Kurt-Alten-Stiftung übergibt Förderpreise des Handwerks

Ein Dachdecker sowie zwei Steinmetz- und Steinbildhauergesellen werden mit jeweils 4.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet.

Hannover, 03. Dezember 2013.- Im Rahmen der Herbstvollversammlung der Handwerkskammer Hannover hat die Kurt-Alten-Stiftung heute erneut den Förderpreis des Handwerks vergeben. In diesem Jahr gehen die Preisgelder in Höhe von jeweils 4.000 Euro an drei Gesellen, die sich im Auswahlgespräch mit der Jury als überaus förderwürdig präsentiert haben.

Dachdecker Ilja Kuris aus Obernkirchen begann nach seiner Fachhochschulreife im Jahr 2011 seine Ausbildung bei der Gremmel Bedachung GmbH in Pattensen. Seine Leistungen in der Lehrzeit waren so gut, dass der 23-Jährige als Bester seines Jahrgangs nicht nur im Kammerbezirk Hannover, sondern auch als Niedersächsischer Landessieger ausgezeichnet wurde. Derzeit besucht Ilja Kuris die Dachdeckermeisterschule in St. Andreasberg im Harz, die er im Mai 2014 abschließen möchte. Für die Zukunft hat er sich vorgenommen, einen weiteren Meistertitel im Handwerk zu erwerben oder ein Studium zum Betriebswirt (HWK) anzuschließen, um in einigen Jahren sein Wissen als Ausbilder an den Dachdecker-Nachwuchs weitergeben zu können. Das Preisgeld möchte Ilja Kuris deshalb in diese Weiterbildungsmaßnahmen investieren.

Als zweiten und dritten Preisträger suchte die Jury in diesem Jahr zwei Steinmetzgesellen aus: Fridtjof Harmuth aus Hannover (Fachrichtung Steinbildhauerarbeiten) und Arnold Heins aus Burgdorf (Fachrichtung Steinmetzarbeiten).

Nach dem Abitur absolvierte Fridtjof Harmuth ein Freiwilliges Soziales Jahr bei einer Elterninitiative in Göttingen, bevor er seine Ausbildung zum Steinmetz- und Steinbildhauer mit der Fachrichtung Steinbildhauerarbeiten bei der Naturstein Krause GmbH in Hannover begann. In den drei Jahren Lehrzeit zeigte der 24-Jährige so überdurchschnittlich gute Leistungen, dass er in diesem Jahr nicht nur Kammersieger geworden ist, sondern sich auch gegen seine Konkurrenz auf Landesebene durchsetzen konnte. Pläne für seine berufliche Zukunft hat der junge Steinmetz auch schon geschmiedet: Sein Ziel ist es, den Meistertitel im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk zu erwerben und sich als "Restaurator im Handwerk" weiterzubilden, um sich in einigen Jahren mit einen Steinmetzbetrieb selbstständig machen zu können. Sein Preisgeld möchte Fridtjof Harmuth für die Finanzierung der Meistervorbereitung und die Weiterbildung zum "Restaurator im Handwerk" einsetzen.

Auch der dritte Preisträger, Arnold Heins, möchte sein Preisgeld für die Meisterschule im Steinmetzhandwerk verwenden. Ein weiteres berufliches Ziel des 23-Jährigen ist ein Auslandsaufenthalt in England, den er für seine persönliche als auch für seine berufliche Weiterentwicklung nutzen möchte. Wie auch die anderen beiden Preisträger, ist Arnold Heins in diesem Jahr ebenfalls nicht nur als bester Geselle in seinem Fach im Kammerbezirk, sondern auch als Niedersächsischer Landessieger ausgezeichnet worden. Seine Ausbildung hat er bei der Heinrich Mensing GmbH in Hannover absolviert, nachdem er 2010 das Gymnasium in Burgdorf mit dem Abitur abschloss.

Die Preisträger überzeugten die Jury der Kurt-Alten-Stiftung nicht nur mit den sehr guten Leistungen in den abgelegten Prüfungen, sondern auch durch die für das junge Alter besonders ausgeprägten und überzeugenden Persönlichkeiten. Ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury waren ebenfalls die Hartnäckigkeit, mit der die Preisträger ihre gesteckten beruflichen Ziele verfolgten und der starke Willen mit ihrer Arbeit im Handwerk etwas zu bewegen.

Bei seiner Würdigung der Preisträger betonte Handwerkskammerpräsident Walter Heitmüller, dass es keinen vergleichbaren Preis für die Förderung von besonderen Leistungen in technischen Berufen im Handwerk gebe. Umso mehr begrüße er den Förderpreis des Handwerks der Kurt-Alten-Stiftung, weil er ausgezeichnete Handwerkerinnen und Handwerker nicht nur finanziell unterstütze, sondern sie auch darin bestärke, die Karriereleiter im Handwerk weiter hinauf zu steigen.

Die Kurt-Alten-Stiftung ist eine private Stiftung, die 1996 von dem Wennigser Unternehmer Kurt Alten gegründet wurde. Seine Alten Gerätebau GmbH hatte sich zum europäischen Marktführer in der Verladetechnik an der Rampe entwickelt. Seit 2001 vergibt die Kurt-Alten-Stiftung den Förderpreis des Handwerks an leistungsstarke Handwerkerinnen und Handwerker.

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:
Dr. Sabine Wilp
Christine Seeger