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Hildebrand/Wochenblatt Regensburg

Käthe goes Walhalla

Seit wenigen Tagen ziert die Büste von Käthe Kollwitz die Wahlhalla in Regensburg. Gefertigt wurde sie vom Niedersächsischen Staatspreisträger für das gestaltende Handwerk: dem Steinbildhauermeister Uwe Spiekermann.

Hannover.- (ak) Erinnern Sie sich noch an Uwe Spiekermann? Als der Steinmetz - und Steinbildhauermeister Anfang 2019 mit dem Niedersächsischen Staatspreis für das gestaltende Handwerk ausgezeichnet wurde, beschäftigte ihn ein besonderes Projekt: Er war mit der Anfertigung der Büste der Künstlerin Käte Kollwitz beauftragt worden.

Jetzt ist die Skulptur fertig und ihrer Bestimmung übergeben worden. „Es hat tierischen Spaß gemacht und am liebsten würde ich einfach weitermachen,“ erklärte Spiekermann bei der Enthüllung der Büste in der Walhalla in Regensburg, an der zahlreiche Gäste aus Wissenschaft und Kunst sowie Politik und Gesellschaft teilnahmen.

Die etwa 130 Kilo schwere Büste ist aus Laaser Marmor Bianco Statuario des Weißwasserbruchs gefertigt. Dieser Stein wird in der Nähe des Ortes Laas in Südtirol in über 2.000 Metern Höhe nur unter Tage abgebaut. Im August 2018 hatte der Spiekermann den Stein selbst aus Laas geholt. (05.06.2019)

Eindrücke vom Festakt finden Sie hier:

 In ihren Werken behandelte die Künsterlin Käthe Kollwitz (geboren 1867 in Königsberg, gestorben 1945 bei Dresden) den Ersten Weltkrieg und dessen Folgen für Frauen, Kinder und Familien. 1919 wurde Kollwitz als erste Frau zum Mitglied in der Preußischen Akademie der Künste ernannt und erhielt 1929 als erste Frau den Orden „Pour le Mérite“ für Wissenschaft und Künste.