Hämmern, raspeln, sägen

Hannover, 27. August 2012.- „Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Nachwuchswerbung“, betont Handwerkskammerpräsident Walter Heitmüller. „Zu vielen Anlässen sprechen wir Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg der Berufsfindung an, um sie auf das Handwerk und seine interessanten und vielfältigen Berufe aufmerksam zu machen. Daher freuen wir uns, dass wir jetzt erstmals im Rahmen des FerienCard-Programms der Landeshauptstadt Hannover fünf tolle Aktionen anbieten, die allesamt komplett ausgebucht sind“, so Heitmüller.

Vier Betriebe und die Zimmererwerkstatt im Förderungs- und Bildungszentrum der Handwerkskammer Hannover in Garbsen laden Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 15 Jahren in der letzten Augustwoche ein, damit sie ihr handwerkliches Geschick ganz praktisch ausprobieren können.

„Wir waren von der Idee sofort angetan“, sagt Rikarda Skibbe, die in ihrer Steinmetzwerkstatt in Hannover öfter Jugendliche zum Girls Day oder als Praktikanten zu Besuch hat. „Die Begeisterung für unseren Beruf können wir am besten weitergeben, wenn die jungen Leute echte Werkstattluft schnuppern und sie unter Anleitung von gestandenen Handwerkern selber kleine Produkte herstellen lassen“, sagt die Steinmetzmeisterin. Einen ganzen Arbeitstag lang können zehn Schüler in ihrem Betrieb nach Herzenslust hauen und raspeln, aus hartem Speckstein kleine Objekte herausarbeiten oder ihrer Phantasie beim Modellieren mit Ton freien Lauf lassen.

Auch Drechslermeisterin Iris Meinhard sieht schon die glänzenden Augen, wenn die Jugendlichen bei ihr an altersgerechten Werkbänken Kreisel und Kugelschreiber aus Kirschbaumholz drehen. „Dadurch, dass wir Jugendliche in unsere Werkstätten holen, zeigen wir ihnen und ihren Eltern, dass hier mit Kopf und Hand an spannenden Aufgaben gearbeitet wird, und dass das sehr erfüllend sein kann“, betont die Unternehmerin.

Außerdem im FerienCard-Programm vertreten sind die Bäckerei Künne, in der nach Herzenslust geknetet, geformt und verziert werden kann, die Metallwerkstatt Siebert in Pattensen, wo die Schüler am offenen Feuer das uralte Handwerk des Schmiedens selber ausprobieren können und die Zimmererwerkstatt im Förderungs- und Bildungszentrum, wo mit Hobel, Lot und Bohrmaschine haltbare Holzverbindungen gebaut werden.

„Bei allen fünf Aktionen stellen die Jugendlichen selber etwas her, dass sie mit nach Hause nehmen und stolz vorzeigen können“, betont Heitmüller. „Das sind Erlebnisse, die die Jugendlichen garantiert nicht vergessen werden.“

Ansprechpartnerin für die Medien:
Christine Seeger