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HWK Hannover

IHAFA-Projekt: Eine Ausbildung im Handwerk hilft bei der Integration

Das Projekt IHAFA bereitet Flüchtlinge auf eine Ausbildung und Karriere im Handwerk vor, z.B. als Anlagenmechaniker. Ein guter Weg zur Integration.

Hannover.- (fb) Auf dem Campus Handwerk wird derzeit heftig gearbeitet. Eine Gruppe junger Flüchtlinge ist dabei, ein ganzes Badezimmer zu bauen, mitsamt Leitungen, Wandverkleidung, Armatur, Heizkörper. Damit sollen sie auf eine berufliche Karriere im Handwerk vorbereitet werden. Die Maßnahme ist Teil des Projekts IHAFA, einem vom Land Niedersachsen geförderten Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber. Die Arbeiten sollen insgesamt gut zwei Wochen dauern.

„Zuerst haben wir die Metallschienen für die Wandverkleidung ausgemessen und zugeschnitten“, erklärt Mirwais Hashemi. Inzwischen ist schon die Duschwanne installiert. „Das macht Spaß, alles hat ohne Probleme geklappt“,  meint Hashemis‘ Landsmann Ehsanullah Amarkhil. Die beiden Afghanen werden nach Abschluss des Projektes eine Ausbildung beginnen, Hashemi als Feinwerkmechaniker, Amarkhil als Anlagentechniker.  Außerdem sind angehende Maler am Projekt beteiligt.

Das Projekt IHAFA bringt Flüchtlinge ins Handwerk

Die Firmen Geberit und Hempelmann haben kostenlos Materialien für das Projekt zur Verfügung gestellt. „Das haben wir gerne gemacht“, sagt Geberit-Verkaufsberater Stefan Appelt. Den Projektteilnehmern werde verdeutlicht, wie vielfältig der Beruf des Anlagenmechanikers sei. „Das erweitert den Blick.“

Axel Schwarzer von Haustechnik Hempelmann aus Hannover meinte: „Das ist ein schöne Maßnahme, wir unterstützen das gerne. „Auch weil wir davon überzeugt sind, damit einen guten Beitrag zur Integration zu leisten“, fügt sein Kollege Alexander Dieser hinzu.

„Wir sind sehr zufrieden, wie schnell und sauber die Teilnehmer gearbeitet haben“, sagt  Ausbilder Gordon Hogreve von der Handwerkskammer. Er ist sich sicher, dass über eine qualifizierte Berufsausbildung Integration am besten geleistet werden kann. (17.07.2018)



IHAFA

Das Projekt IHAFA wird vom Land Niedersachsen und den sechs niedersächsischen Handwerkskammern finanziert und von der Bundesagentur für Arbeit und den Landkreisen unterstützt.  „Ziel des Projektes ist es, Geflüchtete fit für das Handwerk zu machen und sie durch die Ausbildungsphase zu begleiten“, erklärt Torsten Beez, Integrationsberater im IHAFA-Team der Handwerkskammer Hannover. In den zurückliegenden zweieinhalb Jahren wurden rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen des IHAFA-Projekts beraten und gecoacht. Mehr Info zum Projekt finden Sie hier.

  • Flüchtlinge, die sich für eine Ausbildung im Handwerk interessieren, sollten den nächsten Bewerbertag für Flüchtlinge der Handwerkskammer Hannover nutzen. Er findet am 9. August 2018 auf dem Campus der Handwerkskammer Hannover, Seeweg 4, 30827 Garbsen,  statt. Bitte nutzen Sie zur Anmeldung den Anmeldebogen, der unter folgendem Link zum Download bereit steht: weiter




Ihr Ansprechpartner für das IHAFA-Projekt:

Fred Luszick
Referent der Geschäftsbereichsleitung des Förderungs- und Bildungszentrums

Tel. (0 51 31) 70 07 - 7 71
Fax (0 51 31) 70 07 - 7 50
f.luszick--at--fbz-garbsen.de