Handwerksform Hannover

Klein, fein und edel präsentiert sich die neue Christmas Edition

Hannover, 20. November 2014.- Seit mehr als einem halben Jahrhundert bietet die Handwerksform Hannover dem gestaltenden Handwerk eine ganz besondere Plattform, ein einzigartiges Schaufenster, in dem mehrmals im Jahr angewandte Künstlerinnen und Künstler von nah und fern ihren Platz finden. Bislang endete das Ausstellungsjahr regelmäßig mit der großen Weihnachtsschau Kunst - Handwerk - Design. Das wird in diesem Jahr erstmals anders sein. Wir haben der Weihnachtsschau Lebewohl gesagt und alles auf Anfang gestellt.

Von 2014 zeigt die Handwerksform Hannover zum Ende des Jahres die Ausstellung "Christmas Edition": eine kleine, feine und edle Schau, die dem exquisiten Kunsthandwerk in seiner schönsten Form gewidmet ist. Im Ausstellungszentrum der Handwerkskammer Hannover werden drei Wochen lang meisterhafte Design-Unikate und Kleinserien aus verschiedenen Werkbereichen zu sehen sein. Spitzenstücke, die sich durch kenntnisreiche Materialverarbeitung und formvollende Gestaltung auszeichnen.

In einem Sonderbereich der Ausstellung werden auch die Ergebnisse eines Wettbewerbs vorgestellt, der im Sommer 2013 anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Handwerksform Hannover gestartet wurde. Die niedersächsische Kollektion des Kunsthandwerks – die Crafts. Collection. Niedersachsen – besteht aus 24 Exponaten: echt starke Stücke aus 19 niedersächsischen Werkstätten. (siehe gesonderte Pressemitteilung)

biehne_claudia_porzellan 01


Impressionen aus der Ausstellung "Christmas Edition 2014"
(Bitte Foto anklicken!)

Erstmals in Hannover zu sehen sind in diesem Jahr die Glasgravur-Arbeiten von Angela Dödtmann aus Bremen. Mit speziellen Stein- und Diamanträdern bringt sie auf Glasobjekte feinste Gravuren auf. Auf diese Weise entstehen unverwechselbare handgefertigte Einzelstücke und Kleinserien. Auch der Glasgestalter Korbinian Stöckle aus Petershagen ist das erste Mal in der Handwerksform Hannover vertreten. Seine Glasobjekte entstehen unter Einsatz sowohl heißer als auch kalter Techniken, neben dem freien Formen am Ofen überwiegen Sandstrahl und Gravur.

Hochwertigen Schmuck aus edlen Materialien präsentieren die neun Schmuckgestalter und Gold- und Silberschmiede, die in der Christmas Edition einen Platz gefunden haben. Aus einem besonders ungewöhnlichen Material sind die Schmuckstücke von Susanne Elstner (Gräfelfing), die ihre Broschen und Ringe aus selbst hergestellter Holzkohle entwickelt. Sie legt besonderen Wert darauf, dass sie beim Aufbau des Kohlemeilers im bayerischen Oberland selbst mitarbeitet. Denn dadurch ist es möglich, speziell hergestellte Holzkohle zu produzieren, bei der die Rinde der jeweiligen Holzsorte und die Jahresringe noch gut erkennbar sind. Das macht jedes Schmuckstück zu etwas Einzigartigem. Die Holzkohle kombiniert die vielfach ausgezeichnete Schmuckgestalterin etwa in der Serie „streicheln erlaubt“ mit feinsten Drähten in Gold und Silber. Einen anderen Ansatz verfolgt Maren Giloy (Idar-Oberstein). Ihre Schmuckstücke sollen ein Lächeln herbeizaubern. Dafür nutzt sie das ironische Spiel mi Traditionen und unterläuft bewusst die Erwartungshaltungen des Betrachters.

Im Holzbereich fallen vor allem die großformatigen zum Teil weiß gebleichten oder rot gebeizten Gefäßobjekte von Friedemann Bühler (Langenburg) ins Auge. Hauchdünne Wandungen charakterisieren seine Schalen und Vasen, die in einem langwierigen und aufwändigen Fertigungsprozess entstehen. Das sorgsam ausgesuchte Holz für diese Objekte stammt fast ausschließlich aus den Wäldern des „Hohenloher Landes“. Im starken Kontrast dazu stehen die gedrechselten Schalen von Ekkehard Körber (Sermuth). Seine dickwandigen Schalen sind oftmals aus bis zu 7000 Jahre alter Mooreiche oder aus historischem Eichenbauholz gefertigt, das zum Teil mit Blattgold veredelt wird. Die groben Spuren von Alterung, Trocknung oder Feuer sind dabei gewollt und erzeugen eine starke Spannung zur bewusst puristisch und streng gehalten Form der Gefäße. Außerdem mit von der Partie Peter Seeland (Gleichen) mit einer kleinen Auswahl seiner Shaker-Möbel.

