Anna-Maria Wedekin (links) bereitet mit einer Kollegin Teigmasse vor.
Privat/Anna Wedekin
Anna-Maria Wedekin (links) bereitet mit einer Kollegin Teigmasse vor.

Konditorin Anna-Maria berichtet von ihrem Praktikum in Wien

Die Auszubildende Anna-Maria Wedekin erzählt von ihren Erfahrungen in der Patisserie des berühmten Hotel Sacher.

Wien.- (fb) "Meine erste Woche im Sacher Hotel war anders als ich es erwartet hatte, dadurch aber keinesfalls schlecht. Ich habe anfangs gedacht das Hotel würde von außen widerspiegeln, wie es im Inneren ist. Das war auch der Fall als ich das Hotel betrat. Alles ist sehr nobel und groß und prunkvoll eingerichtet", berichtet die Auszubildende. "Sobald man aber den Bereich der auch für die Gäste sichtbar ist verlässt, kommt man in eine andere Welt." Die Hotelküche und Patisserie seien im Keller des Hotels untergebracht. "Viele verwinkelte Wege, bei denen mir ein wenig mulmig wurde wie ich mir das nur merken sollte. Der Chef Patissier Michael Klein fing mich direkt ab und zeigte mir die Patisserie. Das ist eigentlich nur ein einziger Raum", erzählt die junge Frau. "Ich war super gespannt was auf mich wartet. Das Team ist ein sehr jung und besteht aus etwa acht bis zehn Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen die im Schichtdienst wechseln. Drei Auszubildende sind dabei." Danach ging direkt die Arbeit los: "Mir wurden Rezepte auf den Tisch gelegt, ich sollte kleine Gugelhupf-Kuchen backen", beschreibt die angehende Konditorin. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich als Praktikantin nur die einfachen und weniger anspruchsvollen Arbeiten bekam", freut sie sich.  Sie habe eigenständig oder mit jemanden zusammengearbeitet. "Im Hotel Sacher wird alle zwei bis drei Tage Strudel hergestellt. Dann in rauen Mengen", sagt Anna-Maria. Auch sie durfte Strudelteig machen - und außerdem süße Frühstücksleckereien.

"Die Zweite Woche startete für mich Montag früh um sieben Uhr, denn ich hatte Frühschicht", erzählt die Auszubildende.
"Wenn man um sieben Uhr beginnt, dann wird als erstes kontrolliert, ob alles in den Schränken vorhanden ist was für die Frühstücksgäste benötigt werden könnte, zum Beispiel frisches Obst. Das tat ich jeden Tag."

Das war aber nicht alles: "Ich stellte Maccarons her, schlug einige Teigmassen an und modellierte Kürbisse und Geister, weil an Halloween die Gäste einen Kürbiskuchen auf ihr Zimmer geschickt bekommen."  Sie habe außerdem viel Obst für Apfel- und Mangoragout geschnitten, Birnen in Weißwein pochiert "und noch vieles mehr." Ihre freien Tage nutze sie "um ein wenig einkaufen zu gehen und die Stadt zu erkunden."

"Hier vergeht kein Tag ohne das ich was lerne und viel Spaß bei der Arbeit habe. Ich freue mich schon auf die kommende
Woche, denn dann werde ich Spätschicht haben und bis Mitternacht arbeiten. Mal sehen ob mir das auch so gefällt. So habe ich nach den drei Wochen Praktikum dann einen Überblick über das Arbeiten im Schichtdienst und in jeder Schicht gearbeitet", erzählt Anna-Maria. (22.10.2018)



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