v.l.n.r.: Monika Serreck, Philipp Rogoll, Fabian Berkenhoff und Prof. Dr. Berend Denkena

Seeger
v.l.n.r.: Monika Serreck, Philipp Rogoll, Fabian Berkenhoff und Prof. Dr. Berend Denkena

Geldsegen kurz vor Weihnachten: 10.000 Euro für ausgezeichnete Handwerker

Hannover, 03. Dezember 2014.- Der Tischler Philipp Rogoll und der Elektroniker Fabian Berkenhoff können sich freuen. Kurz vor Weihnachten gibt es für jeden der beiden einen dicken Scheck in Höhe von jeweils 5.000 Euro. Damit honorierte die Kurt-Alten-Stiftung im Rahmen der Herbstvollversammlung der Handwerkskammer Hannover erneut ausgezeichnete Leistungen von jungen Handwerkern, die einen technischen Beruf ausüben.

Handwerkskammerpräsident Karl-Wilhelm Steinmann zeigte sich hocherfreut, dass die private Stiftung seit fast anderthalb Jahrzehnten junge Handwerkerinnen und Handwerker auszeichnet. Die finanzielle Stütze sei in vielen Fällen ein großer Ansporn, um die Karriereleiter im Handwerk weiter hinauf zu steigen.

Tischler Philipp Rogoll aus Schellerten zog es nach dem Abitur in Hildesheim an die Werkbank anstatt ins Büro oder an die Universität. Er lernte das Tischlerhandwerk bei der Fricke & Co. Kg in Neubruchhausen, die neben dem Schwerpunkt Möbeltischlerei auf Yachtinnenausbau spezialisiert ist. In den drei Jahren Lehrzeit und in der Gesellenprüfung, die er mit der Note „sehr gut“ abschloss, zeigte der 22-Jährige so überdurchschnittlich gute Leistungen, dass er in diesem Jahr sogar Kammersieger im Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks geworden ist. Pläne für seine berufliche Zukunft hat der junge Tischler auch schon geschmiedet: Er möchte den Meistertitel erwerben und sich zum Holzbetriebstechniker und Gestalter weiterbilden, um in einigen Jahren die Tischlerei seines Vaters übernehmen zu können. Mit „Herzblut“ will er sich auch noch ein weiteres Standbein erarbeiten und strebt die Ausbildung zum Bestatter an. Nach Meinung der Jury ist das Preisgeld bei der Finanzierung dieses Weiterbildungs-Rundum-Pakets bestens eingesetzt.

Der zweite Preisträger überzeugte die Jury nicht nur durch seine Noten, sondern auch mit der Art und Weise, wie er auf seinem Berufsweg – auch unter erschwerten Bedingungen - zielstrebig voranschreitet. Fabian Berkenhoff aus Landesbergen entschied sich nach der Fachhochschulreife für eine Ausbildung als Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik bei der Frerk Elektromotoren GmbH in Liebenau. Nach einem Jahr Unterbrechung fand er in die Ausbildung zurück und schloss die Gesellenprüfung mit einem Notendurchschnitt von 1,5 ab. Als nächstes hat sich Berkenhoff vorgenommen, ab März 2015 den Meisterlehrgang Elektromaschinenbau in Oldenburg zu besuchen.

Die Preisträger überzeugten die Jury der Kurt-Alten-Stiftung nicht nur mit den sehr guten Leistungen in den abgelegten Prüfungen, sondern auch durch die für das junge Alter besonders ausgeprägten Persönlichkeitsprofile. Ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury waren ebenfalls die Hartnäckigkeit, mit der die Preisträger ihre gesteckten beruflichen Ziele verfolgten, und der starke Wille mit ihrer Arbeit im Handwerk etwas zu bewegen.

Die Kurt-Alten-Stiftung ist eine private Stiftung, die 1996 von dem Wennigser Unternehmer Kurt Alten gegründet wurde. Seine Alten Gerätebau GmbH hatte sich zum europäischen Marktführer in der Verladetechnik an der Rampe entwickelt. Seit 2001 vergibt die Kurt-Alten-Stiftung den Förderpreis des Handwerks an leistungsstarke Handwerkerinnen und Handwerker.

Ansprechpartnerinnen für die Medien:
Dr. Sabine Wilp

Christine Seeger