Christine Seeger

Kurt-Alten-Stiftung übergibt Förderpreise

Hannover, 01. Dezember 2011.- Zum zwölften Mal in Folge hat die Kurt-Alten-Stiftung jetzt im Rahmen der Herbstvollversammlung der Handwerkskammer Hannover Förderpreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro für das Handwerk vergeben. Insgesamt wurden damit seit dem Jahr 2000 137.500 Euro an Preisgeldern an leistungsstarke Handwerkerinnen und Handwerker ausgeschüttet.

Der Förderpreis des Handwerks 2011 der Kurt-Alten-Stiftung in der Gruppe „Junge Meister bzw. Meisterinnen“ wurde zweimal vergeben, weil gleich zwei Bewerber sich als überaus förderwürdig präsentierten.

Tischlermeisterin Annalena Schröder aus Hannover begann nach dem Abitur und einem freiwilligen sozialen Jahr im Bereich Denkmalpflege im Jahr 2006 ihre Tischlerlehre bei der Landeshauptstadt Hannover. Ihre Leistungen waren dabei so überdurchschnittlich, dass die 27-Jährige sie als Beste ihres Jahrgangs im Kammerbezirk Hannover abschloss. Um ihr Wissen zu vertiefen, entschloss sie sich schnell, die Meisterprüfung abzulegen. Nach und nach absolvierte sie alle Teile und hielt im Sommer 2011 schließlich den Meisterbrief mit den Noten „sehr gut“ für das Meisterstück und „gut“ in der theoretischen Prüfung in Händen. Seit dem Wintersemester 2011 studiert Schröder Holzingenieurwesen an der HAWK Hildesheim. So zielstrebig wie ihr beruflicher Werdegang bisher verlaufen ist, so konsequent möchte die Tischlermeister auch ihr Preisgeld für die Finanzierung ihres Studiums einsetzen.

Der zweite Preisträger in der Kategorie „Junge Meister“ ist Christian Spahl aus Selent (bei Kiel). Der gebürtige Warener (Müritz) legte im Sommer 2011 vor der Handwerkskammer Hannover seine Meisterprüfung ab und ist jetzt bereits dabei, eine eigene Tischlerei in der Nähe von Kiel aufzubauen. Mit Qualitätsarbeit will er sich dabei von der Konkurrenz absetzen und unternehmerischen Erfolg haben. Mit einem profunden und nachvollziehbaren Geschäftsplan ist er in die Selbständigkeit gestartet. Nur ein Firmenfahrzeug fehlt noch, so dass er sein Preisgeld dafür einsetzen wird.

Der Preisträger in der Kategorie „Geselle/Gesellin“ ist der Zimmerer Hauke Stoewer aus Hildesheim.

Nach dem Abitur und einem freiwilligen sozialen Jahr hat der 23-Jährige seine Lehrzeit bei Zimmerermeister Uwe Korn in Bückeburg mit einem der besten Ergebnisse im Handwerkskammerbezirk Hannover abgeschlossen. Auf seinem Gesellenbrief stehen nur Einsen. Da versteht es sich von selbst, dass er im Oktober 2011 auch als Kammersieger im Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks in seinem Beruf ausgezeichnet wurde.

Auch Stoewer hat schon genaue Vorstellung von seiner beruflichen Zukunft. Er möchte den Bachelor-Studiengang Holzingenieurswesen abschließen und – damit nicht genug – auch noch den Zimmerermeistertitel erwerben, um auf dem Gebiet der energetischen Sanierung von Altbauten ein Top-Fachmann zu werden. Das Preisgeld wird ihm dabei helfen, seine Qualifizierungs-Pläne zu verwirklichen.

Die Jury der Kurt-Alten-Stiftung überzeugten an den Preisträgern nicht nur die sehr guten Leistungen in den abgelegten Prüfungen, sondern die, für das jeweilige Alter, besonders ausgeprägten und überzeugenden Persönlichkeiten und der unbedingte Wille zum lebenslangen Lernen.

Bei seiner Würdigung der Preisträger betonte Handwerkskammerpräsident Walter Heitmüller, dass es keinen vergleichbaren Preis für die Förderung von besonderen Leistungen in technischen Berufen im Handwerk gebe. Umso mehr begrüße er den Förderpreis des Handwerks der Kurt-Alten-Stiftung, weil er ausgezeichnete Handwerkerinnen und Handwerker nicht nur finanziell unterstütze, sondern sie auch darin bestärke, die Karriereleiter im Handwerk weiter hinauf zu steigen.

Die Kurt-Alten-Stiftung ist eine private Stiftung, die 1996 von dem Wennigser Unternehmer Kurt Alten gegründet wurde. Seine Alten Gerätebau GmbH hatte sich zum europäischen Marktführer in der Verladetechnik an der Rampe entwickelt.

 

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Christine Seeger
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