Im Keramikbereich zeigen wir unter anderem die luxuriösen Porzellanarbeiten von Claudia Biehne aus Leipzig. Ihre Gefäßobjekte finden sich in Museen und internationalen Privatsammlungen. Claudia Biehne liebt das Experiment und so stellen wir nicht nur ihre hochtransluzente, fragilen und expressiven Porzellanunikate aus der Serie „Lumos“, sondern auch die Serie „Vulkanoiden“ vor. Von Manfred Braun (Dannenfels) ist die Gold & Platin-Serie zu sehen, die auch den Einladungsflyer zur „Christmas Edition 2014“ schmückt. Keramiken, die frei auf der Töpferscheibe gedreht, mattweiß glasiert und bei ca. 1300 Grad gebrannt werden. Anschließend werden sie in zwei Lagen feuermattvergoldet oder –platiniert (Weißgold).

Die hohe Schule der Messerkunst steuert Robert Kaufmann (Altrach/Treherz) zur Ausstellung bei. Kunstvolle Skulpturen aus Papier kommen aus dem Berliner Atelier von Heike Roesner in die Handwerksform Hannover. Aus Papier sind auch die puristischen Origami-Lampen, die die Diplom-Designerin Jutta Müntefering aus Bockenem entwickelt hat. Mal transparent, mal opak erzeugen sie immer eine ganz eigene Atmosphäre.

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 21. November 2014, 20 Uhr

Begrüßung
Karl-Wilhelm Steinmann
Präsident der Handwerkskammer Hannover

Einführung in die Ausstellung:
Dr. Sabine Wilp
Leiterin Handwerksform Hannover

Verleihung des Sonderpreises der Deutschen Bank Privat- und Geschäftskunden AG Hannover im Rahmen des Wettbewerbs Crafts. Collection. Niedersachsen

Ausstellungsdauer:
22. November 2014 bis 13. Dezember 2014

Finissage:
Samstag, 13. Dezember 2014, 11-18 Uhr

Öffnungszeiten:
Di – Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr
So, Mo und an gesetzlichen Feiertagen geschlossen

Ort:
Handwerksform Hannover, Berliner Allee 17, 30175 Hannover

Teilnehmerliste der Christmas Edition 2014

Glas:
Angela Dödtmann, Bremen / Bernd Lichtenstein, Bremen / Korbinian Stöckle, Petershagen

Gold- und Silber:
Jutta Arndt, Hannover / Maike Dahl, Hannover / Susanne Elstner, Gräfelfing / Robert Gebhard, Hannover / Maren Giloy; Idar-Oberstein / Katzie Hughes + Scott Templin, Burgsinn / Dorlis Meier, Hannover / Margarete Oehlschlaeger, Lübeck / Tim Rykl, Hannover

Holz:
Friedemann Bühler; Langenburg / Monique Hansch, Nordwestuckermark / Ekkehard Körber, Sermuth / Benjamin Planitzer; München / Peter Seeland; Gleichen / Hubert Steffe; Bremen / Hans Weißflog, Hildesheim

Hüte:
Daniela Bauer, Weigendorf / Heike Thamm, München

Keramik:
Claudia Biehne, Leipzig / Manfred Braun, Dannenfels / Hozana Gomes da Costa; Leonberg / Joachim Lambrecht, Großschönach

Leder:
Bernd Goebel + Wolfgang Olbrich, Berlin / Karl-Henning Hohmann + Beate Sedlacek, Lüneburg / Anke Runge, Berlin

Metall:
Ruprecht Holsten, Horstedt / Robert Kaufmann, Altrach/Treherz

Papier:
Heike Roesner, Berlin / Jutta Müntefering, Bockenem

Textil:
Vivian Hackbarth, Düsseldorf / Dora Herrmann, Wennigsen / Franziska Kurth, Skovby/Aero (DK) / Elisabeth Märker, Thüringen (A) / Anke + Eugene McKernan, Co. Clare (IRL) / Andreas Möller, Hamburg / Anja Ritter, Ober-Ramstadt / Lucia Schwalenberg, Wennigsen / Brigitte Maria Speth, Ulm / Anette Spitzl, Hannover

Ansprechpartner für die Medien:
Dr. Sabine Wilp