Peters Karst, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover (mitte), erläutert die Forderungen des Handwerks an die Politik.
Henning Scheffen
Peters Karst, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover (mitte), erläutert die Forderungen des Handwerks an die Politik.

Handwerkskammer in Sorge

Hauptgeschäftsführer Peter Karst fordert die Politik auf, tragfähige verkehrspolitische Konzepte vorzulegen.



Hannover.- (fb) Die verkehrspolitische Entwicklung der Innenstadt Hannovers gibt verschiedenen Wirtschaftsakteuren Anlass zur Sorge. Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz äußerten sich jetzt hochrangige Vertreter der Handwerkskammer Hannover, der Industrie- und Handelskammer (IHK), der City-Gemeinschaft, der DEHOGA, sowie des Vereins Haus und Grundeigentum zu verschiedenen Aspekten dieses Themas.

Peter Karst, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer sagte: „Unsere Forderungen sind eindeutig: Wir wehren uns gegen Dieselfahrverbote, insbesondere für Handwerkerfahrzeuge“. Die Handwerker müssten schließlich zum Kunden gelangen können, wenn der Wasserhahn tropft oder die Heizung nicht funktioniert. Außerdem meinte er: „Wir hegen Zweifel, ob die Schadstoff-Messergebnisse wirklich die Realität abbilden. Manche Messstationen stehen nämlich direkt an Taxiständen oder an Parkhausausfahrten. Die Standorte sollten kritisch überprüft und gegebenenfalls entsprechend des EU-Rechts korrigiert werden.“

Handwerkskammer und IHK fordern außerdem einhellig ein verbessertes Baustellen-Management im Stadtgebiet, um Engstellen zu vermeiden, die zu einer Mehrbelastung mit Lärm und Luftschadstoffen führen. „Straßen sollten nicht mutwillig verengt werden, insbesondere eine so wichtige Verkehrsader wie der Cityring. Das würde die bestehenden Probleme nur verschärfen“, warnte der Hauptgeschäftsführer. „Ich wünsche mir von der Politik, dass sie sich ehrlich mit der Verkehrsproblematik auseinandersetzt. Und zwar gleichermaßen unter ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunkten. Ich vermisse da ein kluges Konzept.“ Letztlich gehe es um menschenfreundliche Lebensbedingungen in der Stadt. (07.02.2019)

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