

Auch in Sachen Digitalisierung wünscht sich die Handwerkskammer Hannover Hilfe vom Land, etwa bei der Förderung eines Digitalisierungscoaches nach dem Vorbild der Nachfolgemoderatoren. Aber auch als Finanzspritze für Digitalisierungswerkstätten, wie sie von der Handwerkskammer Hannover im Rahmen eines Pilotprojektes mit Feinwerkmechanikerbetrieben bereits durchgeführt wurde bzw. als Förderung von Digitalisierungsinvestitionen in den Handwerksbetrieben.

 

 

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