Kurt-Alten-Stiftung übergibt Förderpreise des Handwerks

Hannover, 06. Dezember 2012.- Zum 13. Mal in Folge hat die Kurt-Alten-Stiftung jetzt im Rahmen der Herbstvollversammlung der Handwerkskammer Hannover Förderpreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro für das Handwerk vergeben. Insgesamt wurden damit seit dem Jahr 2000 rund 150.000 Euro an Preisgeldern an leistungsstarke Handwerkerinnen und Handwerker ausgeschüttet.

Der Förderpreis des Handwerks 2012 der Kurt-Alten-Stiftung geht in diesem Jahr an zwei Gesellen, die sich im Auswahlgespräch mit der Jury als überaus förderwürdig präsentiert haben.

Steinmetz- und Steinbildhauerin Magdalena Hinze aus Hannover begann nach dem Abitur im Jahr 2009 ihre Ausbildung im Steinmetzbetrieb Ulrich Grützner in Bassum. Ihre Leistungen nach drei Jahren Lehrzeit waren so überdurchschnittlich (auf ihrem Gesellenbrief stehen nur Einsen), dass die 22-Jährige als Beste ihres Jahrgangs nicht nur im Kammerbezirk Hannover, sondern auch als Niedersächsische Landessiegerin ausgezeichnet wurde. Für die Zukunft hat sie sich vorgenommen, an der Fachhochschule Natur- und Kunstwerksteinrestaurierung zu studieren und den Meistertitel im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk zu erwerben. Um sich ausschließlich darauf konzentrieren zu können, will sie ihr Preisgeld für die Finanzierung des Studiums und der Meistervorbereitung einsetzen.

Als zweiten Preisträger suchte die Jury den Metallbauer Kevin Höing aus Hannover aus. Nach dem Abitur und dem Zivildienst hat der 25-Jährige seine Lehrzeit bei Metallgestalter Peter Asendorf in Mellendorf ebenfalls als Bester im Kammerbezirk abgelegt und ist darüber hinaus auch Landessieger im Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks geworden. Seine große Leidenschaft gilt allerdings dem Fahrradbau: In ein paar Jahren will er zusammen mit seinem Bruder eine Fahrradmanufaktur gründen, in der individuelle Fahrräder für jedermann gebaut und verkauft werden. Um sich in diesem Bereich selbständig machen zu können, braucht er noch einen WIG-Schweißschein und Praxiserfahrungen in anderen Fahrradwerkstätten. Das Preisgeld soll ihm dabei helfen, seine Fortbildungspläne in die Tat umzusetzen und Maschinen für die eigene Manufaktur mit Ladengeschäft anzuschaffen.

Die Jury der Kurt-Alten-Stiftung überzeugten an den Preisträgern nicht nur die sehr guten Leistungen in den abgelegten Prüfungen, sondern die, für das junge Alter besonders ausgeprägten und überzeugenden Persönlichkeiten und die Hartnäckigkeit, mit der sie ihre gesteckten beruflichen Ziel verfolgten.

Bei seiner Würdigung der Preisträger betonte Handwerkskammerpräsident Walter Heitmüller, dass es keinen vergleichbaren Preis für die Förderung von besonderen Leistungen in technischen Berufen im Handwerk gebe. Umso mehr begrüße er den Förderpreis des Handwerks der Kurt-Alten-Stiftung, weil er ausgezeichnete Handwerkerinnen und Handwerker nicht nur finanziell unterstütze, sondern sie auch darin bestärke, die Karriereleiter im Handwerk weiter hinauf zu steigen.

Die Kurt-Alten-Stiftung ist eine private Stiftung, die 1996 von dem Wennigser Unternehmer Kurt Alten gegründet wurde. Seine Alten Gerätebau GmbH hatte sich zum europäischen Marktführer in der Verladetechnik an der Rampe entwickelt.

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Christine Seeger